Kategorie: Reisen

England

Meine Glücks-Momente im Mai – The Lost Gardens of Heligan

Es gab im Mai sehr viele Glücksmomente, wir waren nämlich drei Wochen zum Spaßhaben in England. Unser erstes Ziel war Cornwall, wo wir schon im letzten Herbst mit dem Auto waren. Wir wollten wieder einige schöne Gärten vom National Trust besuchen. Meine Schwester hatte uns „The Lost Gardens of Heligan“ sehr ans Herz gelegt.

 

 

Ich wollte auch die berühmte „Mud Maid“-Skulptur sehen. Aber den Kopf des Riesen „Giant’s Head“ mit seinen blauen Augen fand ich viel beeindruckender. Er sieht irgendwie lustig aus, als würde er etwas im Schilde führen.

 

 

Der Garten ist wirklich riesig, etwa 80 Hektar groß, und man kann sich dort stundenlang aufhalten. Beeindruckend sind auch die 350 uralten Rhododendren, die bereits vor 1920 angepflanzt wurden. Die Blütenpracht der Rhododendren war überwältigend. Wir haben gestaunt, denn überall standen sie am 1. Mai in voller Blüte. Das mediterrane Klima macht dies möglich, da es dort so gut wie nie Frost gibt. Die Vielfalt hat uns sehr beeindruckt. Sogar mein Mann blieb immer wieder vor den wunderschönen Blüten stehen und fotografierte alles, was ihm vor die Linse kam.

 

 

Auch gibt es 70 alte Kamelien, die waren allerdings größtenteils schon verblüht, einige wenige habe ich noch blühend entdeckt.

 

 

Im „Dschungel“ des Gartens gibt es eine Seilbrücke, die Burmese Rope Bridge, oder auch Jungle Rope Bridge genannt, die sich 30 Meter über uralte Baumfarne und den Dschungelboden spannt. Sie ist eine der längsten burmesischen Seilbrücken Großbritanniens.

 

 

Und, wir waren auch auf der Farm und haben uns die Tiere angeschaut. Im Mai kommen die Lämmer zur Welt. Wir sahen viele Lämmchen, da ging mir das Herz auf. ♥

 

 

Und hinter dem Gatter mit dem Geflügel entdeckte ich weiße Haubenente mit Federbüschel am Kopf. Sie gehören zu den Hausenten. 

 

 

Hach, das war ein schöner Ausflug, den wir sehr genossen haben. Wir waren etwa 5 Stunden im Park und haben uns alles angesehen, auch an der Fox Skulptur sind wir vorbeigeschlendert. Lowarnes, ist ihr Name und das ist die Kornische Bezeichnung für Füchsin. Sie wurde aus dem Holz von Rhododendren gefertigt, die aus dem The Lost Gardens of Heligan stammen. Das Künstlerpaar Sue und Pete Hill aus Cornwall haben sie zusammen mit Hal Silvester erstellt. Größe: 6 Meter.

 

 

The Lost Gardens of Heligan sind so besonders, weil sie nach dem Ersten Weltkrieg jahrzehntelang total überwuchert waren und man sie dadurch komplett vergessen hatte. Erst 1990 wurden sie wiederentdeckt. Früher gehörte der Garten zum weitläufigen, 400 Hektar großen Anwesen der Familie Tremayne. Es herrscht dort eine magische, fast märchenhafte Atmosphäre, und es hat mir sehr viel Freude gemacht, auf den Spuren meiner Schwester zu wandern. Und, natürlich gab es noch weitere Glücksmomente im Mai. Davon berichte ich ein anderes Mal.

Liebe Grüße


Sei herzlich willkommen bei der Glücks-Momente 2026 Inlinkz Linkparty! Fühle dich frei, wann immer dir danach ist, deine Glücks-Momente mit uns zu teilen.

Wer mehr über Glücks-Momente erfahren möchte, klickt *hier*.

 


 

England

Stoffgeschäfte in England – Wo? Auf der Isle of Wight

Nach unserem Aufenthalt in Cornwall reisten wir weiter nach Lymington, einer kleinen Hafenstadt in der Grafschaft Hampshire an der Südküste Englands. Von dort fuhren wir zum Pier, um mit der Fähre auf die Isle of Wight überzusetzen. Die Überfahrt nach Yarmouth dauert etwa 40 Minuten. Ihr könnt es euch denken: Auch auf der Insel gibt es einige interessante Stoffgeschäfte, genau genommen sogar sechs Fabric Stores. Da mein Herz jedoch besonders für Patchwork schlägt, suchte ich gezielt nach einem Patchworkladen. Fündig wurden wir in Ryde, einem wirklich hübschen Städtchen auf der Isle of Wight.

 

 

Der Laden befindet sich in einem Doppelhaus an einer kleinen Straße, und Parkplätze gibt es dort nur wenige. Nach ein paar Runden um den Block wurden wir schließlich doch noch fündig. Das Geschäft erstreckt sich komplett über eine Ebene und besteht aus zwei großen Räumen, die durch einen offenen Durchgang miteinander verbunden sind.

Nähmaschinen werden dort zwar nicht verkauft, dafür aber fast alles andere, was man zum Nähen braucht. Auch Wolle zum Stricken, Handstickgarn und allerlei Bänder und eigene Anleitungen für Patchwork Projekte gehören zum Sortiment.

 

 

Geht man weiter hinein, gelangt man in den hinteren Teil des Ladens. Ich entdeckte viele Regale mit Stoffballen, Precuts und auch den Zuschneide-Tisch.

 

 

Hinter dem Zuschneide Bereich standen mehrere Tische mit Stühlen. Und genau dort wartete eine schöne Überraschung auf mich: Es fand gerade ein Kurs mit sieben Frauen statt. Die Nähmaschinen ratterten, dazu war fröhliches Geplauder zu hören. „Hach“, dachte ich, „hier ist es richtig nett.“ Am liebsten hätte ich mich einfach dazugesetzt und eine Runde mitgenäht.

