Nürnberg | Ein Wochenende auf Entdeckungstour

*Werbung – unbeauftragt*

Hallo Ihr Lieben, heute nehme ich euch mit nach Nürnberg und zwar vom hier aus und auch morgen auf dem Bärbel bloggt … Blog. Dort gibt es auch noch am Samstag ein Rezept für euch. Nürnberg zu entdecken ist wirklich interessant. Wir hatten uns für ein Wochenende ganz bürgerlich, oben an der Burg einquartiert. Ein Maisonette Familienzimmer wurde unsere Bleibe, in der Jugendherberge. Vom 7. Stock aus hatten wir einen wunderbaren Ausblick über die Stadt. Einfach grandios, wie weit man da bei gutem Wetter schauen kann, toll!

 

 

Die Jugendherberge liegt direkt neben der Kaiserburg wo zu Kaiserzeiten die Kaiser des Heiligen Römischen Reichs von 1050 – 1571 residierten. Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, uns dort umzusehen.

 

 

Der Fußweg vom Berg herunter führt in die Untere Söldnergasse und Am Ölberg vorbei. An den reich verzierten Fachwerkhäusern kann man sich kaum sattsehen, die ganze Altstadt ist voll davon. Weiter unten gelangt man über den Tiergärtnertor Platz direkt zum Albrecht-Dürer-Haus. Viele Touristen waren auf dem Platz unterwegs und ich stand eine ganze Weile dort, um das Dürer-Haus zu fotografieren. Ich wollte einen kurzen Moment erhaschen, um das berühmte Wohnhaus des Künstlers vollkommen menschenleer knipsen zu können *lach*. Lustig war es schon die Leute davor zu beobachten. Ein Pärchen stand direkt vor dem Eingang und die Dame kramte gefühlte 10 Minuten in ihrer Handtasche. Hihi, Frauen eben! Naja, dann war niemand mehr da und ich drückte schnell auf den Auslöser.

 

 

Im ersten Obergeschoss befindet sich die Küche, mit der historischen alten Feuerstelle. Viele Kupfertöpfe hängen an der Wand und auf dem Regal am Kamin stehen Zinnteller und Kannen. Der Wohnbereich ist im Stil des 16. Jahrhunderts eingerichtet. Die täglichen Gebrauchsgegenstände des Künstlers und seiner Frau Agnes werden anschaulich dargestellt. Auch seine Mutter, Lehrlinge und das Hauspersonal wohnten im bürgerlichen Haus.

 

 

In der Malerwerkstatt des zweiten Obergeschosses traf ich auf die Künstlerin Sofia Fränkl. Sie führte uns die hohe Kunst des Kupferstechens vor. Ich war so begeistert und so fragte ich sie, ob ich über ihre Arbeit schreiben darf. Sie willigte ein. 🙂

Sie zeigte uns, wie sie die Kupferstecherplatte mit Farben bearbeitet, um davon anschließend an der Tiefdruckpresse einen Kunstdruck herzustellen. Dafür benötigt man besonderes, handgeschöpftes Papier und Naturfarben aus Ruß und Ton, die mit Leinöl angerührt werden. Das Mischverhältnis der Farben ist 90% Tonmehl oder Ruß mit 10% Leinöl. So hatte schon der alte Meister seine Farben hergestellt.

 

 

Was ist unter dem Tiefdruckverfahren zu verstehen?

In eine Kupferplatte werden mit einem spitzen Dorn, Linien und Strukturen eingebracht. Mit altertümlichen Farben aus Ruß und Ton färbt man die Kupferplatten ein. Dabei werden nur die tiefergelegenen Flächen mit Farbe eingerieben. Bei den bearbeiteten, gestochenen Stellen wird die Farbe gut aufgenommen. Unbearbeitete, blanke Stellen nehmen keine Farbe auf. In der Tiefdruckpresse wird anschließend das Farbmaterial aus den Kupferplatten durch sehr hohen Druck auf das Papier gepresst. Je tiefer die Stiche auf der Kupferplatte, desto intensiver die Farbintensität. Ja, das Papier saugt die Farbe förmlich auf. Für die Demonstration suchte ich mir aus dem großen Fundus der Künstlerin das Motiv einer Venezianern aus. Die für die Vorführung benutzen Kupferplatten wurden von der Künstlerin Sofia Fränkl selbst hergestellt und den Platten Dürers nachempfunden. Albrecht Dürer hatte das Bildnis der Venezianern 1515 in Kupfer gestochen und er lüftete nie das Geheimnis ihrer Identität. 🙂 Leonardo da Vinci hatte die Technik “der Wiederspiegelung in den Augen” erfunden. Das sind die weißen Punkte in den Pupillen, die eine Reflexion darstellen. Als Dürer davon erfuhr, hat er gleich diese Technik in seinen Bildern übernommen.

