Saint Jean De Luz – Urlaub in Frankreich

Ihr Lieben, ich hatte ja versprochen nicht nur von Bilbao zu berichten, sondern auch von dem französischen Baskenland. Aber Achtung, eine Bilderflut ist unumgänglich *lach*. – Dieser Beitrag kann indirekte Werbung ohne Auftrag enthalten (Markennennungen, Ortsnennungen oder Verlinkungen). –

….

Die ersten Tage unserer Reise an die Atlantikküste hatten wir in Bilbao verbracht. Im zweiten Teil unserer Reise führte uns der Weg weiter ins französische Baskenland, wo wir für ein paar Tage eine FeWo in einem alten Hotel mit direktem Blick auf die Bucht bezogen. Nie werde ich diesen traumhaften Blick vergessen.

 

Am zweiten Tag nach der Ankunft in Saint Jean De Luz stand der baskische Hausberg La Rhune (Udako Etxea – baskisch) mit einer Höhe von 905m auf dem Plan. Auf dem heiligen Berg der Basken verläuft direkt am Gipfel die Grenze von Frankreich und Spanien. Für die Basken ist es Tradition den Berg zu Fuß zu erklimmen und in etwa 4-5 Stunden ist die Pilgertour geschafft. Familien mit Kindern und ältere Herrschaften bevorzugen die Zahnradbahn aus dem Jahre 1924, die natürlich den heutigen Sicherheitsstandards entspricht. Ist ja klar *lach* :-). Eine Fahrt zur Bergspitze mit einem Tempo von gemütlichen 8km/h dauert ca. 35 Minuten. Die Tour war unterhaltsam und abwechslungsreich, auch weil ein mehrsprachiger Reiseführer ein paar Fakten an die Touristen weitergab.

 

 

Wir Naturliebhaber erfreuten uns an der schönen Aussicht über Berge und Täler. Die Kinder hatten zusätzlichen Spaß mit den Pottok-Wildpferden am Berg. Genauestens beobachten sie die Vierbeiner und freuten sich ein frischgeborenes Fohlen zu beobachten.

 

 

Oben angekommen konnten wir die spanischen Gipfelgruppen der Provinzen Labourd und Navarra von weitem sehen. Dafür hatten wir uns extra unser Fernglas eingepackt. Es gibt aber auch ein festmontiertes Aussichtsfernrohr, womit sich die Bergketten auch gut betrachten lassen, aber der Andrang ist groß. Die frische Luft und der weiter Blick dort oben war einfach wunderbar.

 

 

Die Abfahrt führte wieder an Felsen und Farnen vorbei und auf den Wanderwegen sahen wir etliche Wanderer die dem Berg La Rhune zu Fuß die Ehre erweisen wollten.

 

 

Derweil planten wir das Mittagessen, denn Frischluft macht hungrig und so fuhren wir nach Sare. Das kleine Örtchen hatte nicht nur auf der Landkarte unser Interesse geweckt. Es war auch der Ort, wo der Kinofilm: “Die Pariserin –  Auftrag Baskenland” gedreht wurde. Eine lustige  französische Komödie, die wir 8 Wochen zuvor im Kino genossen hatten.

 

 

Wir fanden es höchst interessant durch genau diese Straßen zu laufen, wo einmal das Filmteam gestanden hatte und schwelgten in Erinnerung an die Handlung der Story. In Fußnähe fanden wir auch ein klitzekleines Straßenrestaurant mit köstlichem Mittagessen.

 

 

Den nächsten Ausflug machten wir nach Bayonne und besuchten das baskische Museum in der Rue Marengo. Das Museum beherbergt in 20 Ausstellungsräumen etwa 2000 Exponate aus den Bereichen, Haushalt, Mobiliar, Kleidung, Volkskunst etc. Die Traditionen der Basken werden hochgehalten und so kann man auch verstehen, dass es in jedem Ort ein Pelota Spielfeld gibt. Die Einheimischen betätigen sich dort sportlich nach allen Regeln der Kunst. Die für Außenstehende schwer zu verstehende Spielregeln sind im Museum gut anhand von Bildern und Ausstellungstücken erklärt. Wettkämpfe werden gezeigt und auch Siegerehrungen. Gerne würde ich einmal bei einem Spiel in der Zuschauerreihe sitzen.