 

 

Lieblingsstoffe gab es auch hier überall in den Regalen. Ich sah viele Blümchenstoffe, auch Tilda Fabrics. Aber auch zahlreiche andere wunderschöne Stoffe waren zu entdecken. Eigentlich war ich nur auf der Suche nach schwarzen Stoffen für meinen Falling Stars Quilt.

 

 

Tatsächlich fand ich sogar einen tollen schwarzen Stoff, den ich noch nicht hatte und zwei FQ‘s lachten mich auch noch an. Außerdem durfte eine Stern-Schablone mit nach Hause, ein besonders schönes Exemplar. Mit diesem Lineal lassen sich Sterne direkt mit dem Rollschneider zuschneiden. Ich sprach mit der Inhaberin über die Schablonen und sie erzählte mir, dass sie sie nach ihren eigenen Entwürfen anfertigen lässt.

 

 

Den Laden The Stichling Elmers kann ich euch wirklich wärmstens empfehlen. Nicht nur wegen der schönen Stoffe, sondern auch wegen der herzlichen Atmosphäre. Und natürlich freue ich mich jetzt schon darauf, die mitgebrachten Stoffe in meinem Falling Stars Quilt zu vernähen. Solche Entdeckungen sind für mich einfach das Schönste an unseren Reisen.

Habt eine gute Zeit!

 

 

* Zur Info, meine Einkauf habe ich komplett selbstbezahlt und das hier ist in meinen Augen keine Werbung – einfach nur eine schöne Erfahrung, die ich mich euch gerne teile. 


Fabric Store Adresse:

The Stitching Elmers

73-74 High Street

Ryde, United Kingdom 

Koordinaten: PO33 2SU

England

Stoffgeschäfte in Cornwall – Wo? In Redruth

Anfang Mai waren wir in Redruth in Cornwall und besuchten dort ein Kino. In der Nähe entdeckte ich zufällig ein Stoffgeschäft. Von außen wirkte es zunächst eher klein und unscheinbar. 

 

 

Im Erdgeschoss standen im Eingangsbereich hauptsächlich Nähmaschinen (Bernina, Janome, Pfaff und Stickmaschinen von Brother) und einige Stoffballen, deshalb dachte ich erst: „Ach, ein nettes, gut sortiertes Lädchen.“

 

 

Doch dann ging es die Treppe hinauf in den ersten Stock. Und wirklich, ich war komplett platt. So viele Stoffe auf einmal habe ich noch nie in einem einzigen Geschäft gesehen! Meter um Meter voller Farben, Muster und wunderschöner Stoffserien.

 

 

Dazu unzählige Precuts: Charm Packs, Mini Charm Packs, Jelly Rolls, Fat Quarter Bundles und noch so vieles mehr.

 

 

Besonders begeistert war ich von den vielen bekannten Designern und Herstellern:
Moda, Tilda, Ruby Star Society, Andover, Lewis & Irene, FreeSpirit Fabrics, Kaffe Fassett, Zen Chic, Speckled … und ständig entdeckte ich neue Lieblingsstoffe.

Ich glaube, ich stand eine ganze Weile einfach nur staunend zwischen den Regalen und wusste gar nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte. 

Natürlich musste ich euch ein paar Bilder mitbringen, damit ihr wenigstens ein kleines bisschen nachvollziehen könnt, warum ich mich dort wie im Stoffhimmel gefühlt habe. Annette im Stoffparadies eben. 

 

Cornwall, ist eben mehr als „nur“ Meer und Küste! Cornwall ist wirklich eine Reise wert. Nicht nur das Meer und die wunderschöne Landschaft machen diesen Ort so besonders. Auch die frische Luft, die entspannte Atmosphäre und vor allem die traumhaften Gärten und Parkanlagen im Mai haben uns begeistert. Kommende Woche folgen weitere Eindrücke unserer schönen Reise.

Ich wünsche euch schöne Pfingsten

Liebe Grüße

 


Fabric Store Adresse:

The Sewing Studio

10 Chapel Street, Redruth, Cornwall, TR15 2DB

Mon-Sat: 9.30am – 5.00pm • Sun: Closed

England

Stoffgeschäfte in Cornwall – Wo? In Truro

Ende April zog es uns zum zweiten Mal nach Cornwall, an die südwestliche Spitze Englands. Nachdem wir die prachtvollen Gärten der Region bereits im September kennengelernt hatten, wollten wir sie nun im Frühjahr erleben, wenn alles in voller Blüte steht und frisches Grün die Landschaft prägt. Natürlich war auch diesmal meine Nähmaschine mit im Gepäck. Und wie könnte es anders sein: Neuer Stoff musste ebenfalls her. Deshalb stattete ich erneut Truro Fabrics einen Besuch ab, einem kleinen, familiengeführten Stoffgeschäft mitten in Truro, direkt neben dem großen Parkhaus und damit wunderbar gelegen.

Im letzten Jahr hatte ich dort zum ersten Mal Liberty Stoffe eingekauft. Das war vielleicht eine Freude, im Urlaub ein schönes Stoffgeschäft zu finden und dort auch noch Streichelstoffe zu entdecken. Die blauen Stoffe sind auch schon in Arbeit, also „durfte“ Nachschub ins Haus einziehen. 😉

Aber ich zeige euch hier zuerst die Bilder vom letzten Jahr, Herbst 2025, die ich bei Truro Fabrics gemacht hatte. Damit ihr seht, wie schön der Laden ist.

 

Hier gibt es nicht nur Patchworkstoffe, sondern auch Bekleidungsstoffe und edle Stoffe für festliche Kleidung, z.B. Abendkleider. Ergänzt wird das umfangreiche Sortiment durch Näh- und Stickgarne, Strickwolle, Knöpfe, Reißverschlüsse sowie Stofffarben zum Färben. Dazu kommen Gardinenstoffe, Wachstuch, Canvas und vieles, vieles mehr.

Im Bezug auf Bekleidungsstoffen sind sie ebenfalls breit gefächert: von Texturen und Mustern, von klassischen kornischen Tartans aus weicher Baumwollpopeline und Köper bis hin zu einzigartigen Jacquard-Denims mit dezenten Leopardenmustern.

