Meine Gastautoren

Andrea Karminrot zu Gast bei Augensterns Welt

Andrea Karminrot, stellt sich vor

Upps. Du bist nicht auf der falschen Seite! Nein, ich bin heute auf dem Blog von Annette zu Lesen. Sie hat mich eingeladen, über meine Ufo’s zu erzählen. Aber der eine oder andere kennt mich vielleicht gar nicht. Dann fange ich doch mit mir selber an, bevor ich dich mit den Liegenbleibern langweile ?

Andrea Karminrot im Gardengate Sweater

Ich bin vor einem halben Jahrhundert in der ummauerten Stadt Berlin geboren. Damals war die Stadt noch sehr überschaubar. Nacheinander wurde ich in drei Bezirken groß. Damals lernte ich mit sieben Jahren, das Häkeln und Stricken von meiner Mama. Sie hatte eine zu komplizierte Art zu erklären und ich schnell keine Lust mehr, meine angefangen Projekte zu vollenden. Du siehst, schon damals hatte ich Tendenzen wegzulegen.

Doch Aufgeben ist nicht unbedingt meine Natur. Ich verbeiße mich oft in Dinge, die ich unbedingt wissen möchte. So schnappte ich mir mit 10 erneut die Nadeln und fing an, mir aus dem Gedächtnis das Häkeln und Stricken noch einmal beizubringen. In der Bücherei gab es dazu ja genug Bücher. Und siehe da, es klappte viel besser. Schal und Barbiepuppenkleidchen waren schnell fertig. Wollläden kannte ich noch keine, so besorgte ich mir die Wolle aus dem Kaufhaus.

In der Oberschule traf ich dann Mädchen, die wesentlich besser Stricken konnten als ich. Und was mir noch auffiel, die strickten ganz anders als ich. Inzwischen weiß ich, es gibt viele Wege nach Rom. Ich nutzte die Gelegenheit und bildete mich fort. Es entstand eines meiner ersten Kunstwerke. Ein Pullover für meinen Vater in Größe 60 aus einem Schurwollgarn. Ein Muster mit Oldtimern schmückte die Passe. Der Vater trug diesen Pullover nur nie, weil ich ihn nie hergab. In den 1980er war es schick, übergroße Kleidung zu tragen.

Ich sammelte ab diesem Moment Strickzeitschriften. Carina oder später Verena hießen meine Favoriten. Stapelweise lagen die in meinem Regal. Wenn ich ein Model fand, das mir besonders zusagte, ging die Jagd nach der richtigen Wolle los. In meinem Lieblingswollladen am Savignyplatz bekam ich immer was ich suchte. Ich strickte einen Pulli nach dem anderen. Auch verrückte Modelle aus abgefahrenen Materialien waren dabei. Aber was ich nie machte, ein neues Projekt beginnen, wenn ich noch eines auf den Nadeln hatte. (übrigens ganz grausige Rundstricknadeln, damals!)

Und dann ging es los

Meine Strickkarriere wurde jäh unterbrochen, als die Monster auf die Welt kamen. Ein paar kleine, schnell genadelte Pullover entstanden. Aber zu mehr hatte ich einfach keine Zeit. Und dann kam das Internet, Facebook und YouTube. Über Facebook lernte ich fremde Strickerinnen kennen und traf mich mit denen beim Möbelschweden zum gemeinsamen Stricken. Mir wurde klar, ich hatte die falschen Nadeln (keine aus Holz), hatte keinen Plan, was man alles stricken konnte und noch nie vom bloggen gehört. Aber das änderte sich ziemlich schnell.

Etwas zaghaft, begann ich 2012 zu bloggen und mich an neue Strickstücke zu wagen. Die neuen Strickfreundinnen nahmen mich auf das Wollfest nach Leipzig mit. Ich fand den Zugang zu Ravelry, einem Strick- und Häkelportal. Meine Wollvorräte (die ich vorher nie hatte) nahmen entsprechend zu. Ich kaufte mir viele neue Nadeln, eine Nadeltasche, Nadelkoffer, Maschenmarkierer (was ich nie vorher gebraucht habe, denn ein Fädchen tat denselben Dienst). Ich hörte immer wieder, „mache eine Maschenprobe!“ Niemals hatte ich so etwas vorher gemacht, obwohl meine Pullover immer perfekt gepasst haben. Ich lies mich von schicken Mustern verführen und versuchte immer wieder komplizierte Muster zu knacken. Ich war gefangen, süchtig!