 

 

Auch wird in dem Museum über die traditionelle Schokoladenherstellung und den Walfang berichtet. Für uns gab es einen deutschen Museumsführer, darüber war ich sehr froh.

Die durch die Römer geprägte Stadt Bayonne wird von dem Fluss Adour und dessen Nebenarm Nive in drei Stadtteile getrennt.

 

Die historischen Fachwerkfassaden am Fluss sind Anziehungspunkt und eine Augenweide zugleich. Dort findet man auch kleine Cafes und nette Läden zum Verweilen.

 

 

Zurück in St-Jean-de-Luz wollte ich unbedingt die Kirche Èglise St-Jean-Bastiste sehen, wo Louis XIV am 9. Juni 1660 die spanische Infantin Marie-Therese heiratete. Leider war entweder die Tür verschlossen oder es waren so viele Menschen dort, dass es mir nicht möglich war ein gescheites Foto zu machen. Auch sind die Gassen im Zentrum recht eng, da kriegt man die Kirche leider gar nicht ganz aufs Bild *lach*.

 

 

Mir persönlich gefällt die Kirche in Ciboure wesentlich besser. Hier befanden sich fast keine Besucher, obwohl das Inventar nicht weniger prunkvoll ist.

 

 

Ciboure liegt mit seinem Hafen ganz nahe bei Saint Jean De Luz, nur getrennt durch den Fluß Nivelle. Oft waren wir zum Mittagessen dort, denn hier hatten unsere 2 Lieblings-Restaurants. Eins am Hafen, eins im Ort.

 

 

Und, dann zeige ich euch auch noch den Hafen von Saint Jean De Luz, der ist nämlich auch schön. :-)

 

 

Und, die Bucht bei Sonnenuntergang  ♥

 

 

Die Gegend ist einfach schön, der Hafen, die lieben Menschen, das gute Essen und die Architektur lenken vom Alltag ab und es macht Spaß sich einfach treiben zu lassen. Im mondänen Biarritz, der Stadt der Könige, fanden wir ein Restaurant direkt am Meer und konnten so ganz bequem beim geniessen unseres Essens die mutigen Surfer, die mit den Wellen ritten, beobachten.

 

 

Meer, Meer Meer, ich kann nicht genug davon bekommen. So sehr liebe ich es. Ehrlich gesagt kann ich es kaum abwarten, wieder träumend in der Abendsonne aufs Meer zu schauen. Das Baskenland ist einfach atemberaubend schön. Und die Menschen sind dort so sympathisch und freundlich, selbst wenn man – wie ich –  kein Wort französisch spricht. Mit Händen und Füßen geht es auch. Alles ist möglich, man braucht nur Mut und den Willen etwas Neues auszuprobieren. Alles klar? :-)

 

… ich gehe dann mal eine Runde laufen…..

 

 

Liebste Grüße,
Frau Augenstern

 

Möchtest du nichts verpassen? Dann trag dich als Leser in die Leseliste ein. :)

– verlinkt mit Andreas Samstagsplausch 40/18


zu den Kommentaren

✿ Bilbao – Urlaub in Spanien

In den Ferien waren wir wieder in Frankreich, aber der Flieger brachte uns zuerst nach Bilbao, ins spanische Baskenland, dass wir so sehr lieben. Mein Liebster sagt, dort gibt es sehr, sehr gutes Essen. Ja, wir sind Leckermäuler und lieben die spanische und französische Atlantikküste wirklich. Gerade im Juni ist es dort noch nicht so heiß und auch die Touristenstürme lassen noch auf sich warten. Wer Ruhe und Erholung sucht, ist hier genau richtig!

 

 

Nach unserer Ankunft auf dem Flughafen in Bilbao brachte uns der Bus 3247 ins Zentrum der schönen spanischen Stadt. Dort suchten wir gleich unser Hotel auf und bezogen unser Familienzimmer, mit einem überdimensionalen Familienbett, das 4x2m groß war. Sie hatten einfach zwei große Doppelbetten zusammengeschoben. Für die Kinder – ein Traum!! Gleich nach dem Auspacken der Koffer machten wir einen Spaziergang durch die schönen Straßen Bilbaos, auf der Suche nach leckeren Tapas.