Und nun war ich Anfang Mai wieder dort und sah wieder so tolle Patchwork Stoffserien von Andover, Moda, RSS, Speckled, Rifle Paper, Tilda, Kokka, Morris & Co. etc.

 

Ich suchte schwarze und hellgraue Stoffe für einen Quilt, der sich gerade in Arbeit befindet. Dabei wanderten auch noch einige schöne Stoffschätzchen in meinen Einkaufskorb. Aber ich habe mich mächtig zurückgehalten, denn so viele schwarzgemusterte Stoffe habe ich nicht entdeckt. Es war alles in allem ein schöner Besuch im Laden, und ich habe mich sehr gefreut, wieder einmal dort vorbeizuschauen.

Ihr Lieben, macht es euch fein!

Liebe Grüße


Fabric Store Adresse:

Truro Fabrics

Calenick St, Truro TR1 2SF

Öffnungszeiten:

Montag 09:00–17:30
Dienstag 09:00–17:30
Mittwoch 09:00–17:30
Donnerstag 09:00–17:30
Freitag 09:00–17:30
Samstag 09:00–17:30
Sonntag Geschlossen

 

Deutschland

Das kleine Glück verschenken …

Wenn ich ein Museum besuche, muss ich anschließend immer noch in den Museumsshop, dort gibt es viele Kleinigkeiten, die glücklich machen. Wie letztens die schwarze Postkarte, die mit musste.  Auf der steht: „woran denkst du wenn du an das Glück denkst?“

Hmm, gar nicht so einfach, diese Frage zu beantworten. Ein paar Wochen hing die Postkarte am Kühlschrank und dann suchte ich nach Antworten.

 

Eigentlich darf man das Glück gar nicht in den großen Dingen suchen. Kleine Dinge machen mich glücklich, wenn ich z.B. jemand ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann.

 

 

Vor ein paar Tagen waren wir noch zu Besuch in Hamburg, ein bisschen Nordseeluft schnuppern. In der Motel Lobby vom „one“ stehen Gläser mit Bonbons zum Mitnehmen. Türkisfarbene Herzen, davon steckte ich mir einige in die Manteltasche, als wir am letzten Tag um die Häuser zogen. Dann hatte ich die Idee, die Herzen zu verschenken. 

 

 

Wir kauften Tickets für das Museum im Jenisch Park, im Hamburger Stadtteil Othmarschen, nahe der Elbe. Die alte Villa ist wirklich schön ausgestattet und voll mit Geschichten der Vergangenheit. Und, der Park ist einer der bekanntesten Landschaftsgärten in Norddeutschland, also wirklich sehenswert. Im September waren wir in England, dort hatten wir schöne Gärten besucht. Dass wollten wir auch in Hamburg tun.

 

Als wir an der Kasse unsere Tickets in Empfang nahmen, sagte ich zur Frau an der Kasse, dass sie wirklich einen schönen Arbeitsplatz hätte. Sie lächelte, dann legte ich ihr eines der Herz-Bonbons auf den Tisch und sagte: Ich schenke Ihnen ein Herz.  Eine spontane Idee von mir, dann gingen mir 1000 Gedanken durch den Kopf. Vielleicht mag sie es nicht, befürchtet wohlmöglich einen Giftanschlag. Hihi, meine Fantasie, wohlmöglich habe ich zu viele Krimis geschaut.

Wir stapften in den Keller, um die Jacken und Taschen einzuschließen, dann gingen wir an der Kasse vorbei, den dort begann der Rundgang im schönen Jenisch Haus. Und, dann blickte ich der Dame wieder ins Gesicht. Welch Freude ich da sah! Meinem Herzen zu folgen war die richtige Idee gewesen. 

Dass war ein schöner Moment – ja Glück kann man verschenken und sogar teilen. Ich habe etwas gegeben, etwas ganz kleines und damit jemandem einen schönen Moment geschenkt. Es sind die kleinen Dinge die glücklich machen!

Ich verschenkte an diesem Tag, in allen drei Museen ein kleines, süßes Herz und erntete das Lächeln der Frauen, die an der Ticketkasse standen und saßen. Genau das sind die Kleinigkeiten die glücklich machen! Aber, ich muss weiter überlegen, …. „woran denkst du wenn du an das Glück denkst?“

Hab auch Du einen schönen Tag, liebste Grüße an Dich.  ♥


Magst du auch den Jenischpark besuchen? Hier ist die Adresse für Dich: 

Jenischpark – Baron-Voght-Straße 50, 22609 Hamburg

verlinkt mit Andreas Samstagsplausch – 43/2025

Die Autorin des Satzes „woran denkst du wenn du an das Glück denkst?“ ist: Tine Høeg, Buch (dt.): Neue Reisende – Übersetzung: Gerd Weinreich; Verlag: Literaturverlag Droschl; Erscheinung 2020 (Original dän. Nye rejsende 2017).

Japan

Unsere Japan Reise – Teil 1 Tokio

Ihr Lieben, ich hatte versprochen, von unserer Japanreise im letzten Jahr zu erzählen. Es war ein großes Erlebnis, und dieses Versprechen möchte ich nun einlösen. Wir haben viel gesehen und gefühlt unzählige Fotos gemacht. Deshalb habe ich den Reisebericht in drei Teile gegliedert. Teil 1: Tokio, Teil 2: Toba, Toyooka, Teil 3: Kyoto und Osaka.

Und los geht es!….

Am 22. Juli 2024 reisten wir nach Japan. Der Flug dauerte 17 Stunden, nach 15 Stunden hatten wir eine Zwischenlandung in Qatar, dann ging es weiter nach Tokio. Der Aufenthalt im Transitbereich des Hamad International Airport (DOH) war interessant. Noch nie zuvor hatte ich einen Park mit echten Bäumen mitten in einer Flughafenhalle besucht.

 

 

Bei unserer Ankunft betrug die Außentemperatur um Mitternacht 39 °C. Umso angenehmer war es, die Wartezeit in der klimatisierten Garden Lounge von Qatar Airways zu verbringen. Nach dem langen Flug tat es gut, sich etwas zu bewegen. Die Garden Lounge ist sehr luxuriös, was sich auch in den Preisen widerspiegelt: Ein Liter Evian-Mineralwasser kostete 26,00 QAR, umgerechnet etwa 6,10 Euro. Da haben wir ganz schön mit den Augen gerollt. 

