✿ Bilbao – Urlaub in Spanien

In den Ferien waren wir wieder in Frankreich, aber der Flieger brachte uns zuerst nach Bilbao, ins spanische Baskenland, dass wir so sehr lieben. Mein Liebster sagt, dort gibt es sehr, sehr gutes Essen. Ja, wir sind Leckermäuler und lieben die spanische und französische Atlantikküste wirklich. Gerade im Juni ist es dort noch nicht so heiß und auch die Touristenstürme lassen noch auf sich warten. Wer Ruhe und Erholung sucht, ist hier genau richtig!

 

 

Nach unserer Ankunft auf dem Flughafen in Bilbao brachte uns der Bus 3247 ins Zentrum der schönen spanischen Stadt. Dort suchten wir gleich unser Hotel auf und bezogen unser Familienzimmer, mit einem überdimensionalen Familienbett, das 4x2m groß war. Sie hatten einfach zwei große Doppelbetten zusammengeschoben. Für die Kinder – ein Traum!! Gleich nach dem Auspacken der Koffer machten wir einen Spaziergang durch die schönen Straßen Bilbaos, auf der Suche nach leckeren Tapas.

 

Mein Liebster hatte sich bestens informiert und wollte auch unbedingt in das legendären Cafe Iruña Bilbao, dass es schon seit 1903 gibt. Um einen kleinen Tisch im historischen Innenbereich zu erhalten, haben wir ein bisschen gewartet. Dann wurde ein 2er Tisch frei und wir organisierten noch zwei Stühle und waren total happy mit der Sitzgelegenheit. Bestellten dann per Finger zeigen, unsere Tapas und warteten auf das gute Essen. Die Kinder waren nicht zufrieden, ja ich muss zugeben, Pizza gibt es hier definitiv nicht!! ;-) Dafür aber viele andere Leckereien und Köstlichkeiten.

 

Meine Männer standen dann doch noch zweimal, für die leckeren “Pinchos Morunos” Spieße an. Sie sind aus Schinken, werden herzhaft gewürzt und auf langen Stahlspießen gegrillt. Weit über die Grenzen sind sie bekannt und machen ihrem Ruf alle Ehre. Wenn man sich neben dem seitlichen Eingang ans Fenster stellt, kann sehen wie sie auf dem Grill gebraten werden. Sehr köstlich!!
Ich liebe ja alle spanischen Reis- und Gemüsegerichte, so auch wie diese kleinen Schälchen mit Arroz con Curry y pollo (Reis mit Curry und Hühnchen) und gegrilltes Gemüse dazu. So lecker!! Diese Tapas fanden wir in einer anderen Tapa Bar, Pure Brasa.

 