 

 

Wie aufwändig so ein Kupferstich angefertigt wird, zeigte uns Sofia Fränkl am Ende der Vorstellung. Für das Auftragen der Ton- und Rußfarben hatte sie mit einem Tuch die jeweilige Farbe in die Vertiefungen gerieben. Das erfordert ein hohes Maß an Geschick. Es gibt kaum noch Künstler, die diese Technik beherrschen. Sofia Fränkl verriet mir, sie habe 8 Jahre benötigte, um das Kupferstechen mit dem Grabstichel und die dazugehörigen Druckverfahren, bis aufs FF zu beherrschen. Albrecht Dürer hatte zu Lebzeiten eine Vielzahl von Kupferstichen angefertigt. Besonders bekannt wurde Dürer durch seine unglaubliche Feinarbeit. Er spielte mit Helligkeit und Schatten in seinen filigranen Werken. An manchen Stellen wurden Wolken dunkler, an anderen heller gestichelt. In Blattkronen stichelte er jedes Blatt einzeln, um so die Lebendigkeit seiner Bilder zum Ausdruck zu bringen.

 

 

Weiter ging unser Ausflug zum Spielzeugmuseum, was es dort alles zu bestaunen gibt, könnt ihr morgen im Bärbel Blog nachlesen. Unser Stadtbummel ging mitten ins Zentrum. Auf dem Hauptmarkt waren viele Touristen unterwegs und versuchten auf dem Markt noch ein Schnäppchen zu finden, allerdings war es nicht leicht. Die Preise sind dort echt gepfeffert. Ich beobachtete einige Leute, die sich vor den “Schöner Brunnen” stellten für ein Selfie. Hach, was war dort viel los an dem Wochenende. Schade, leider konnte ich den Schönen Brunnen nicht ohne Menschen fotografieren, da hätte ich wohl ganz früh aufstehen müssen *lach*. Auch die Frauenkirche ging nicht ganz aufs Foto *hihi*. Aber das “Männleinlaufen” unter der Kunstuhr ist wirklich hübsch anzusehen. Die Männlein kreisen mittags um 12:00 Uhr um den Kaiser herum.

 

 

 

Ihr Lieben, wollt ihr noch mehr über unser Wochenende in der schönen Frankenstadt lesen, dann schaut morgen unbedingt beim Bärbel Blog vorbei. Und vergesst nicht das Rezept, *lach* aus der Frankenstadt dort abzuholen! 😉

Mit meinen Freitagsblümchen und den Herbstkarten möchte ich mich bei euch zum Friday Flowerday von Holunderblütchen und  Floralfridayfotos  verabschieden.

 

 

Diese beiden Herbstkarten erreichten mich noch letzte und vorletzte Woche. Die linke Rehlein Karte hat Nicole für mich verschickt und die rechte kommt von Ingrid. Vielen Dank ihr Lieben ich habe mich sehr über die lieben Worte gefreut, also ab damit zum Freutag. 😉

 

 

Und sonst? An diesem Wochenende bin ich auf Heikes Nähtreff in Tamm, das bis Sonntag stattfindet. Dort treffen sich die Bärbels und auch noch ein paar andere Leute. Eigentlich wollte ich ja einen Softshellmantel nähen. Aber ich habe mir ein Herz genommen und den Wintermantel vom November 2017 eingepackt. Der schöne rote Mantel soll endlich fertig werden und kein UFO bleiben. Wie sage ich den Kindern immer: Erst eine Sache fertigmachen, dann etwas Neues beginnen! *Lach*, ja das ist total wichtig fürs Leben und ich freue mich auch schon sehr auf die Fertigstellung. Und, wenn er fertig ist, nähe ich mir vielleicht noch eine Bluse. Aber die steht ganz hinten auf der Liste. 😉 Hach, ich freue mich so auf das Nähtreffen und auch auf die lieben Bärbels.