 

 

Am Keisei Narita Airport in Tokio angekommen kauften wir uns zuerst Liner Tickets für die Bahn, um bequem zum Hotel zu gelangen. Das Guest House Wagokoro ist ein kleines, familiengeführtes Hotel, im Stadtteil Arakawa-ku. Es liegt nur 8 Gehminuten vom JR-Bahnhof Nippori entfernt. Das Hotel hat kein Restaurant, aber eine Gemeinschaftsküche, in der man selbstgekaufte Nahrungsmittel zu sich nehmen kann. Wir haben einige Male im 7/11 eingekauft und am Abend dort gegessen.

 

 

Ganz in der Nähe des Hotels gibt es eine Bäckerei mit Frühstückslokal, die Higurashi Bäckerei, dorthin sind wir jeden Morgen spaziert. Die Entfernung vom Hotel ist nur ca. 200 m. Es gibt leckeren Kaffee, Tee und köstliche Backwaren, die Comic Figuren ähneln.

 

 

Gleich am ersten Tag hatten wir uns einen Stadtführer gebucht, der uns 6 Stunden zu Fuß durch Tokio führte. Er gab uns viele Tipps, u.a. auch wie man besser mit der Hitze klarkommt. So war unser erstes Ziel ein Supermarkt. Dort kauften wir uns leichte UV-Schirme und kleine, spezielle Frotteetücher, die wir uns um den Hals legten, um den Schweißfluss aufzuhalten. Das Handtuch hat auch den Vorteil den Nackenbereich vor Sonnenbestrahlung zu schützen. Ich war dankbar für diese Tipps. Ende Juli sind die Temperaturen sehr hoch und durch die hohe Luftfeuchtigkeit ist das Klima sehr gewöhnungsbedürftig. Unser Stadtführer Hiroki war ohne Schirm unterwegs, das hat uns sehr gewundert. Ich war sehr glücklich über diese Sonnen-Schutzmaßnahmen.

 

 

Zuerst erkundeten wir Nishinippori, die Altstadt Tokios. In Taito Yanaka besuchten wir das Shitamachi Museum Annex, wo ein traditionelles Sakegeschäft aus der Edo-Zeit zu sehen ist. Oben vom Dach aus hat man einen schönen Blick über den Stadtteil. Dann spazierten wir weiter zum Ueno Park in Taito, in dem es viele, schöne Sehenswürdigkeiten gibt.

 

 

Als wir auf den großen See blickten, entdeckten wir die riesigen Blätter der Lotus Pflanzen. Leider waren die Blüten am Mittag schon wieder geschlossen. Trotzdem war es ein tolles Erlebnis für uns! Ich hatte nicht daran gedacht, dass Lotos Blüten eine solche Größe (15-20 cm) erreichen können. Ein Lotos-Meer mitten in Tokio.

 

 

Dann kehrten wir in ein typisches japanisches Restaurant, das Kamonka Ueno Babboo Garden ein und aßen zu Mittag gegrilltes. Den Tisch hatte unser Reiseführer für uns reserviert. Wir wurden an einen runden Tisch mit Feuerstelle geführt. Wir bestellten Essen nach Hirokis Empfehlungen und der bebilderten Menü-Karte. Alles wurde auf einem Tablett mit kleinen Schälchen gebracht. Reis, Salat, eingelegte Algen, Gemüse und Fleisch. Das Fleisch war roh und wir haben es auf der Feuerstelle, die sich in der Tischmitte befand, gegrillt. Alles schmeckte einfach köstlich. Zum Essen wurde heißer grüner Tee, お茶, ocha gereicht.

 

 

Nach dem Essen ging die Entdeckungstour im Ueno-Park weiter.

Vor dem Betreten des Ueno-Tōshō-gū-Schreins, wie auch vor vielen Tempeln, findet ein symbolisches Reinigungsritual statt, das als Temizuya (auch Misogi) bezeichnet wird. Dabei werden mit einer Schöpfkelle die Hände gereinigt, teilweise auch der Mund ausgespült. Letzteres haben wir ausgelassen, da uns die Nutzung der Kellen dafür zu unhygienisch erschien und wir niemanden beobachteten, der dies tat.

 

 

Oben auf dem Dach der buddhistischen Tempelanlage Kan’ei-ji gab es einen schönen Blick auf einen rundgewachsenen Baum. Klar, musste mein Mann ein Foto dort von mir machen.

 

 

Wir besuchten den prachtvollen Ueno Toshogu-Schrein, der im Jahre 1627 erbaut wurde. Die goldene Fassade aus der Edo-Zeit ist reich mit Schnitzereien und Glattgold verziert.

 

 

Eine sehr schöne Anlage. Anschließend führte uns Hiroki durch eine Straße mit Marktständen in Taitō–Ueno, in der die Händler ihre Waren direkt auf der Straße anboten. Neben Fleischwaren, Fisch und Meeresfrüchten gab es auch Obst, Gemüse, Gewürze, Süßigkeiten, getrocknete Produkte sowie fertig zubereitete Speisen. Die Auswahl war groß und alles wirkte sehr frisch. Hochwertige Lebensmittel haben in Japan einen hohen Stellenwert.

Unsere erste Nacht war unruhig. Die Zeitverschiebung und das Klima machten mir zu schaffen und ich hatte am Tag zuvor nicht genügend getrunken. So dass ich gleich am nächsten Morgen einen Unfall erlitt. Ich stürzte auf dem Weg zum Frühstückslokal über einen Bordstein. Bei dem Sturz brach mein linker Arm, eine Speichenfraktur, wie sich später herausstellte.

