Mit Stella an der französischen Atlantikküste

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Kreativlabor Berlin. Das Schnittmuster “Stella” wurde mir zum Designnähen kostenfrei zur Verfügung gestellt. Im Blogpost befindet sich ein Link zu den Produktseiten von Kreativlabor Berlin.

 

Frankreich ist eigentlich immer eine Reise wert, besonders wenn man im Süden Deutschlands wohnt, da ist die Anreise nicht so langatmig. Trotzdem haben wir uns wieder in den Flieger gesetzt. Erstes Ziel war Bilbao und anschließend noch ein paar Tage mit dem Mietwagen ins Baskenland, nach Frankreich. Wir lieben Land und Leute sehr und gönnen uns manchmal einfach eine Auszeit an der südlichen Atlantikküste.

 

 

Schon im Frühling wurde das “Damen Shirt Stella” in der Probenähgruppe von Kreativlabor Berlin getestet. Zu dem Zeitpunkt war ich allerdings noch mit einigen anderen Dingen, wie das Geschenk zum 90. Geburtstag der Patentante (April), die Monstera Dany Tasche (Mai) und noch diversen UFOs beschäftigt. Also fragte ich Julia später, ob ich vielleicht die Stella “Designvernähen” dürfe? Nach der Zustimmung legte ich mich gleich ins Zeug und nähe drei Stella Shirts an einem Nachmittag für den Urlaub. Dieses Gestreifte hier, ist das erste Shirt und die zweite Stella, nähte ich aus zwei unterschiedlichen Stoffen. Die Nr. 3 findet ihr weiter unten, hier in diesem Post.

Ich bin super zufrieden mit dem Schnitt und die Passform ist einfach perfekt! Erst dachte ich, die Brusttasche kann man auch weglassen. Aber sie ist wirklich ein Eyecatcher und super praktisch, besonders wenn man seine Lesebrille ständig suchen muss *lach*. Ihr ahnt schon, was jetzt kommt.  – Ja, stimmt, ich nutze die Brusttasche sehr gerne als Brillengarage nicht nur Zuhause, auch wenn wir unterwegs sind. Schämen tue ich mich dafür nicht. Hihi, ich war ja immer schon praktisch veranlagt und die Taschentiefe ist einfach perfekt um das Spekuliereisen verstauen zu können. *Spekuliereisen? Hilfe, ein Wort aus meiner Kindheit!! Kennt das noch jemand? Spekulieren, das bedeutet bei uns im hohen Norden neugierig schauen, und Eisen nun ja, früher waren Brillen fast ausschließlich aus Metall. Also hat das zusammengesetzte Wort doch tatsächlich eine einleuchtende Bedeutung.

 

Zurück zur Stella, das Shirt ist bequem und durch den runden Bogen, unten am Saumende irgendwie peppig, also alles andere als langweilig. Die Schultern sind leicht überhängend und der Halsausschnitt bequem geformt. Für größere Größen gibt es Brustabnäher, die habe ich mir allerdings gespart, denn bei meiner kleinen Größe sind Brustabnäher vollkommen überflüssig *lach*. Beim Zuschnitt reicht 1m Jersey Stoff, mit einer Breite von 1,40m (für alle Größen) vollkommen aus. Solche Stoffstücke habe ich ja noch in Mengen im Stoffkeller liegen. Für die Brusttasche habe ich das Streifenmuster versetzt auf die Vorderseite aufgenäht, so ist sie trotz der monotonen Streifen gut sichtbar. Die Fotos entstanden am Strand von Ciboure und in Bayonne in Frankreich.

Hier zum Schluss noch mein drittes Shirt, *hihi* ich möchte euch ja nichts verheimlichen. Das Foto wurde in Bayonne gemacht, an dem Tag als wir das baskische Museum besuchten. Bitte nicht auf die Farbkombination von Shirt und Hose achten *lach* im Urlaub bin ich manchmal sowas von entspannt *hehehe*. ;-)

 

Über meinen Urlaubsbericht aus dem französischen Teil des Baskenlandes berichte ich später noch, dafür muss ich erst schöne Fotos aussuchen und möglichst nicht zu viele *lach*.

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Ihr Lieben, macht es euch fein!