 

Mein Liebster hatte sich bestens informiert und wollte auch unbedingt in das legendären Cafe Iruña Bilbao, dass es schon seit 1903 gibt. Um einen kleinen Tisch im historischen Innenbereich zu erhalten, haben wir ein bisschen gewartet. Dann wurde ein 2er Tisch frei und wir organisierten noch zwei Stühle und waren total happy mit der Sitzgelegenheit. Bestellten dann per Finger zeigen, unsere Tapas und warteten auf das gute Essen. Die Kinder waren nicht zufrieden, ja ich muss zugeben, Pizza gibt es hier definitiv nicht!! ;-) Dafür aber viele andere Leckereien und Köstlichkeiten.

 

Meine Männer standen dann doch noch zweimal, für die leckeren “Pinchos Morunos” Spieße an. Sie sind aus Schinken, werden herzhaft gewürzt und auf langen Stahlspießen gegrillt. Weit über die Grenzen sind sie bekannt und machen ihrem Ruf alle Ehre. Wenn man sich neben dem seitlichen Eingang ans Fenster stellt, kann sehen wie sie auf dem Grill gebraten werden. Sehr köstlich!!
Ich liebe ja alle spanischen Reis- und Gemüsegerichte, so auch wie diese kleinen Schälchen mit Arroz con Curry y pollo (Reis mit Curry und Hühnchen) und gegrilltes Gemüse dazu. So lecker!! Diese Tapas fanden wir in einer anderen Tapa Bar, Pure Brasa.

 

Am nächsten Tag, direkt nach dem Aufwachen frühstückten wir nicht im feinen Hotel, sondern in einer kleinen Cafe Bakery namens WICHI Plaza del Ensanche 9, Bilbao, ein paar Gehminuten vom Hotel entfernt. Dort habe ich festgestellt, wieviel von meinem Spanisch noch übriggeblieben ist. Leider fast gar nichts mehr aber es ging durchaus auch wieder mit Händen und Füßen. Die Spanier sind sehr freundlich. Und, wenn sie mal ungeduldig werden (weil die Schlange hinter uns so lang war), hat man durchaus Vorteile, wenn Kinder dabei sind. Hihi!! :-)
Bei uns auf unserem Tisch standen: 2 Cafe Latte, Napolitano Triangel, Zum Naranja Natural, Chocolate Classique, Pintxos Varios, Donuts Choco und Aqua con Gas. Alles zusammen Total Euros: für 16,90€ für 4 Personen. Da kann man echt nicht meckern.
Für das Guggenheim Museum hatten wir schon von Zuhause aus Eintrittskarten bestellt und hatten uns gewundert, weshalb an dem Wochenende die Nachfrage so überaus groß war. Den Grund dafür entdeckten wir mittags um 11 Uhr, im Zentrum Bilbaos ….
Am 20. Mai fand nämlich dort das baskische Volksfest Bizkaiko Dantzari Eguna 2018 statt, das zum 4. Mal in Bilbao veranstaltet wurde. 80 baskische Volksgruppen mit den unterschiedlichsten Trachten nahmen an dem Festumzug teil und insgesamt 3500 Menschen waren auf den Straßen unterwegs, um die baskischen Traditionen hochzuhalten. Mein Sohn zählte auf einem der Busparkplätze 39 Buse in Reihe. Beendet wurde das Fest um 16:30 Uhr.
Wir schauten das Spektakel ganz in Ruhe an und freuten uns über diese außergewöhnliche Attraktion. Als wir vor dem Museumsbesuch noch ein bisschen Zeit hatten, schauten wir uns noch den Flohmarkt an, der auf dem Plaza Nueva stattfand. Es war ein sehr traditioneller Flohmarkt, auf dem ausschließlich Männer ihre Sachen an den Mann oder die Frau brachten.
Im Angebot standen viele Zeitschriften, Bücher, Schallplatten, Münzen, Anstecknadeln aus allen baskischen Regionen, kleine Weihwasserbecken, Fingerhüte, Fingerringe die ihre Farbe wechseln, die typischen Baskenmützen, aber auch Vögel was uns gar nicht gefiel!
Anschließend spazierten wir weiter in Richtung Guggenheim Museum. Vor Jahren waren wir schon einmal dort gewesen, in diesem schönen silbernen Bau, das von dem Architekten und Amerikaner Frank O.Gehry stammt. Ich erinnerte mich daran, wie schwer es schon beim letzten Mal war, das Museum ganz aufs Foto zu bekommen. Dafür sollte man auf die andere Flussseite wechseln und ein gutes Objektiv in der Tasche dabeihaben, sonst schafft man es einfach nicht. Der Bau ist so imposant und wunderschön und ich kann mich daran gar nicht satt sehen. Eigenartig empfand ich das Aussehen der Titanplatten am Museumsbau, irgendwie glänzen sie nicht mehr so stark, wie noch vor 16 Jahren. Ja, sie sind an manchen Stellen matt geworden. Da nagt wohl der Zahn der Zeit! – Hier der Blick von der Brücke aus, mit der Spinne “Maman” im Vordergrund. Sie wurde von Louise Bourgeois entworfen und ist für Spinnenhasser schon ein bisschen gruselig.