 

 

Zurück im Hotel begleitete uns eine Hotelangestellte zu einer orthopädischen Arztpraxis, sie half uns bei der Übersetzung vom englischen ins japanische, damit wir den Unfallhergang genau beschreiben konnten. Der Arzt hatte so viele Fragen. Die Verständigung erfolgte überwiegend mithilfe von Google Translate, was gut funktionierte. Glücklicherweise ist die medizinische Versorgung in Japan sehr gut. Wir sind vielen hilfsbereiten Menschen begegnet. Diese beiden Damen aus dem Hotel überraschten mich am nächsten Morgen mit einem Blumenstrauß, Geburtstagsblumen für mich. Ich habe mich wirklich sehr über diese Überraschung gefreut.

 

 

Für meinen Geburtstag hatten wir bereits von zu Hause aus Karten für das teamLab Planets TOKYO DMM gekauft. Der Onlinekauf war etwas günstiger als der Erwerb an der Tageskasse. Das teamLab Planets ist ein supermodernes Kunstmuseum für digitale Kunst, das 2018 eröffnet wurde.

Zunächst durchliefen wir ein scheinbar unendliches Kristalluniversum, das mit LED-Lichteffekten und Sound arbeitete. Anschließend führte der Weg durch einen Gang mit knöcheltiefem Wasser. Dafür hatten wir zuvor die Schuhe ausgezogen und waren barfuß unterwegs. Der Gang mündete in einen großen Raum, in dem virtuelle Koi-Fische im Wasser schwammen. 

 

Dann ist da noch ein Raum mit frei schwebendem Licht-Kugeln. Man kann an ihnen vorbeilaufen, sich verstecke und wieder finden.  Durch Berührung ändert sich die Farbton. Das hat uns sehr gefallen. 

 

 

Ein anderer Raum war vollständig mit Spiegeln ausgestattet und zeigte echte Orchideen, die scheinbar frei in der Luft schwebten. Die Atmosphäre dort war sehr eindrucksvoll, für einen Moment habe ich sogar den gebrochenen Arm vergessen.

 

Natürlich wollten wir uns auch die berühmte Straßenkreuzung Shibuya Crossing ansehen. Sie liegt im Stadtteil Shibuya, im gleichnamigen Bezirk, direkt vor dem Hachikō-Ausgang des Bahnhofs Shibuya. An dieser Kreuzung treffen fünf Zebrastreifen aufeinander. Wenn die Ampeln gleichzeitig auf Grün schalten, überqueren gefühlt Tausende Menschen aus allen Richtungen gleichzeitig die Straße. Das ist ein beeindruckendes Schauspiel, begleitet von zahlreichen Touristinnen und Touristen, die sich beim Überqueren fotografieren oder filmen. Da wir Lust auf eine Tasse Kaffee hatten, landeten wir zufällig im Gebäude eines Starbucks. Von der oberen Etage aus hat man einen guten Blick auf die Fußgängermassen, die aus unterschiedlichsten Richtungen über die Kreuzung strömen.

 

 

Uns war klar, dass dieser Urlaub viele Touristen-Ziele hat. So waren wir auch auf dem Tokyo-Skytree, denn Männer müssen immer auf den Turm *lach*. Glücklicherweise war die Sicht hervorragend.

 

 

Und, meine Männer hatten Baseballtickets der Tokyo Yakult Swallows gekauft, um im Stadion ein Spiel anzusehen. Ich blieb im Hotel und ruhte mich aus. Am nächsten Tag waren wir im MORI ART Museum (MAM). Das Museum befindet sich im 53. Stock des Mori Towers im Zentrum der Roppongi Hills. Dort gibt es moderne japanische und internationale Kunst zu sehen.

Was ich aber unbedingt in Tokio sehen wollte, war die Tokio Fabric Street. Eine lange Straße, voll mit Stoffgeschäften, um die 100 Geschäfte. Annette im Paradis!

 

 

So vergingen die Tage in Tokio und bald stand die Weiterreise mit dem Zug an. Dazu mehr in „Unsere Japan Reise – Teil 2“, der in den nächsten Tagen erscheint. 

Liebe Grüße


    • Vorbereitung: You Tube: „Lena – Japan Hautnah“
    • Reiseführer in Tokio (Kontaktinfos auf Anfrage)
    • Guest House Wagokoro: Präfektur Tokyo, Tokio, Arakawa-ku, Higashinippori 6-34-9, Tokio
    • Higurashi Bäckerei:  2-6-7 Nishi-Nippon, Arakawa-ku, Tokio (8:00 Uhr – 18:00 Uhr).
    • Ueno-Park Restaurant: Kamonka Ueno Babboo
    • teamLab Planets TOKYO DMM: 6 Chome-1-16 Toyosu, Koto City, Tokyo 135-0061, Tokio
    • Mori Art Museum: in Minato City – Roppongi Hills Mori Tower, Tokio
    • Tokio Fabric Street – https://www.nippori-senigai.com/en/shop_tag/patchwork-en/ 
12 von 12

12 von 12 im August 2024 | Mein Tag in Bildern – Rückflug Japan

Bei Caro aka Draußen nur Kännchen startete Anfang der Woche wieder eine neue Runde 12 von 12, also 12 Bilder, die den Tag beschreiben. Da bin ich gerne wieder dabei!

Los gehts… und ich nehme euch mit auf die Rückreise von Japan nach Deutschland!

Bild 1:  Unser letzter Tag in Japan! Fensterblick: Sonnenaufgang, aus dem REF Vessel-Hotel, 11. Stock, nahe des Kansai International Airport, Osaka. (Temperatur um 5:15 – 25°C).

Bild 2: Vor dem Aufstehen habe ich immer zuerst ein paar Mandeln gegessen. Eine gute Grundlage für die Schmerztabletten und stabilisierend für den Kreislauf. 

Bild 3: Mit der Bahn um 6:18 zwei Stationen zur Flughafeninsel gefahren.

Bild 4: Eingecheckt und Flugzeuge angeschaut. Unser Flieger in Osaka, am Terminal 1.

Bild 5: Im Duty-Free Bereich die letzten Yen aus der Hand geben.

Bild 6: Erstmal Frühstücken! 