Diese Sucht nach neuen Stricksachen kann ich einfach nicht bekämpfen und das Internet macht es nicht einfach. Kennt jemand die anonymen Stricker? Solltest du wissen, wo die sich treffen, dann schreibe mir bitte. Der Vorsatz, nicht mehr so viel anzufangen, hat sich schon nach wenigen Minuten wieder in Luft aufgelöst, sobald ich einen Blick auf Gestricksel bei Instagram und co werfe. „Das Garn, das ich in der (Vorrat-) Kiste habe, könnte doch perfekt passen!“. „So einen Pullover wollte ich immer schon stricken, was für eine Herausforderung“…

Niemals ohne

Und so liegen zurzeit auf meinem Sofa mehrere größere und kleinere Strickereien und warten auf ihre Vollendung. Damit ich wenigstens ein bisschen den Überblick behalte, habe ich eine Seite in meinem Bullet Journal, wo ich das Angefangene und Gewünschte aufschreibe. Niemals mehr standen da weniger als 4 Projekte. Und ehrlich? Ich will auch nicht mehr weniger Projekte gleichzeitig stricken. Denn immer ist etwas dabei, das mich grübeln lässt, was man mitnehmen kann, etwas das man nebenbei stricken kann, etwas Großes und ganz Winziges.

Wenn du wissen willst, was ich gerade auf den Nadeln habe, dann musst du allerdings zu mir auf den Karminroten Blog wechseln. Da stelle ich heute meine angefangenen Werke vor.


verlinkt mit der Linkparty: Let’s finish old stuff ! und dem Freutag!!

Dies und das

Herz Bettlaken zur Hochzeit – DIY

Immer wieder ein schönes Geschenk – das Bettlaken Glückwunsch Herz zum Aufhängen. Viele drücken ja dem Jubelpaar eine Schere in die Hand und dann wird von beiden Seiten das so schön gemalte Herz ausgeschnitten. Dann muss das Paar durch die Herzöffnung steigen. Aber ist das nicht viel zu schade? Ich finde JA. 🙂

[spacer height=“20px“]

[spacer height=“20px“]

Geschenke zur Hochzeit kommen von Herzen, was ist da naheliegender, als ein großes Herz mit ganz viel Liebe zu verschenken. Damit man lange etwas davon hat, wird es einfach so wie es ist aufgehängt. Und, heute zeige ich euch mein selbst gemachtes Herz Bettlaken, dass ich letzte Woche zur Silberhochzeit meiner Schwägerin gewerkelt habe.

Anleitung:

Ihr braucht ein Bettlaken, die gibt es in verschiedenen Größen. Meins hat die Größe von 180 x 200 cm. Fragt bei Oma, Opa, Onkel und Tante nach, denn oft liegen diese gestärkten Bettlaken von früher noch im Wäscheschrank und werden gar nicht mehr benutzt. Deshalb macht was Schönes daraus, dann wird die Freude groß.

Material:

Ihr braucht gar nicht so viel.

  • 1x Bettlaken
  • 250 ml Rote und 75 ml silberne Acrylfarbe aus dem Baumarkt
  • Pinsel mit ca. 5 cm Breite und eine Untertasse als Farbteller
  • Textilstifte von edding in Schwarz und Silber aus dem Bastelladen
  • Silberstift von uni POSCA – PC 8K – 8.0 mm
  • Bleistift, Radiergummi
  • Kreppband
  • eine alte Wachstuchtischdecke als Unterlage
  • Ösen 8 mm, Ösen Werkzeug und Hammer

[spacer height=“20px“]

Zum Anzeichnen der Herzform das Bettlaken an den kurzen Seiten zusammenlegen. In der Mitte entsteht eine Falte, die über die ganze Breite geht. Das ist der Bruch, bitte glatt streichen, damit ihr die Falte als Mittellinie nutzen könnt.

[spacer height=“20px“]

[spacer height=“20px“]

Nun zeichnet an der Bruchkante eine Herzhälfte auf. Das geht am besten mit einem Bleistift.

Vorher ist es hilfreich mit dem Bleistift Markierungen zu machen, wo das Herz beginnen und auch enden soll. Wenn ihr, ich es gemacht habe, oben noch einen Text auf Lettern möchtet, lasst genügend Platz dafür. Falls ihr die Form korrigieren müsst, das geht ganz leicht mit einem weißen Radiergummi.