 

Natürlich haben wir uns die Ausstellungen im Inneren genauestens angeschaut und sogar die Kinder hatten ihren Spaß. Im Erdgeschoss gibt es riesige Skulpturen aus rostigem Eisen, in denen man wunderbar verstecken spielen kann. ;-) Auch Echo und weitere Klangübungen sollte man dort unbedingt ausprobieren. Natürlich musste ich mich vor dem Guggenheim Puppy von Jeff Koons fotografieren lassen. Der Hund gilt mittlerweile als Wahrzeichen von Bilbao. Für das Original wurden 17.000 Blumen nach Vorstellung des Künstlers auf die Hundeskulptur gepflanzt. Cool oder?
Das war auch schon unser letzter Tag in Bilbao. Am nächsten Morgen holten wir den Leihwagen, den wir schon Zuhause reserviert hatten ab und fuhren damit über die französische Grenze. Dort verbrachten wir weitere schöne Urlaubstage in San Jean de Luz und Umgebung. Unbedingt wollten wir aber auch diesmal den baskischen Hausberg, La Rhune besteigen.
Über die Fortsetzung unseres Urlaubs berichte ich aber ein anderes Mal. :-)

Ihr Lieben, ich hoffe unser Ausflug hat euch gefallen und ihr habt vielleicht sogar  Lust bekommen auch mal nach Bilbao zu reisen. Gerade für einen kurzen Wochenendtrip ist es super geeignet, weil man im Zentrum bestens auch ohne Auto auskommt und das Essen – einfach himmlisch!! Es gibt wirklich viel zu sehen, die Stadt ist so interessant und das Einkaufen macht große Freude. Auch ist Bilbao eine gute Alternative zu Bordeaux als Ankunftsflughafen. Und, der Besuch im Guggenheim Museum ist wirklich ein schönes, kulturelles Ereignis. Ich hatte ja schon über Hossegor, berichtet mit dem Traumstrand. Nächsten Samstag schreibe ich über die Fortsetzung, also den französischen Teil unseres schönen Urlaubs im Baskenland 2018.

Ihr Lieben, macht es euch fein und genießt den Sommer!
Liebste Grüße,
Frau Augensternchen
verlinkt mit Andreas Samstagsplausch und dem verspäteten Freutag ;-)
und der Urlaubslinkparty von Nähfrosch

zu den Kommentaren

✿ Hossegor – Urlaub in Frankreich

Kennt ihr HossegorSoorts-Hossegor liegt etwa 21 km nördlich vom mondänen Biarritz entfernt und ist ein wunderschönes, kleines Örtchen direkt an der französischen Atlantikküste, 
nicht nur ein Paradies für Surfer.