Bild 7: Juhu, sie lassen uns mitfliegen und wir haben ein großartiges Upgrade bekommen! Wow, was für ein Luxus! – Zur Erklärung, eigentlich wollten wir einen Tag zuvor schon heimfliegen, doch ich hatte meinen Gips nicht spalten lassen. Also durfte ich nicht mitfliegen, warum? Zu gefährlich, wegen des Unterdrucks während des Fliegens. Also hatte man uns umgebucht auf den 12. August, allerdings ohne Sitzplatzreservierung. 

Bild 8: Japanisches Mittagessen im Flugzeug, hm, total lecker. Zwischendurch gab es immer wieder kleine Häppchen und Gaumenfreuden.

Bild 9: Abendessen im Flugzeug, eine Delikatesse.

Bild 10: Einer der drei Filme, die ich während des 14-stündigen Fluges angeschaut habe. „A Killer Romance“ – leichte Kost, was zum Schmunzeln.

Bild 11: Planmäßige Ankunft in München und anschließend gleich in den nächsten Flieger nach Frankfurt! Abendsonne! 

Bild 12: Nach der Landung die Koffer vom Band eingesammelt und ab auf die Autobahn nach Hause!

 

Trotz meines Unfalls/Armbruchs haben wir drei wunderschöne Wochen mit unserem Sohn in Japan verbracht. Die ganze Reisegeschichte erzähle ich euch gerne demnächst. Momentan tippe ich nur mit einer Hand. Glücklicherweise ist nicht der rechte Arm gebrochen, so kann ich vieles noch bewerkstelligen. Glück im Unglück!

Unsere Reiseroute:

Wir startete in Tokio und unsere Reise führte uns weiter mit dem Shinkansen nach Nagoya, dann mit dem Regionalzug weiter nach Toba. Dort nahmen wir uns einen Leihwagen und unternahmen Ausflüge. Nach ein paar neuen Eindrücken am Pazifik ging die Reise weiter nach Kyoto. Von dort fuhren wir mit dem Zug nach Kinosaki Onsen am japanischen Meer, wo wir in einem traditionellen Hotel, auch Ryokan genannt, wohnten. Unsere letzte Station war Osaka.

So, und nun schaue ich noch bei den Bloggerfreunden vorbei, wie sie den 12. August erlebt haben.

Ganz liebe Grüße und einen schönen Sonntag

 

*** Über liebe Kommentare würde ich mich sehr freuen. 🙂 ***

am Meer

Heimatgefühle

In die Heimat fahren tut gut. Sich den Wind um die Ohren blasen lassen, Familie besuchen, in alte Muster verfallen – neue Momente erleben – Sehnsucht spüren.

Könnte ich nicht die Zeit anhalten und öfter hier sein?

Das kleine Glück im hier und jetzt.

Zufriedenheit durchströmt mich.

So geht es mir jedes Mal, wenn ich in den Norden fahre.

Da bleiben Dinge, mit denen man sich sonst beschäftigt im Hintergrund/Süden.

Die Luft schmeckt salzig, der Blick ist weit.

FAMILIE wird großgeschrieben, die Distanz ist nicht mehr so weit.

Schade, als jüngstes Kind sieht man geliebte Menschen plötzlich mit ganz anderen Augen. Die Zeit kann man nicht aufhalten. Die Falten, das Gemüt und doch – vieles ändert sich nie.

Heimat ist der Ursprung in uns.

Ich bin kein Inselkind, aber das Meer – die Nordsee teilt mit mir das Gefühl der Sehnsucht.

Die Sehnsucht nach zuhause, die Sehnsucht nach der Kernfamilie, das Gefühl des Willkommen seins und Dableiben Dürfens. Nirgendwo ist das Gefühl stärker, intensiver als hier.

Zuhause sein, Ankommen, sich wohlfühlen. Heimat eben.

Ich wünsche Euch schöne Ostertage mit Herzensmenschen.

 


verlinkt mit dem Samstagsplausch

Dies und das

28. Europäisches Patchworktreffen in Sainte-Marie-aux-Mines 2023

Rückblick: Im elsässischen Val d’Argent – Silbertal, findet jährlich das berühmte Carrefour Européen du Patchwork „Patchwork & Art Textiles“ statt. In diesem Jahr war der Termin 14-17 September 2023 perfekt zu unseren Urlaubsplänen gelegen. Sainte Marie aux Mines ist der Hauptstandort, und rundherum gibt es drei weitere Standorte: Sainte-Marie-aux-Mines, Sainte-Croix-aux-Mines, Lièpvre et Rombach-le-Franc. Das Europäische Patchwork-Treffen zählt zu den drei bedeutendsten Veranstaltungen der Textilkunst weltweit. Jedes Jahr präsentiert es eine beeindruckende Vielfalt an textilen Arbeiten: von Patchwork über Stickerei, Mixed Media, Färbetechniken bis hin zu Häkeln und Spitzenkunst. Vier Tage lang kommen hier alle Facetten der Textilkunst zusammen und begeistern die Besucher.

Ich hatte meinen lieben Mann gefragt, ob wir zusammen nach Sainte Marie aux Mines fahren. Dort waren wir beide noch nie gewesen und ich hatte schon so viel Gutes von dem internationalen Patchwork Treffen gehört.

Unsere Reise begann an einem sonnigen Freitagmittag. Mit dem Auto fuhren wir direkt ins charmante Ribeauvillé, wo wir im historischen Hotel Mouton einkehrten, einem Gasthaus aus dem 14. Jahrhundert. Die Region ist nicht nur aufgrund des Patchwork-Treffens beliebt – die malerische Landschaft, die Weinberge und die Architektur ziehen jedes Jahr zahlreiche Besucher an. Wer während des Patchwork-Events eine Unterkunft sucht, sollte frühzeitig buchen, da es um diese Zeit oft schwierig wird, etwas in der Nähe zu finden.