Damit die zweite Seite des Herzens genauso schön und deckungsgleich wird, steckt nun die zuvor gemalte Herzlinie mit Stecknadeln ab (bei doppelter Stofflage, wie zuvor). Dann dreht das so gefaltete Bettlaken um und verbindet die Nadeleinstiche mit dem Bleistift. Jetzt alle Nadeln entfernen und fertig ist die Herzform. Legt nun einen Tischschutz auf. Dafür eignen sich gut alte Wachstuch Tischdecken, die für den Tisch unschön geworden sind oder vielleicht habt ihr noch Malerfolie Zuhause?

[spacer height=“20px“]

[spacer height=“20px“]

Mit der roten Acrylfarbe wird nun das Herz angemalt. Zuerst das Mittelfeld und dann die Ränder. Wobei ich bei den Rändern zuerst noch einen Rand von ca. 1cm freigelassen habe, um nicht versehentlich über die Linie zu malen.

[spacer height=“20px“]

[spacer height=“20px“]

Ist das Herz mit Farbe ausgefüllt (eine Schicht ist ausreichend), wenden wir uns dem Rand zu. Mit der flachen Pinselspitze fährt man nun langsam über die Außenkante der Herzform. Falls man ein bisschen darüber hinaus malt, … das ist gar nicht schlimm. Später, wenn man 2-3 m von Bettlaken Geschenk entfernt steht, achtet niemand darauf. 😉 Einfach die Linie korrigieren und anpassen, meist ist das Auge schon streng genug. Nun die Farbe über Nacht trocknen lassen.

[spacer height=“20px“]

In der Zwischenzeit am Drucker die Zahlen drucken. Dafür habe ich einfach in Power Point eine Seite geöffnet und je eine Zahl mit der Schriftgröße: 900 ausgedruckt. Dann die Zahlen mit der Papierschere ausschneiden (an den Rundungen habe ich eine Nagelschere verwendet). Und diese „Schablonen mittig auf das Herz gelegt.

[spacer height=“20px“]

[spacer height=“20px“]

Jetzt wenig silberfarbene Farbe auf den Tassenteller geben und die Zahlen vorsichtig auspinseln. Da die Silber Acrylfarbe nicht so kräftig ist, trägt man die in zwei Schichten auf.

[spacer height=“20px“]

[spacer height=“20px“]

Da das Papier recht dünn ist, hat sich von der Farbe etwas unter die Schablone gezogen. Das wird anschließend einfach korrigiert. Ich finde, die Zahlen sehen richtig prächtig auf dem Rot aus.

[spacer height=“20px“]

[spacer height=“20px“]

Um noch die Vornamen des Hochzeitspaares zu nennen, habe ich Kreppband als Hilfe aufgeklebt. So weiß man genau, wo die Buchstaben enden müssen. Die Anfangsbuchstaben sind etwa 7 cm hoch, nur so als Anhaltspunkt.

[spacer height=“20px“]

[spacer height=“20px“]

Die Namen haben ich nicht mit der silbernen Acrylfarbe aufgemalt, weil der Pinzel dafür nicht fein genug war. Ehrlich gesagt war mir das mit dem Pinsel auch zu mühsam. Stattdessen habe ich einen POSCA Silberstift verwendet. Das hat super funktioniert. Nach 2-3x übermalen der Buchstaben, war kein optischer Unterschied zwischen den beiden Silberfarben. Sowas macht einfach Freude!

[spacer height=“20px“]

[spacer height=“20px“]

In einem Handlettering Buch fand ich den Schriftzug „Herzlichen Glückwunsch“, den ich über das Herz malte. Dafür eignen sich die edding Textilstifte sehr gut, weil sie nicht „auslaufen“. Zum Anzeichnen wieder mit einem Bleistift den Bereich markieren und dann einfach drauf los Lettern.  Meine Schrift ist auch nicht perfekt gemalt, aber sie kommt von Herzen und das ist doch das wichtigste.

Jetzt nur noch die Ösen ringsherum einschlagen – das wars auch schon! Fertig!!

[spacer height=“20px“]

[spacer height=“20px“]

Damit will ich dann auch zum Ende kommen!

Wie ihr seht, gibt es auf dem Laken viel Platz für Unterschriften, alle können unterschreiben. 🙂

[spacer height=“20px“]

[spacer height=“20px“]

Ich wünsche euch eine schöne sommerliche Woche.