Am nächsten Tag, direkt nach dem Aufwachen frühstückten wir nicht im feinen Hotel, sondern in einer kleinen Cafe Bakery namens WICHI Plaza del Ensanche 9, Bilbao, ein paar Gehminuten vom Hotel entfernt. Dort habe ich festgestellt, wieviel von meinem Spanisch noch übriggeblieben ist. Leider fast gar nichts mehr aber es ging durchaus auch wieder mit Händen und Füßen. Die Spanier sind sehr freundlich. Und, wenn sie mal ungeduldig werden (weil die Schlange hinter uns so lang war), hat man durchaus Vorteile, wenn Kinder dabei sind. Hihi!! :-)
Bei uns auf unserem Tisch standen: 2 Cafe Latte, Napolitano Triangel, Zum Naranja Natural, Chocolate Classique, Pintxos Varios, Donuts Choco und Aqua con Gas. Alles zusammen Total Euros: für 16,90€ für 4 Personen. Da kann man echt nicht meckern.
Für das Guggenheim Museum hatten wir schon von Zuhause aus Eintrittskarten bestellt und hatten uns gewundert, weshalb an dem Wochenende die Nachfrage so überaus groß war. Den Grund dafür entdeckten wir mittags um 11 Uhr, im Zentrum Bilbaos ….
Am 20. Mai fand nämlich dort das baskische Volksfest Bizkaiko Dantzari Eguna 2018 statt, das zum 4. Mal in Bilbao veranstaltet wurde. 80 baskische Volksgruppen mit den unterschiedlichsten Trachten nahmen an dem Festumzug teil und insgesamt 3500 Menschen waren auf den Straßen unterwegs, um die baskischen Traditionen hochzuhalten. Mein Sohn zählte auf einem der Busparkplätze 39 Buse in Reihe. Beendet wurde das Fest um 16:30 Uhr.
Wir schauten das Spektakel ganz in Ruhe an und freuten uns über diese außergewöhnliche Attraktion. Als wir vor dem Museumsbesuch noch ein bisschen Zeit hatten, schauten wir uns noch den Flohmarkt an, der auf dem Plaza Nueva stattfand. Es war ein sehr traditioneller Flohmarkt, auf dem ausschließlich Männer ihre Sachen an den Mann oder die Frau brachten.
Im Angebot standen viele Zeitschriften, Bücher, Schallplatten, Münzen, Anstecknadeln aus allen baskischen Regionen, kleine Weihwasserbecken, Fingerhüte, Fingerringe die ihre Farbe wechseln, die typischen Baskenmützen, aber auch Vögel was uns gar nicht gefiel!
Anschließend spazierten wir weiter in Richtung Guggenheim Museum. Vor Jahren waren wir schon einmal dort gewesen, in diesem schönen silbernen Bau, das von dem Architekten und Amerikaner Frank O.Gehry stammt. Ich erinnerte mich daran, wie schwer es schon beim letzten Mal war, das Museum ganz aufs Foto zu bekommen. Dafür sollte man auf die andere Flussseite wechseln und ein gutes Objektiv in der Tasche dabeihaben, sonst schafft man es einfach nicht. Der Bau ist so imposant und wunderschön und ich kann mich daran gar nicht satt sehen. Eigenartig empfand ich das Aussehen der Titanplatten am Museumsbau, irgendwie glänzen sie nicht mehr so stark, wie noch vor 16 Jahren. Ja, sie sind an manchen Stellen matt geworden. Da nagt wohl der Zahn der Zeit! – Hier der Blick von der Brücke aus, mit der Spinne “Maman” im Vordergrund. Sie wurde von Louise Bourgeois entworfen und ist für Spinnenhasser schon ein bisschen gruselig.

 

Natürlich haben wir uns die Ausstellungen im Inneren genauestens angeschaut und sogar die Kinder hatten ihren Spaß. Im Erdgeschoss gibt es riesige Skulpturen aus rostigem Eisen, in denen man wunderbar verstecken spielen kann. ;-) Auch Echo und weitere Klangübungen sollte man dort unbedingt ausprobieren. Natürlich musste ich mich vor dem Guggenheim Puppy von Jeff Koons fotografieren lassen. Der Hund gilt mittlerweile als Wahrzeichen von Bilbao. Für das Original wurden 17.000 Blumen nach Vorstellung des Künstlers auf die Hundeskulptur gepflanzt. Cool oder?
Das war auch schon unser letzter Tag in Bilbao. Am nächsten Morgen holten wir den Leihwagen, den wir schon Zuhause reserviert hatten ab und fuhren damit über die französische Grenze. Dort verbrachten wir weitere schöne Urlaubstage in San Jean de Luz und Umgebung. Unbedingt wollten wir aber auch diesmal den baskischen Hausberg, La Rhune besteigen.
Über die Fortsetzung unseres Urlaubs berichte ich aber ein anderes Mal. :-)
Ihr Lieben, ich hoffe unser Ausflug hat euch gefallen und ihr habt vielleicht sogar  Lust bekommen auch mal nach Bilbao zu reisen. Gerade für einen kurzen Wochenendtrip ist es super geeignet, weil man im Zentrum bestens auch ohne Auto auskommt und das Essen – einfach himmlisch!! Es gibt wirklich viel zu sehen, die Stadt ist so interessant und das Einkaufen macht große Freude. Auch ist Bilbao eine gute Alternative zu Bordeaux als Ankunftsflughafen. Und, der Besuch im Guggenheim Museum ist wirklich ein schönes, kulturelles Ereignis. Ich hatte ja schon über Hossegor, berichtet mit dem Traumstrand. Nächsten Samstag schreibe ich über die Fortsetzung, also den französischen Teil unseres schönen Urlaubs im Baskenland 2018.

Ihr Lieben, macht es euch fein und genießt den Sommer!
Liebste Grüße,
Frau Augensternchen
verlinkt mit Andreas Samstagsplausch und dem verspäteten Freutag ;-)
und der Urlaubslinkparty von Nähfrosch

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