Sainte-Marie-aux-Mines ist nicht nur bekannt für das jährliche Patchwork-Treffen, sondern auch ein Ort mit einer faszinierenden Geschichte. Vor etwa 30 Jahren wurde die Stadt durch ihre Verbindung zu den Amish People wieder bekannter, die im 18. und 19. Jahrhundert in mehreren Wellen nach Pennsylvania auswanderten. Pennsylvania, einer der ersten amerikanischen Staaten, gewährte seit 1681 Religionsfreiheit, was den Amish eine neue Heimat bot. Die erste große Auswanderungswelle fand zwischen 1730 und 1760 statt, bei der etwa 500 Amish aus der Region in die Neue Welt aufbrachen. Im 19. Jahrhundert folgten weitere 3000, darunter viele aus dem Elsass, der Schweiz und der Pfalz. Das heutige Patchwork-Treffen in Sainte-Marie-aux-Mines ist tief in dieser Geschichte verwurzelt und verbindet Tradition und Textilkunst auf einzigartige Weise.

Unsere erste Station war Ausstellung #7 in Sainte-Marie, wo wir auf die amerikanische Quilt-Sammlerin Jane Lury trafen. Seit Jahrzehnten sammelt sie historische Quilts in den USA und war so freundlich, einige ihrer Schätze zu präsentieren. Besonders beeindruckend war ihre Leidenschaft für die Geschichten hinter den Quilts. Ihr deutsch war fließend, und sie erzählte uns mit viel Hingabe von den historischen Stücken. Es war ein besonderer Moment, mit ihr und ihren niederländischen Freunden über die Kunst des Patchworks zu plaudern.

Hier ein paar Quilts von Jane, aus ihrem reichhaltigen Fundus.

Die unteren beiden Quilts sind sehr bemerkenswert, da sie aus Stoffen des täglichen Lebens genäht wurden. Tischwäsche, Kleiderstoffe etc.

Nach dem Zusammennähen wurden diese Quilts aufwändig mit der Hand bestickt!

Wie detailreich das aussah, seht ihr hier.

Jane zeigte uns einen Quilt, der von einem 14 jährigen Mädchen per Hand genäht worden war. Der Quilt entstand um 1854. Wir rätselten gemeinsam, offensichtlich kam das Mädchen aus gutem Hause, da die Quiltstoffe eine hohe Qualität aufwiesen.

Jude hatte einen Flohmarkt-Korb, mit antiken Quiltblocks. Fast wäre ich schwach geworden und hätte dieses Tuch mitgenommen. Aber ich konnte mich noch gerade beherrschen smile.

Weiter ging es zum Hauptplatz, in Saint Marie, dort wo all die Verkaufsstände waren. Mitten auf dem Platz eine Kutsche der Amish People.

In der Halle zogen mich gleich die modernen Quilts an, wie z.B. dieser wunderschöne Quilt in  Blau und Rot. Er ist handgefärbt und heißt: SAQA von Lynne Seamann (Seeking Simplicity: Threats 3 – 2022). – Sehr faszinierend, wie minimalistisch die Linien gequiltet sind!

Ganz in der Nähe ging der PULSE Quilt – SAGA von Adelheid Risi (2022). Die Stoffe zu diesem Quilt hatte sie per Ecoprint erstellt. Die Künstlerin hat die Quadratform ausgewählt, da jedes Quadrat ein eigenes Bild darstellt, was sie selbst bedruckt hatte. Kategorie: Minimalism.

Dann kamen wir an dem Quarter Turn Medaillon – SAQA Quilt von Natalie Skinner vorbei, der gefällt mir auch sehr. Modern und Minimalistisch, einfach wunderschön.

Dann wurde ich von den farbenfrohen Quilts von Lynette Muhaso magisch angezogen und sie war so happy, als ich sie fragte ob ich sie mit ihrem Lieblingsquilt fotografieren dürfte.

Ihre Quilts strahlen so eine Lebendigkeit aus, dass faszinierte mich sehr. Und die Einfachheit des Quiltings kommt einfach gut zur Geltung – minimalistisch und gut!

Weiter vorne waren die ausdrucksvollen Quilts von Lauren Austin, hier: „Paid For Pain“. Lauren Austin, eine afroamerikanische Künstlerin mit über drei Jahrzehnten Erfahrung in der Kunst des Quiltens, kombiniert verschiedene Techniken wie Holzschnitt, lithografische Drucke, Stofffärbung und Malerei, um eindrucksvolle Porträts zu schaffen. Diese Werke spiegeln das Leben und die Arbeit von Afroamerikanern wider und vereinen auf einzigartige Weise handwerkliches Können mit tiefgründiger kultureller Aussagekraft.

Beverly Smiths Quiltserie „Last Seen Wearing“ ehrt ihre Ahnen, indem sie deren Namen in den Mittelpunkt stellt. Inspiriert wurde das Werk von über 900 Suchanzeigen, die Afroamerikaner während des amerikanischen Bürgerkriegs in den 1860er Jahren in Zeitungen veröffentlichten. 

Diese Quilts erzählen die schmerzhafte Geschichte der Familien, die auseinandergerissen wurden, als Sklaven in Auktionshäusern an die Höchstbietenden verkauft wurden. Für ihre Quilts verwendete Beverly alte Mehlsäcke aus den 1930er Jahren. In den Südstaaten trugen Familien während der großen Wirtschaftskrise der 1930er Jahre Kleidung, die ebenfalls aus diesen Mehlsäcken gefertigt war. Was für eine grausame Zeit!

Von der Patchwork Gilde Deutschland wurde der schöne Quilt „SWING“ (2023) von Monika Flake ausgestellt. Er hatte es auf die Gilde Zeitschrift geschafft.

Auch dieses Werk ist von der Patchwork Gilde Deutschland: „ONENESS“ von Ursula Bierbaumer-Bohle, Kategorie: Tradition bis Moderne XIII.

Garden of Peace, Love, Hope and Joy Patchwork Gilde Deutschland, leider habe ich mir nicht den Namen der Künstlerin/des Künstlers gemerkt.

Im Detail: 

Das war nur ein kleiner Ausschnitt aus einer großen Menge von geballter Kunst. Gerne hätte ich euch all meine Bilder gezeigt, doch dass würde hier den Rahmen sprengen. 😉

Danke, dass ihr bis dahin hierher durchgehalten habt!

Im September 2024 fahren wir wieder ins Elsass zur Ausstellung, ich bin so gespannt. Vielleicht laufen wir uns dort über den Weg? Ich würde mich sehr freuen.