Liebe Grüße aus Heidelberg

Annette

 


verlinkt: creadienstag, HoT, Dings vom Dienstag, SommerlinkpartyFroh und Kreativ, Creative Lovers 2020

Bee Blocks

Bee.4.Bees #1 DOUBLE STAR Block – Juni 2020

Ihr Lieben, heute zeige ich euch die zwei Double Star Blöcke, die ich für unsere erste Königin im Bienenstock der Bee.4.Bees genäht habe. Elke aka @felike_rb3 hatte uns fleißigen Bienchen im Juni eine detaillierte Anleitung geschrieben, wie der Block genäht wird. Im Prinzip ist es das Pattern des „DOUBLE STAR“ Patterns von Blossomheartquilts, nur Elke hatte andere Farbwünsche, die wir ihr gerne erfüllten.

 

 

Als Farbpalette wählte sie: Petrol, helles Türkis, Weiß und Hellgelb für diesen schönen Block aus. Hier seht ihr meine Stoffauswahl aus dem Stoffschrank, die ich dafür in Erwägung zog. Die klein gemusterten Stoffe hatte ich mal vor Jahren auf der Nadelwelt in Karlsruhe als Fat Quarter gekauft. Die beiden grauen Texturstoffe von B. Heitland gehören zu meinen Lieblingsstoffen, die passen eigentlich zu allem. Eigentlich hatte ich geplant den anthrazitfarbenen Texturstoff zu vernähen, weil der Kontrast damit besser herauskam, das bewies jedenfalls der schwarz-weiß Fototest. Doch dann entschied ich mich kurzerhand für den hellgrauen Texturstoff. Der wirkte mit den anderen Stoffen nicht so hart. War das ein Fehler?

 

 

Das helle Gelb fehlt auf dem Foto. Da hatte ich einen Jellyroll Streifen in blass Gelb aus der Patchworktrickkiste gezogen, nur war ich mir nicht sicher, ob er breit genug war. Das und viele andere Themen diskutieren wir in der Bee.4.Bees Whats App Gruppe und ein paar Tage später traf ich Oggi von @ogginelle in Heidelberg. Wir klapperten die Stoffgeschäfte nach einem passenden, petrolfarbenen Stoff für sie ab. Und ich war so überrascht, als sie mir eine kleine Tüte im Nähzentrum überreichte. Davon erzählte ich euch ja schon letztens. In dem Projektmäppchen war auch noch ein Stück hellgelber Stoff. Total lieb verpackt. 🙂 Das Bild musste ich hier einfach noch einmal zeigen. Die Bee-Nähgruppe hat mir schon so viel Freude gemacht. Ich habe es wirklich gut getroffen mit den fleißigen, netten Bienchen,

 

 

Zurück zum Nähen … die Anleitung für den DOUBLE STAR war leicht nachzuarbeiten und es hat mir richtig Spaß gemacht über die Quadrate zu nähen. So hatte ich das vorher noch nie gemacht *grins*.

 

 

Mein kleines Bügelbrett legte ich mir links neben die Nähmaschine. So musste ich nicht jedes Mal aufstehen, um die Nähte auszubügeln.

 

 

Damit konnte ich mir viel Lauferei ersparen. Lieber einmal zu viel gebügelt, als dass nachher alles krumm und schief ist. Und, JA, ich bin pingelig *lach*.

Das Zusammenlegen der einzelnen Teile erinnerte mich wieder an puzzeln und als ich alle Teile da so liegen sah, freute ich mich sehr für Elke. Ihr Juni-Queen Quilt wird wunderschön mit dieser Farbauswahl und all den verschiedenen Double Star Blöcken. Das sage ich auch, weil ich all die schönen Bee-Blöcke der anderen Bienchen auf Instagram, in unserer Gruppe gesehen habe. Schaut doch auch mal bei uns vorbei, bei den @bee.4.bees.

 

 

Durch meine Nähflaute Anfang Juni (ich war viel im Garten) und dem spontanen Besuch meiner Cousine, über den ich mich wirklich sehr gefreut habe, hatte sich meine Zeitplanung etwas nach hinten verschoben. Aber es hatte dann doch noch alles gut beim Nähen und Verschicken geklappt. Der Brief brauchte nur einen Tag und schon hatte Elke ihn entgegengenommen.