Im letzten Sommer trieb es uns nach langer Zeit wieder einmal nach Frankreich. Erst mit dem Flugzeug nach Bordeaux und dann etwa 2 Autostunden weiter über die A63 nach Hossegor, im Département Landes, in der Region Nouvelle-Aquitaine am südlichen Atlantik.

Wir hatten ein gepflegtes Ferienhaus gebucht, nur ca. 200m Fußentfernung vom feinkörnigen Sandstrand. Im Juni empfanden wir es angenehm kühl und auch sehr ruhig, mit wenig Tourismus. Die meisten Urlauber, besonders Surfer besuchen diese Region in den wärmeren Sommermonaten (Juli-September), dann pulsiert das Leben in den Bars am Strand und Wellenreiten steht hoch im Kurs.

Wir vertragen allerdings diesen Trubel nicht und reisen lieber im Frühsommer ans Meer.
Unser Ziel ist Entspannung, gutes Essen, ein Klimawechsel und das Rauschen des Meeres zu hören. Überall gibt es kleine Restaurants, die Köstlichkeiten und auch frisches aus dem Meer anbieten. Wer gern selbst kochen möchte, findet in der Markthalle “Les Halles” in Hossegor alles, was er dafür braucht.

Die Einheimischen treffen sich sonntags in der Halle, zum Mittagessen
oder für einen kleinen Plausch am Stehtisch mit Käse, Wein und/oder Café.

Wer im großen Einkaufszentrum der Stadt einkaufen möchte, hat danach keine Wünsche mehr offen. Was es hier nicht gibt, gibt es nicht. Die Artikelvielfalt ist mehr als ausreichend.

 

Als ich das erste Mal den Laden betrat, blieb mir fast der Mund offen stehen.
So eine reiche Auswahl an Lebensmitteln hatte ich zuvor nicht gesehen.

 

Im Supermarkt findet man gefühlte 30 Buttersorten und die Käsetheke streckt sich fünf Meter entlang der gesamten Lauflänge des Einkaufszentrums, Fischen, Meeresfrüchten, Fleisch, Obst und Gemüse und all dem was das Herz begehrt.

 

Etliche, wirklich gute, kleine Restaurants sind in Hossegor ansässig und es macht Spaß ganz neue Gerichte einfach mal auszuprobieren und der Nachtisch ist ein Muss. 😋
Hier ein Café Gourmet, da weiß man nie was man bekommt, aber lecker ist es immer.

Die Menschen sind sehr freundlich und offenherzig, auch dann wenn man kein einziges Wort Französisch spricht. Vielenorts kommt man auch mit Englisch oder mit “Händen und Füßen” weiter. Selbst der Campingplatz ist empfehlenswert, so wie mir meine Nachbarin berichtete.
Ein Leben wie im Paradies, fernab von Stress und Ruhelosigkeit.

 

Der Strand in Hossegor – Plage de la Gravière ist sehr beliebt.

Zum Schwimmen ist die Brandung allerdings viel zu stark, manche lassen sich jedoch nicht von dem starken Wellengang abhalten und geangelt wird fast überall.

Direkt neben Hossegor liegt der Ort Capbreton mit ca. 8500 Einwohnern und die beiden Orte sind nur durch den Seitenarm der Adour getrennt. Capbreton ist vom Strand aus in guter Sichtweite zu erkennen. Einige Restaurants, die direkt am Strand liegen, sind auch zu Fuß von Hossegor aus in wenigen Minuten zu erreichen, weil sie vor der breiten Flussmündung liegen. Möchte man aber in die Altstadt fahren, nimmt man am besten das Auto.

Besondere Ausflugsziele in Capbreton sind die berühmte, lange Seebrücke aus Holz, ein fast 70m hoher Leuchtturm, der noch in Betrieb ist, Architektur aus dem 15. und 16. Jahrhundert, tolle Sandstrände, ein Wellnesszentrum und ein imposanter Jachthafen.

In dem Badeort gibt es etliche, gute Strand-Restaurants.