 

Viele liebe Sommergrüße,
Annette
Schnitt und Nähzutaten:
Ebook: Stella von Kreativlabor Berlin
genähte Größe: 36
Stoff: aus dem Nähkeller

 

Linkpartys:

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✿ Hossegor – Urlaub in Frankreich

Kennt ihr HossegorSoorts-Hossegor liegt etwa 21 km nördlich vom mondänen Biarritz entfernt und ist ein wunderschönes, kleines Örtchen direkt an der französischen Atlantikküste, 
nicht nur ein Paradies für Surfer.

Im letzten Sommer trieb es uns nach langer Zeit wieder einmal nach Frankreich. Erst mit dem Flugzeug nach Bordeaux und dann etwa 2 Autostunden weiter über die A63 nach Hossegor, im Département Landes, in der Region Nouvelle-Aquitaine am südlichen Atlantik.

Wir hatten ein gepflegtes Ferienhaus gebucht, nur ca. 200m Fußentfernung vom feinkörnigen Sandstrand. Im Juni empfanden wir es angenehm kühl und auch sehr ruhig, mit wenig Tourismus. Die meisten Urlauber, besonders Surfer besuchen diese Region in den wärmeren Sommermonaten (Juli-September), dann pulsiert das Leben in den Bars am Strand und Wellenreiten steht hoch im Kurs.

Wir vertragen allerdings diesen Trubel nicht und reisen lieber im Frühsommer ans Meer.
Unser Ziel ist Entspannung, gutes Essen, ein Klimawechsel und das Rauschen des Meeres zu hören. Überall gibt es kleine Restaurants, die Köstlichkeiten und auch frisches aus dem Meer anbieten. Wer gern selbst kochen möchte, findet in der Markthalle “Les Halles” in Hossegor alles, was er dafür braucht.

Die Einheimischen treffen sich sonntags in der Halle, zum Mittagessen
oder für einen kleinen Plausch am Stehtisch mit Käse, Wein und/oder Café.

Wer im großen Einkaufszentrum der Stadt einkaufen möchte, hat danach keine Wünsche mehr offen. Was es hier nicht gibt, gibt es nicht. Die Artikelvielfalt ist mehr als ausreichend.

 

Als ich das erste Mal den Laden betrat, blieb mir fast der Mund offen stehen.
So eine reiche Auswahl an Lebensmitteln hatte ich zuvor nicht gesehen.

 

Im Supermarkt findet man gefühlte 30 Buttersorten und die Käsetheke streckt sich fünf Meter entlang der gesamten Lauflänge des Einkaufszentrums, Fischen, Meeresfrüchten, Fleisch, Obst und Gemüse und all dem was das Herz begehrt.

 

Etliche, wirklich gute, kleine Restaurants sind in Hossegor ansässig und es macht Spaß ganz neue Gerichte einfach mal auszuprobieren und der Nachtisch ist ein Muss. 😋
Hier ein Café Gourmet, da weiß man nie was man bekommt, aber lecker ist es immer.

Die Menschen sind sehr freundlich und offenherzig, auch dann wenn man kein einziges Wort Französisch spricht. Vielenorts kommt man auch mit Englisch oder mit “Händen und Füßen” weiter. Selbst der Campingplatz ist empfehlenswert, so wie mir meine Nachbarin berichtete.
Ein Leben wie im Paradies, fernab von Stress und Ruhelosigkeit.

 

Der Strand in Hossegor – Plage de la Gravière ist sehr beliebt.

Zum Schwimmen ist die Brandung allerdings viel zu stark, manche lassen sich jedoch nicht von dem starken Wellengang abhalten und geangelt wird fast überall.

Direkt neben Hossegor liegt der Ort Capbreton mit ca. 8500 Einwohnern und die beiden Orte sind nur durch den Seitenarm der Adour getrennt. Capbreton ist vom Strand aus in guter Sichtweite zu erkennen. Einige Restaurants, die direkt am Strand liegen, sind auch zu Fuß von Hossegor aus in wenigen Minuten zu erreichen, weil sie vor der breiten Flussmündung liegen. Möchte man aber in die Altstadt fahren, nimmt man am besten das Auto.

Besondere Ausflugsziele in Capbreton sind die berühmte, lange Seebrücke aus Holz, ein fast 70m hoher Leuchtturm, der noch in Betrieb ist, Architektur aus dem 15. und 16. Jahrhundert, tolle Sandstrände, ein Wellnesszentrum und ein imposanter Jachthafen.