 

 

Hier sind nun meine beide Blöcke, die ich Elke gesendet habe. Zusätzlich legte ich noch einen dritten, zugeschnittenen Block hinzu. Es ist ja immer nett, wenn man wiederkehrende Stoffmuster in einem Quilt vernähen kann. Das ist zumindest meine Meinung. Nun sind wir alle sehr gespannt, wie es mit Elkes Double Star Quilt weitergeht. Im Juli ist Sylvia @annswabi die Bee-Königin und sie hat sich einen „Positive Star“ ausgesucht. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

Ihr Lieben, schön das ihr wieder zum Lesen vorbeigekommen seid. Momentan bin ich ja eher weniger am Bloggen. Da gibt es ja noch so viele andere Sachen, die mich gerade beschäftigen. Die liebe Andrea Kaminrot ist im Juli Gastautorin hier und sie schreibt über ihre UFOs. Und am nächsten Wochenende findet wieder der Machwerk Taschennähkurs bei Frau Nahtlust in Heidelberg statt. Ich bin sehr gespannt, wer alles wieder mit dabei sein wird. Also dann macht es gut! Demnächst erzähle ich euch wieder mehr aus meiner bunten Welt.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Annette

 

 


verlinkt bei den Linkpartys: Samstagsplausch, Patchwork und Quilten, Nähzeit am Wochenende, Froh und Kreativ, Creative Lovers 2020, Quarantäne Quilting

Kooperation

‚Holding hands‘ – Hände für den Frieden

Januar 2026: Es gibt eine neue Spendenaktion bei JoeJuneandMae! Der gesamte Erlös (aus allen Handmustern)  geht an www.immigrantjustice.org !!!

Blogbeitrag Juni 2020:

Wie ich euch schon letzte Woche erzählte, durfte ich bei Ingrid von JoeJuneandMae Patchwork Muster der BLM support Serie ‘Holding hands’ testen. Ingrid hat drei verschiedene Muster entworfen, die für EINHEIT, LIEBE und SCHUTZ stehen. Genauer gesagt, handelt es sich bei den Schnittmustern um Anleitungen der Foundation Paper Piecing Methode. Wer sich damit nicht auskennt, Paper Piecing bedeutet: *Nähen auf Papier*. Ingrid hat dazu auch ein Tutorial geschrieben. Beim Zusammensetzen der einzelnen, fertiggenähten Teile beim Paper Piecing denke ich oft an Puzzleteile, die ihren Platz finden müssen, das macht das Ganze so spannend.

 

 

Das erste Nähmuster, mit dem ich begonnen hatte, heißt: ‘I love you’ hand sign. Von der Farbstimmung sollte es ein eindeutiges Zusammenspiel von hellen und dunklen Stofffarben ergeben, mit einem roten Herz in der Mitte. Es war unkompliziert zu nähen. Besonders schön finde ich die Herz-Region im Zentrum, aber auch die einzelnen Finger bringt sie gut zur Geltung. Der Block hat eine Größe von 10‘‘ x 10‘‘ und eignet sich perfekt als Motiv für ein Sofakissen. Ich bin noch auf der Suche nach passenden Kissenstoffen, damit ich neue Kissen für die Lieblingscouch zaubern kann. Oder, vielleicht verschenke ich sie zum Geburtstag? Mal sehen.

Dann kam der zweite Block, mit dem Namen: ‚Holding hands‘ quilt block an die Reihe. Dieser Block ist anspruchsvoller zu nähen, da er aus mehr Teilen (20) besteht als das ‚I love you‘ hand sign Pattern (12). Bei diesem Block habe bewusst auf ruhige und kleine Muster verzichtet. Es sollte BUNT sein – wie die Welt, und fröhlich mit warmen Farben. Ich war inspiriert durch die musterreichen Kleider afrikanischer Frauen und begab mich auf eine bunte Reise.

Stoffe sind ein gutes Beispiel für die Vielfältigkeit, die in der Welt herrscht.

Bunte Farben – Multi Kulti – That’s it!!

 

 

Holding hands… aber was sagt dieses Muster aus? Wir stehen in Freundschaft zusammen. Wir helfen einander und respektieren uns, egal welche Hautfarbe wir haben oder woher wir kommen. – Wollen wir nicht alle in Frieden leben und freundschaftlich miteinander umgehen? Ich finde, das ist erstrebenswert! Lasst es uns wenigstens versuchen und damit es gut klappt, hier das dritte Pattern…

HAMSA, ist der Name und die Hand der Fatima, die als schützendes Auge das Böse abwehrt und ist in allen Religionen präsent. Es wird oft als Talisman getragen, um vor Schaden gegen böse Mächte zu schützen. Die Form gleicht einer Palme, die auch als Friedenssymbol gilt. Hamsa ist ein Glücksbringer, der zugleich Glück, Gesundheit und Frieden bringt. Diesen Block wollte ich unbedingt mit farbenfrohen, freundlichen Stoffen nähen. Der türkisfarbene Hintergrund zeigt den Himmel und vor ihm steht das alles beschützende Auge.