Einige von ihnen haben wir mehrmals besucht und ich hatte ein Favorit, das Restaurant, das Chez Papa Joub, an Les Terrasse de L’Ocean. Mein Lieblingsgericht, der Salade Papa Joub, ein Traum!
Anschließend gab es einen Spaziergang am Strand, bei dem raueren Küstenklima, ist die Vegetation eher karg. Viele Blumen sind im Juni eher selten. Weiße und rosafarbene Oleander findet man dagegen oft, auch andere Küstenblümchen sind vertreten.
Am See – Lac d’ Hossegor wird Stand-up-Paddling angeboten, das macht wirklich großen Spaß. Mit Barfuß wartet man durch den Schlamm und zieht das Paddle Board ins Wasser. An einem Knöchel wird per Klettverschluss die Board Leine befestigt und dann kann es losgehen.

Der See lädt einfach zum Verweilen ein, man kann sich aber auch Paddelboote ausleihen. Wir lieben es uns in der Natur aufzuhalten. Es ist ruhig, die Luft ist angenehm frisch im Juni

und die Erholung kommt von selbst.


Wer mehr über das Baskenland, den typischen Baustil der Basken, ihre Sprache und Kultur herausfinden möchte, fährt am besten nach Bayonne. Dort gibt es ein Baskisches Museum, wo es sogar einen Ausstellungsführer in deutscher Sprache gibt.

 Hossegor liegt ganz nahe an der Landesgrenze zu Spanien und mit dem Mietwagen erreicht man schnell
das spanischen Baskenland.

 

Ein Tagesausflug nach San Sebastián stand auch
bei uns auf dem Plan.
Hier sind mein Liebster und ich vor vielen Jahren ein Paargeworden und wir wollten unbedingt den Kindern

zeigen, wie wunderschön es dort ist.

Ein Revival sozusagen. :-)

 

 
San Sebastián liegt am Golf von Biskaya.
Diese Region Spaniens ist berühmt durch die wunderschönen Sandstrände.

 

Die muschelförmige Bucht, die auch La Concha (die Muschel) genannt wird,
ist der Eyecatcher der Stadt.

Am Vormittag fuhren wir mit dem Auto auf der A63 über Bayonne nach Saint-Jean-de-Luz und dann weiter über die Grenze nach Spanien. In San Sebastián angekommen frühstückten wir in einem kleinen Back Shop, namens Gogoko Goxuak. 

 

Zu Fuß lässt sich die Altstadt und der Stadtstrand gut erreichen. Mit Kindern ist der Besuch des Ozeanariums am Plaza Carlos Blasco de Imaz ein absolutes MUSS.
Schon bei meinem ersten Besuch war ich vollkommen fasziniert von dem 360º Glastunnel, der wie eine Straße unter dem Meer aussieht. Total spannend all die Fische, Quallen, Seepferdchen und auch Haie von unten anschauen zu können. Das nächste Mal möchte ich unbedingt wieder dort hin.
Donostia (der baskische Name von San Sebastián) ist die Hauptstadt der Provinz Gipuzkoa.
Im 19. Jahrhundert war es die Sommerresidenz von Kaiserin Isabella der II., durch sie erlangte die Stadt ihren Ruhm. Heute ist San Sebastián berühmt für die gute Küche und die Filmfestivals, die jedes Jahr im September stattfinden.

 

 

San Sebastián hat wirklich ihre Reize. Der Strand, der Bootsanleger, die Sternen Köche in den Restaurants, das mondäne Flair – einfach schön anzusehen.

 

Unser Tagesausflug war damit aber noch nicht ganz beendet. Auf dem Rückweg nach Frankreich fuhren wir über Saint-Jean-de-Luz zurück.  Die französischen Stadt, mitten im Baskenland, wurde berühmt durch die Heirat von Ludwig XIV und Maria Theresia von Spanien. 
Im Zentrum der Altstadt steht die Saint-Jean Baptist Kirche, hier wurde im Jahre 1660 
die Trauung der beiden vollzogen. Nicht nur historisch, auch architektonisch ist die Gegend sehr interessant. An der Strandpromenade von Saint Jean de Luz finden sich verschiedene Baustile, besonders schön finde ich die verspielten Art Deco Villen. 
 
