Hach, bevor ich euch von meinen Glücksmomenten im August berichten kann, möchte ich nicht versäumen, die Juli-Glücksmomente zu erwähnen und auch von anderen Gedanken zu erzählen, die mich seit einiger Zeit beschäftigen.
Ganz ehrlich, ich bin vollkommen aus dem Tritt gekommen. Der heiße Sommer hat mich aus meinem Takt gebracht. Natürlich gab es schöne Momente im Juli, von denen ich nur noch nicht berichtet habe. Aber es gab auch dunkle Gedanken darüber, wie es mit dieser Welt weitergeht.
Flüsse und Seen, bei denen der Wasserstand immer weiter absinkt und auch viele Hitzetote, über die kaum einer spricht. Das lässt mich nicht kalt! Dann suche ich immer wieder nach Lösungen und frage mich, wie wir die Klimaerwärmung noch stoppen können. Ist sie überhaupt noch zu stoppen? Was kann unser Land ausrichten, was können wir hier in Europa bewirken, wenn andernorts weiterhin Raubbau an unserer Erde getrieben wird? Wenn über den großen Teich hinweg die Klimakrise verleugnet wird??? Mich macht das einfach sprachlos. Und auch traurig!
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Wo bleiben denn da die Glücksmomente, fragst du dich vielleicht?
Meine Glücksmomente findet man im Kleinen.
Bei einem Spaziergang und guten Gesprächen. Bei einem Essen mit lieben Menschen. Wenn ich im Norden bin, bei der Familie. Bei Treffen mit meinen Geschwistern oder meinen Cousinen.
Ein Glücksmoment kann aber auch sein, wenn ich den Kopf frei bekomme oder an einem Regentag endlich wieder den kühlen Wind auf meiner Haut spüre und die Nase in den Wind stecken kann.
Und wenn wir unterwegs sind, gibt es sowieso immer wieder diese ganz besonderen Momente.
Anfang Juli führte uns unsere Reise mit dem Auto in die Normandie. Schon am ersten Reisetag war die Fahrt über die imposante Schrägseilbrücke Pont de Normandie, die Le Havre mit Honfleur verbindet, ein echtes Highlight. Wir waren im letzten Jahr schon einmal in dieser Gegend gewesen und hatten uns einfach wieder darauf gefreut, dort die Seele baumeln zu lassen, am Meer ist es kühler.

Auf der Suche nach historischen Orten stand bei uns auch das ca. 900 Jahre alte Château et Jardins de Boutemont auf der Reiseliste. In England hatten wir unsere Liebe zu alten Schlössern mit großen Parkanlagen entdeckt. Warum also nicht auch in Frankreich danach Ausschau halten?
Château et Jardins de Boutemont · 7 Chemin de Bouttemont · 14100 OUILLY-LE-VICOMTE · Normandie, France.

Und das alte Schloss mit seinen Gartenanlagen hat so viele Überraschungen parat. Auch gibt es eine Crêperie, wo köstliche Speisen und Erfrischungen gereicht werden. Man sollte sich einen ganzen Tag Zeit nehmen, um das Gelände zu erkunden.

Es gibt dort zwei hundertjährige Zedern, imposante Kieswege mit Buchsbaum- und Eibenhecken und einen wunderschön symmetrisch angelegten Teich. Er ist übrigens 4,5 Meter tief und in ihm schwimmen farbenprächtige Zierkarpfen, die Koi.

Die Gärten sind im Juli wunderschön anzusehen, so viele Blumen überall, teilweise nach Farbfamilien getrennt – da kommt die Freude von ganz allein. Das Herz freut sich.

Solche Orte sind für mich Entspannung pur. Einfach den Moment genießen, in den Himmel schauen und tief durchatmen. Für einen Moment werden die Gedanken im Kopf etwas leiser. Und dennoch, sie sind und bleiben präsent. Wie es weiter geht – wir werden sehen!
Nun bin ich gespannt auf eure Glücksmomente!
Liebe Grüße
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Ja, das Glück ist gerade nicht immer so schnell zu finden und oft sehr klein. Deine Reisemomente gehören aber sicher dazu, da macht mir schon das Ansehen der Bilder immer Freude. VG Ingrid