Schon ist die bunte Reise zu Ende.

 

 

Ich möchte mich an dieser Stelle bei Ingrid für das Probenähen bedanken. Es hat mir große Freude bereitet, diese drei BLM #blacklivesmatter Support-Pattern auszutesten. Und auch DANKESCHÖN sagen, für das Interesse meiner Leser an diesem Beitrag. Schön, dass ihr hier seid und euch dafür interessiert was ich schreiben und tue.

 

Jeder kann etwas Gutes Tun und Zeichen setzen!!

Schaut nicht weg, wenn etwas Ungerechtes passiert.

Wir sind eine Welt - wir halten die Hände!!

 

Ingrid spendet im Juni 2020 den gesamten Erlös aus dem Verkauf dieser drei Schnittmuster an die Nationale Vereinigung zur Förderung farbiger Menschen, NAACP die 1909 gegründete wurde. Die NAACP ist die erste und größte Bürgerrechtsorganisation der USA. Darüber hat Ingrid auch in ihrem Blogpost: „Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und machen Sie eine Pause, um zuzuhören …“ geschrieben. Hüpft rüber zu ihr und lest den Blogbeitrag.

Ihr Lieben, macht es gut und bleibt gesund!!

Herzliche Grüße

Annette

 


Material, Nähzutaten und Verlinkungen:

[Werbung*] Die Schnittmuster “Holding hands” wurde mir von Joe June and Mae – Ingrid Alteneder kostenlos für das Probenähen zur Verfügung gestellt. In diesem Post sind Werbelinks von Joe June and Mae – Ingrid Alteneder enthalten. Außerdem sind im Text verwendete Stoffe angegeben und Hersteller genannt. Dies ist in meinen Augen keine Werbung, da ich nicht von den Herstellern beauftragt wurde. – Ich schreibe hier mit meinen eigenen Worten und dieser Blogpost spiegelt einzig und allein meine Meinung ehrlich dar.

Meine Gastautoren

Zu Gast in Augensternswelt: Viky aka Tuedelue 71

Ich war sehr (freudig) überrascht als Annette mich Ende letzten Jahres gefragt hatte, ob ich einen Gastbeitrag für ihren Blog schreiben möchte (Vielen Dank dafür!!). Ich habe noch nie einen Blogbeitrag geschrieben und freue mich über Annettes Vertrauen. Bisher „schreibe“ ich nur bei Instagram unter Tuedelue71 (ja, doofer Name, ich wollte ja auch Insta nie nutzen und nur mal kurz schauen). Meine Tochter meint ganz oft ich würde zu ausschweifend kommentieren… liest ja sowieso niemand (meint meine Tochter) aber scheinbar hat es Annette ab und zu mal gelesen. So, aber eigentlich wollte ich ja über UFOs schreiben und nicht über Teenie-Töchter und deren Wertschätzung … (könnte ich aber auch…).

 

 

Eines vorneweg, ich liebe alle meine Ufos (ihr könnt vermutlich jetzt schon erkennen, dass es mehr als eines gibt), nicht alle gleichermaßen, aber zumindest habe ich zu allen ein gutes Verhältnis. Aus vielen Blogbeiträgen lese ich heraus, dass Ufos manchmal als etwas Schlechtes gesehen werden, als etwas, das vermieden werden sollte/könnte. Dies gilt nicht für mich… bzw. nicht in allen Punkten. Es gibt Ufos, die lassen sich nicht vermeiden, z.B. Blöcke aus Probenähaktionen. Nicht immer gefallen mir alle Blöcke die ich für jemanden Probenähe so, dass ich daraus einen Quilt oder ein Kissen mache. Ich habe mittlerweile angefangen aus solchen „Orphan-Blocks“ (auch ein schönes englisches Wort, „Weisenblöcke“, klingt irgendwie süß) Miniquilts zu machen. Miniquilts waren für mich am Anfang meiner Nähzeit was Unverständliches und Unnötiges. Warum macht man einen Miniquilt, der für nichts zu gebrauchen ist? Jetzt weiß ich es: um Orphan-Blocks eine Bestimmung als Wandbehang zu geben.