 

Ihr Lieben, ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende, macht es euch schön gemütlich und kuschelt euch ein bei dem Grau in Grau da draußen.

Liebste Grüße,

Annette

 

10 Kommentare

  1. Hallo Annette,
    in der Nürnberger Jugendherberge haben wir vor 5 Jahren auch einmal übernachtet und ich fand die Zimmer damals sehr schön. Sehr interessant wie Du das Tiefdruckverfahren beschreibst.
    viele Grüße Margot

  2. Liebe Annette,
    danke für die herrlichen Bilder aus Nürnberg!
    Es ist etliche Jahre her, daß ich dort war, zu einer Teddybärenausstellung, danach auf dem Weihnachtsmarkt ;O) Ein Geschiebe ohne Ende ….aber die Stadt an sich ist wunderschön!
    Hab ein zauberhaftes und entspanntes Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße nach Heidelberg, Claudia ♥

  3. Nürnberg ist so eine schöne Stadt, meine Mama hat dort ein paar Jahre gewohnt.
    Da waren wir dann öfters dort.
    Man kann dort soviel erkunden, sehen, ach, langweilig wird es nicht.
    Und Dir wünsche ich nun ein tolles Wochenende, bin auf den Mantel gespannt.
    lieben Gruß
    Nicole

  4. Liebe Annette, von Nürnberg kenne ich leider nur den Bahnhof und das auch noch bei Nacht. Ich hätte gerne mehr gesehen und so verfolge ich deinen Bericht gespannt.
    Ja, so ein Nähtreff ist sich eine gute Gelegenheit ein UFO fertig zu bekommen. Wenn nichts anderes dabei ist klappt es bestimmt 😉 Ich wünsche gutes Gelingen!
    Liebe Grüße, Marita

  5. Da musste ich beim Lesen deines Post’s doch lächeln. Ich stehe auch oft und warte biss ich etwas ohne Menschen fotografieren kann. Ist oft gar nicht so einfach!
    Und sehr interessant dein Bericht über die Kupferstechkünstlerin!

    Gruß Marion,
    die schon sehr gespannt auf den Blogpost vom Nahwochenende ist!

  6. Liebe Annette, so schön, wie Du die Stadt beschreibst!!! Und es ist immer wieder interessant, mal eine “Touri-Meinung” über die nähere Heimat zu lesen…. Es bestätigt sich dann doch, dass wir hier wohnen wo andere Urlaub machen ;o)
    Das Rezept liest sich auch sehr lecker, kannte ich noch nicht und ich werde es sicher mal ausprobieren…..
    Ganz liebe Grüße aus Franken an Dich, Katrin

  7. Liebe Annette,
    na, das ist ja klasse, habs schon mitbekommen, dass du in Tamm bist. Möchtest du noch Quitten haben?
    Bin allerdings morgen nicht zuhause nur heute Abend.

    Eine schöne Stadt ist Nürnberg wir waren vor Jahren, da ging mein Sohn noch auf das Gymnasium in Asperg dort und haben im Rahmen eines Schulausfluges einen Abstecher ins Verkehrsmuseum in Nürnberg gemacht, das war schon sowas von toll. Ich möchte das wieder einmal machen.

    Das steht noch der Zug von König Ludwig von Bayern, mit dem er immer gefahren ist.
    War total interessant.

    Mit lieben Grüßen und natürlich auch einen Gruß nach Tamm

    Eva

  8. Hallo liebe Annette,
    ein sehr schöner Post. Nürnberg war ich leider nur mal zum Weihnachtsmarkt mit Millionen anderen. Das war nicht so schön. Dein Post hat mir die Stadt näher gebracht. Ich hoffe sehr Dein UFO wird fertig und Dunhattest sehr viel Spaß.
    Genieße das Wochenende. Lieben Gruß Sylvia

  9. Nähkäschtle

    Das ist ja toll, dass du da so einen schönen Museumsbesuch machen konntest. Ja manchmal muss man Glück haben und du hast alles toll beschrieben und erklärt. Sehr interessant. LG Ingrid

  10. Hej annette,
    Ein schöner post! Meine mutter kommt aus fürth und in nürnberg ist sie aufgewachsen 🙂 eine tolle stadt,nicht nur wegen der klasse lebkuchen 🙂 …ganz lg aus dänemark, ulrike 🙂

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