In dem Badeort gibt es etliche, gute Strand-Restaurants.

Einige von ihnen haben wir mehrmals besucht und ich hatte ein Favorit, das Restaurant, das Chez Papa Joub, an Les Terrasse de L’Ocean. Mein Lieblingsgericht, der Salade Papa Joub, ein Traum!
Anschließend gab es einen Spaziergang am Strand, bei dem raueren Küstenklima, ist die Vegetation eher karg. Viele Blumen sind im Juni eher selten. Weiße und rosafarbene Oleander findet man dagegen oft, auch andere Küstenblümchen sind vertreten.
Am See – Lac d’ Hossegor wird Stand-up-Paddling angeboten, das macht wirklich großen Spaß. Mit Barfuß wartet man durch den Schlamm und zieht das Paddle Board ins Wasser. An einem Knöchel wird per Klettverschluss die Board Leine befestigt und dann kann es losgehen.

Der See lädt einfach zum Verweilen ein, man kann sich aber auch Paddelboote ausleihen. Wir lieben es uns in der Natur aufzuhalten. Es ist ruhig, die Luft ist angenehm frisch im Juni

und die Erholung kommt von selbst.


Wer mehr über das Baskenland, den typischen Baustil der Basken, ihre Sprache und Kultur herausfinden möchte, fährt am besten nach Bayonne. Dort gibt es ein Baskisches Museum, wo es sogar einen Ausstellungsführer in deutscher Sprache gibt.

 Hossegor liegt ganz nahe an der Landesgrenze zu Spanien und mit dem Mietwagen erreicht man schnell
das spanischen Baskenland.

 

Ein Tagesausflug nach San Sebastián stand auch
bei uns auf dem Plan.
Hier sind mein Liebster und ich vor vielen Jahren ein Paargeworden und wir wollten unbedingt den Kindern

zeigen, wie wunderschön es dort ist.

Ein Revival sozusagen. :-)

 

 
San Sebastián liegt am Golf von Biskaya.
Diese Region Spaniens ist berühmt durch die wunderschönen Sandstrände.

 

Die muschelförmige Bucht, die auch La Concha (die Muschel) genannt wird,
ist der Eyecatcher der Stadt.

Am Vormittag fuhren wir mit dem Auto auf der A63 über Bayonne nach Saint-Jean-de-Luz und dann weiter über die Grenze nach Spanien. In San Sebastián angekommen frühstückten wir in einem kleinen Back Shop, namens Gogoko Goxuak. 

 

Zu Fuß lässt sich die Altstadt und der Stadtstrand gut erreichen. Mit Kindern ist der Besuch des Ozeanariums am Plaza Carlos Blasco de Imaz ein absolutes MUSS.
Schon bei meinem ersten Besuch war ich vollkommen fasziniert von dem 360º Glastunnel, der wie eine Straße unter dem Meer aussieht. Total spannend all die Fische, Quallen, Seepferdchen und auch Haie von unten anschauen zu können. Das nächste Mal möchte ich unbedingt wieder dort hin.
Donostia (der baskische Name von San Sebastián) ist die Hauptstadt der Provinz Gipuzkoa.
Im 19. Jahrhundert war es die Sommerresidenz von Kaiserin Isabella der II., durch sie erlangte die Stadt ihren Ruhm. Heute ist San Sebastián berühmt für die gute Küche und die Filmfestivals, die jedes Jahr im September stattfinden.

 

 

San Sebastián hat wirklich ihre Reize. Der Strand, der Bootsanleger, die Sternen Köche in den Restaurants, das mondäne Flair – einfach schön anzusehen.

 

Unser Tagesausflug war damit aber noch nicht ganz beendet. Auf dem Rückweg nach Frankreich fuhren wir über Saint-Jean-de-Luz zurück.  Die französischen Stadt, mitten im Baskenland, wurde berühmt durch die Heirat von Ludwig XIV und Maria Theresia von Spanien. 
Im Zentrum der Altstadt steht die Saint-Jean Baptist Kirche, hier wurde im Jahre 1660 
die Trauung der beiden vollzogen. Nicht nur historisch, auch architektonisch ist die Gegend sehr interessant. An der Strandpromenade von Saint Jean de Luz finden sich verschiedene Baustile, besonders schön finde ich die verspielten Art Deco Villen. 
 