Auch Wandbehänge waren für mich unnötig, Staubfänger, gerne aus Batikstoffen (lila … ich mag definitiv kein lila, zumindest meistens nicht) aus traditionellen Quiltblöcken gefertigt (traditionelle Quiltblöcke können auch schön sein, aber nicht aus Batikstoffen…). Kommen für mich gleich nach der Makramee-Blumenampel aus braunem Garn und gerne mit Holzperlen verziert (aber ich schweife ab…). Das Thema war ja eigentlich Ufos. Also, Miniquilts sind toll um einen einzelnen Block oder ein paar wenige hervorzuheben. Da mein Nährzimmer auf dem Speicher liegt und der Weg dorthin sich durch sterile Sachlichkeit mit weißen Wänden auszeichnet, sind Miniquilts eine tolle Idee, um Orphan-Blocks und Deko sinnvoll zu verbinden.

Ufos entstehen auch durch Blocks, die mir mal gefallen haben, aber dann nicht mehr (ja ich ändere meine Meinung gerne mal). Mit denen habe ich kein Mitleid. Sie bleiben im Schrank liegen (ja ich habe einen Ufo Schrank … – wenn ihr mich lieb bittet zeige ich euch ein Foto …) bis ich sie irgendwann nicht mehr sehen kann und sie entsorge, ganz herzlos, ich weiß…. Aber anders geht es nicht. Was nach 10 Jahren nicht vernäht wurde fliegt weg. Ich denke das ist ausreichend Zeit.

 

Ice cream soda quilt Epp

 

Dann gibt es natürlich noch ganz tolle Ufos. Meine diversen EPP Projekte. Ich fange gerne Dinge an, (habt ihr vielleicht schon raushören können) aus einer Laune heraus. Entweder weil ich was Neues brauche (Abwechslung beim nähen…), oder weil mich Stoff schneiden unheimlich entspannt (ich sage nur Corona, ratet mal wieviel Stoff ich in der letzten Zeit zerschnitten habe…). EPP Projekte brauchen ihre Zeit und die muss man ihnen auch geben. Aktuell habe ich 5 angefangene EPPs (fertige Quilttops nicht mitgerechnet …) und sie liegen z.T. schon seit 1 ½ Jahren. Aber damit kann ich gut leben.

 

Tula nova design wall 2, Epp

 

Es gibt noch eine andere Art von Ufos. Quilttops die ich mal angefangen habe, aber nicht weiß für wen sie sind. Alle Quilts die ich mache (mittlerweile sind das ca. 100, ich habe den Überblick verloren) verschenke ich. Ich kann ja nicht alle behalten (und wir haben wirklich reichlich), also brauchen sie ein gutes Zuhause. Ich würde nie einen Quilt an Fremde verkaufen. In dem ganzen Prozess steckt so viel Zeit, Liebe und Gedanken von mir, da möchte ich sicher gehen, dass sie geliebt und geschätzt werden. Am liebsten verschenke ich Quilts zu Hochzeiten (ich liebe Hochzeiten, da wir eine große Familie haben gibt es da auch einige). Außerdem zu Geburten (auch hier haben wir familiär immer wieder Gelegenheit) oder runden Geburtstagen (ja ich muss dazu eingeladen werden…). Ich habe auch schon für Freunde einen Quilt genäht, wenn es ihnen schlecht ging. Es gibt Situationen im Leben, da weiß man nicht wie man helfen soll und steht untätig da. Ich denke mit einem Quilt kann man zeigen, dass man an eine Person denkt, sie schätzt und sie einem viel wert ist. In manchen Lebenskrisen kann dies helfen, zumindest ist es ein Versuch, der nicht schadet.

 

Kingfisher quilttop 2 Jahre UFO

 

Aktuell habe ich die meisten Ufos deshalb, da die Quilts noch keinen zukünftigen Besitzer gefunden haben. Und sie fertig machen, ohne zu wissen für wen, kann ich nicht. Das fängt beim Untergrund (Backing) an. Soll es kuschelig warm sein? Welche Farben gefallen dem zukünftigen Besitzer (lila nicht, definitiv nähe ich nicht für Lila-Liebhaber)? Und hört mit dem Quilting auf. Außerdem quilte ich in jeden Quilt eine Art Widmung. Ich mache keine Labels daran, sondern Freemotion-Quilte für wen es ist und meinen Namen mit Datum direkt auf den Quilt. Meist mit Ton-in-Ton Garn, damit es nicht sofort zu sehen ist, außer wenn man genau schaut. Meine Handschrift finde ich auf Papier weniger schön als beim Freemotion-Quilting (ja das mag verrückt klingen…).