Liebe Grüße

 


 

28ème Carrefour Européen du Patchwork      14.-17. September 2023
29ème Carrefour Européen du Patchwork      12.-15. September 2024

Preise: 2023

  • 1-Tages-Pass : 16.00 € pro Person (2024: 16€)
  • 2 -TageS Pass : 28.00 € pro Person (2024: Ø)
  • 4-Tages-Pass : 45.00 € pro Person (2024: 40€)
12 von 12

Ein schöner Ausflug – Vergnügungspark Hassloch – 12 von 12 im August

In Baden-Württemberg sind Sommerferien und wir haben einen schönen Ausflug in den Freizeit- und Vergnügungspark Holiday Park in der Pfalz gemacht.

Von uns aus ist es nur eine kurze Wegstrecke über die Autobahn in Richtung Speyer. Schon von weitem konnte man den hohen Fallturm sehen. Wir kamen kurz nach der Öffnung an und es war noch ganz leer.

Die Fahrt war so schön, der grenzenlose blaue Himmel sah auf der Autobahn schon fantastisch aus. So dass die Alpenkulisse im Park richtig echt aussah, als ob die Bildtafel direkt in den Himmel übergeht. Was für ein geniales Wetter.

Die Eintrittskarten hatten wir vorab online gekauft und oh Wunder, mein Mann hatte eine Vergünstigung entdeckt, die richtig krass war. (Einen Rabatthinweis findet ihr ganz unten im Text.) Wir haben uns alle so sehr darauf gefreut, weil es dort alles andere als preisgünstig ist. Schon die Tageskarte für den Parkplatz kostet 10 Euro, uff! Und, auf dem Parkplatz wunderten wir uns sehr, dass so viele Familien ihr Picknick mitgebracht hatten. Kluge Menschen!

Sehr einladend sieht das Tor am Eingang aus. Ich mag ja solche Lichtbögen mit Buntglasfenstern total gerne. Dann ging es auf ins Abenteuerland.

Natürlich wollten die Jungs zuerst in die Expedition GeForce Achterbahn. Das ist eine der größten Achterbahnen in Europa. Allein beim Anblick lief mir ein Schauer über den Rücken.

Dort ist die höchste Stelle 53 Meter und die Höchstgeschwindigkeit beträgt 120 km/h. Dass ist nichts für schwache Nerven *lach*. Früher hatte ich an solchen Fahrgeschäften auch meinen Spaß, mittlerweile schaue ich mir das gerne von unten an.

Dann trennten sich unsere Wege, die Jungs waren zu zweit unterwegs, wir Alten auch *lach*. Aber lange dauerte es nicht bis sie wieder da waren.  Als nächstes war der Lighthouse Tower an der Reihe. Das ist ein Turm der ca. 80 m hoch ist und ein Karussell hat, dass sich dreht (70km/h). Ich hatte Mühe mit dem Fotografieren, denn das Ding drehte sich einfach zu schnell und war auch viel zu hoch, um Details erkennen zu können. Das nächste Mal werde ich mitfahren, anstatt die schönen Momente fotografisch festzuhalten. 😉

Weiter ging es zur nächsten Station. Die Männer stellten sich in die Schlange vor dem Sky Fly Höhenflüge an. Das coole sind die Überschläge, die man mit den Flugmaschinen machen kann. Und, natürlich hat man einen schöne Blick über den Park, habe ich mir sagen lassen. Dort habe ich auch nur von unten mitgeschaut. 😉 Das einzige Gefährt, was ich bestiegen habe, war der Wellenflug, das ist ein Kettenkarussell. Das kenne ich schon aus dem Europapark Rust. Das macht Spaß und mir wird nicht schlecht *lach*.

Wir haben uns total gewundert, dass der Park am Vormittag noch sooo leer war. Vielleicht lag es am ersten Sonnentag nach der Regenzeit, oder einfach an Menschen, die gemütlich in den Tag starten. Am Nachmittag sah es dort ganz anders aus und wir waren froh, dass wir schon so früh dort gestartet sind.

Es gibt sehr viele Kaufstände im Park, für alles Mögliche, was Kinder haben wollen. Von den Preisen will ich gar nicht sprechen… Obwohl, hier kosten 3 Enten zum Abwerfen 6 Euro.

Zum Mittagessen hatten wir uns Döner Boxen gegönnt und ein Softgetränk. Leider hatte ich später eine Magenverstimmung (nur ich) und besuchte danach mehrere Toiletten häufiger. Aber als wir wieder zuhause waren, ging es mir besser. Vielleicht hätte ich die Mayonnaise weglassen sollen? Nachher ist man immer schlauer, aber das Essen war lecker.

Direkt hinter den Restaurants stehen mannshohe Figuren, wie z.B. diese Ameise. Habt ihr früher auch Biene Maja geschaut?  Hach, ist das schon lange her. Ich fand die Ameisen immer total unterhaltsam…. hier Archibald, der Erfinder.

Zwischendrin entdeckte ich ein schön bemaltes Fass. Ansonsten war alles sehr auf die Kinderserien Biene Maja und Co. abgestimmt. Etwas Kreatives habe ich sonst nicht entdeckt.

Im Großen und Ganzen war es ein schöner Tag im Freizeitpark. Glücklicherweise hatten wir uns Getränke mitgebracht, so sind wir den teuren Preisen entkommen.

Hier ein paar Details:
48,50€ Normalpreis, 33,95€ mit Groupon Gutschein ( Gültig bis Ende September 23). Das günstigste Eis am Stiel: 2,99 EUR. Ein Softeis gibt es für 5 Euro, eine kleine Flasche Mineralwasser (0,5 l) kostet 4 Euro.
Ein toller Tag mit der Familie – ist unbezahlbar. Wir hatten jede Menge Spaß zusammen und einen aufregenden Tag.

Ihr Lieben, ich wünsche euch einen schönen August!

Liebe Grüße

 


Die anderen Beiträge von 12 von 12 sind bei Caro hier zu finden und auch verlinkt mit  Andreas Samstagsplausch.