 

Direkt neben Saint-Jean-de-Luz liegt Ciboure und auf dem grünen Hügel stehen baskisch-landaisischen Villen. Dieser speziell baskische Baustil aus den 1920er -1930er Jahren ist typisch für die Region. Das besondere an ihnen ist der weißgekalkte Anstrich, das Fachwerk und die einfache Form der Dächer, die leicht überhängen. Meist stehen sie in einer rein grünen Landschaft und das Fachwerk hat oft eine dunkelrote, grüne, braune und machmal auch blaue Farbe.

 

Die Architektur in den Stadtzentren “centre-ville” ist ausgesprochen schön, besonders mag ich die Häuser aus dem 16. Jahrhundert, mit den hohen Fenstern, den Fensterläden und den gedrechselten Geländern in den engen Gassen.
Traditionelle Leckereien findet man überall und in Biarritz gibt es auch ein Schokoladenmuseum. In den Bäckereien der Stadt, wird meistens der “Gâteau Basque”angeboten.
Das ist ein französischer Mandelkuchen nach baskischem Rezept.
Gebacken wird er mit einer Füllung aus Vanillecreme oder auch mit dunklen Kirschen.
Mir ist Frankreich sehr ans Herz gewachsen. Früher wollte ich überhaupt nicht nach Frankreich reisen, weil mir alles so fremd erschien. Doch durch die freundlichen Menschen,
fühlt man sich hier wirklich Willkommen und gut aufgehoben.
Das Essen ist ein so köstlich.
Das Meer, die Wellen und die frische Luft – Erholung pur.
Eine Reise an die französische Atlantikküste ist auf jeden Fall eine schöne Bereicherung.

 

 
Wissenswertes und kleine Tipps:
 
Die Autobahn Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h sollte man unbedingt einhalten. Hohe Strafen drohen bei Verkehrsdelikten. Man passt sich schnell an den geregelten Verkehr an. Auf der Autobahn gibt es Mautstellen, wo entweder das Münzgeld in ein Fangnetz geworfen wird oder man zahlt per Kreditkarte. Bei den sensorgesteuerten Mautstellen fährt man einfach durch die “Lesestation” und die Gebühren werden elektronisch abgebucht. Kleines Geld wird dort verlangt. Beträge zwischen 1,80 – 3,60€ sollte man pro Mautstelle bereit halten. So betrug der Betrag für die Rückreise von Hossegor nach Bordeaux zum Flughafen, auf der A63 (Salles) ca. 9€.
Wer in den Einkaufsläden nach Mineralwasser ohne Kohlensäure sucht, findet es unter diesem Namen: “eau minerale naturelle” oder kurz “eau plate” oder mit Kohlensäure: “eau minerale naturellement gazeuse“. Butter heißt hier: “le beurre” und eine Flasche Milch: “bouteille le lait“, Erdbeermarmelade: “confiture de fraises“.
In den Restaurants gibt es sowohl den Mittagstisch: “Midi” 12-14 Uhr als auch das Abendessen “Soir”: 19:30 – 21:30 Uhr, wer lieber seine Hauptmahlzeit später am Tag ein nimmt. In den Speisekarten findet man Gerichte wie: eingelegte Ente: “Confit de Canard”,  Miesmuscheln in Weinsauce mit Pommes Frites: nach Art des Hauses: “Moules marinières, frites maison”,  gegrilltes Rippenstück vom Rind: “Entrecôte grillée” oder ein Rib-Steak: “Côte de bæuf” sind Delikatessen. Leckere Nachspeisen sind: gebrannte Creme: Crème brûlée à la vanille, Baskischer Mandelkuchen mit Kirschen: “Gâteau basque à la cerise.

Und du? Reist du gerne nach Frankreich? Ich habe es lieben gelernt und jedes Mal wieder beschließe ich im nächsten Herbst einen Französischkurs an der Abendschule zu belegen. Vielleicht klappt es ja irgendwann. :-)

Ihr Lieben, macht es euch fein und genießt die Zeit!
Liebe Grüße,
Frau Augensternchenverlinkt mit Andreas Samstagsplausch
Nicoles Mai Meer Sammlung


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