 

Direkt neben Saint-Jean-de-Luz liegt Ciboure und auf dem grünen Hügel stehen baskisch-landaisischen Villen. Dieser speziell baskische Baustil aus den 1920er -1930er Jahren ist typisch für die Region. Das besondere an ihnen ist der weißgekalkte Anstrich, das Fachwerk und die einfache Form der Dächer, die leicht überhängen. Meist stehen sie in einer rein grünen Landschaft und das Fachwerk hat oft eine dunkelrote, grüne, braune und machmal auch blaue Farbe.

 

Die Architektur in den Stadtzentren “centre-ville” ist ausgesprochen schön, besonders mag ich die Häuser aus dem 16. Jahrhundert, mit den hohen Fenstern, den Fensterläden und den gedrechselten Geländern in den engen Gassen.
Traditionelle Leckereien findet man überall und in Biarritz gibt es auch ein Schokoladenmuseum. In den Bäckereien der Stadt, wird meistens der “Gâteau Basque”angeboten.
Das ist ein französischer Mandelkuchen nach baskischem Rezept.
Gebacken wird er mit einer Füllung aus Vanillecreme oder auch mit dunklen Kirschen.
Mir ist Frankreich sehr ans Herz gewachsen. Früher wollte ich überhaupt nicht nach Frankreich reisen, weil mir alles so fremd erschien. Doch durch die freundlichen Menschen,
fühlt man sich hier wirklich Willkommen und gut aufgehoben.
Das Essen ist ein so köstlich.
Das Meer, die Wellen und die frische Luft – Erholung pur.
Eine Reise an die französische Atlantikküste ist auf jeden Fall eine schöne Bereicherung.

 

 
Wissenswertes und kleine Tipps:
 
Die Autobahn Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h sollte man unbedingt einhalten. Hohe Strafen drohen bei Verkehrsdelikten. Man passt sich schnell an den geregelten Verkehr an. Auf der Autobahn gibt es Mautstellen, wo entweder das Münzgeld in ein Fangnetz geworfen wird oder man zahlt per Kreditkarte. Bei den sensorgesteuerten Mautstellen fährt man einfach durch die “Lesestation” und die Gebühren werden elektronisch abgebucht. Kleines Geld wird dort verlangt. Beträge zwischen 1,80 – 3,60€ sollte man pro Mautstelle bereit halten. So betrug der Betrag für die Rückreise von Hossegor nach Bordeaux zum Flughafen, auf der A63 (Salles) ca. 9€.
Wer in den Einkaufsläden nach Mineralwasser ohne Kohlensäure sucht, findet es unter diesem Namen: “eau minerale naturelle” oder kurz “eau plate” oder mit Kohlensäure: “eau minerale naturellement gazeuse“. Butter heißt hier: “le beurre” und eine Flasche Milch: “bouteille le lait“, Erdbeermarmelade: “confiture de fraises“.
In den Restaurants gibt es sowohl den Mittagstisch: “Midi” 12-14 Uhr als auch das Abendessen “Soir”: 19:30 – 21:30 Uhr, wer lieber seine Hauptmahlzeit später am Tag ein nimmt. In den Speisekarten findet man Gerichte wie: eingelegte Ente: “Confit de Canard”,  Miesmuscheln in Weinsauce mit Pommes Frites: nach Art des Hauses: “Moules marinières, frites maison”,  gegrilltes Rippenstück vom Rind: “Entrecôte grillée” oder ein Rib-Steak: “Côte de bæuf” sind Delikatessen. Leckere Nachspeisen sind: gebrannte Creme: Crème brûlée à la vanille, Baskischer Mandelkuchen mit Kirschen: “Gâteau basque à la cerise.

Und du? Reist du gerne nach Frankreich? Ich habe es lieben gelernt und jedes Mal wieder beschließe ich im nächsten Herbst einen Französischkurs an der Abendschule zu belegen. Vielleicht klappt es ja irgendwann. :-)

Ihr Lieben, macht es euch fein und genießt die Zeit!
Liebe Grüße,
Frau Augensternchenverlinkt mit Andreas Samstagsplausch
Nicoles Mai Meer Sammlung


zu den Kommentaren