 

Ufos im Schrank

 

So, jetzt habe ich in aller Länge über Arten von Ufos geschrieben (ich hoffe ihr seid noch da und ich habe euch nicht zu Tode gelangweilt…). Ob Ufos etwas sind, was ihr vermeiden wollt oder nicht, hängt von der Einstellung jedes Einzelnen ab. Wichtig ist, sich nicht von den Ufos stressen zu lassen. Nähen ist ein Hobby. Wenn das Hobby Stress macht (sollte es nicht) und nicht mehr der Entspannung dient, läuft irgendwas falsch. Entweder muss man dann wirklich mal die Zähne zusammenbeißen und Dinge fertig machen, oder seine Einstellung ändern. Ich muss in meinen täglichen Leben (beruflich und privat) klar und strukturiert sein (bin ich). Mit meinem Hobby kann und will ich das nicht. Das soll schön sein und Spaß machen. Da will ich meinen Alltag vergessen. Und das kann ich. Zum Glück. Ich glaube ich gehe ein bisschen Stoff schneiden. Ich habe gestern ein paar Cotton&Steel Stoffe bekommen, die waren reduziert, da konnte ich nicht anders… Falls mal jemand einen Beitrag über Stoff kaufen braucht, das kann ich auch gut…ohne schlechtes Gewissen und ohne konkretes Projekt…  – Danke liebe Annette!!!!

Liebe Grüße an Euch

Viky

 

Blogroll

Samstagsplausch {24/20}

Hallo ihr Lieben,

heute setzte ich mich wieder ein bisschen zu Andreas zum Samstagsplausch.

Die ersten beiden Juniwochen vergingen wie im Flug. Pfingsten haben wir mal so richtig den Keller aufgeräumt und viel aussortiert und entsorgt. Mein Mann hatte tolle Boxen bestellt, mit denen der knappbemessene Platz nun bestmöglich genutzt werden kann. Ich hatte mich schon vorher von vielen Nähsachen getrennt und einige Streichelstoffe konnte ich auch an liebe Nähfreundinnen weitergeben. Hauptsache Platz schaffen, war mein Antrieb.

Letzte Woche habe ich es geschafft mir endlich eine Blogroll auf eine Blogseite zu basteln. Es hat etwas gedauert, aber dann hat es funktioniert. Darüber bin ich total happy. Endlich wieder all meine Lieblingsblogs übersichtlich gelistet zu haben und durch die Dynamik wird auch der neueste Beitrag angezeigt. Jippi, wenn ihr euch meine Lieblingsleseliste anschauen wollt, dann scrollt auf der Startseite ganz oben. Ich habe sie neben den Seiten-Button ‚Kontakt, Impressum und Datenschutz platziert. (Nachtrag: Ich habe die Blogroll in die Menüleiste verschoben, und zwar bei „Dies und Das“, also hier: Blogroll. Oben bei dem Datenschutz etc. hatte sie wirklich nichts zu suchen.)

Zum Nähen habe ich kaum Zeit, obwohl ich mich gestern sogar zum virtuellen Nähen mit Anika verabredet hatte. Wir nahmen uns schon vor Wochen vor, Barbaras „Jule“ per Videochat zu nähen. Sie hatte auch schon begonnen, aber bei mir ist ständig etwas dazwischengekommen. Dieses Wochenende möchte ich zumindest mit dem Zuschnitt erledigen. Das sollte ja zu schaffen sein. Für die Außenseite der Jule habe ich mir ein gepatchtes Vliesstück vorbereitet, ich sage nur Quilt As-You-Go. Das macht total Spaß.

Letzte Woche hatte ich damit begonnen für Ingrid von Joe June and Mae drei Patchworkblöcke probezunähen, mit dem Thema: Holding Hands. Im Juni spendet sie den Erlös aus dem Verkauf dieser drei Pattern an @naacp, dass ist die Nationale Vereinigung zur Förderung farbiger Menschen. Ich finde das auf jeden Fall unterstützungswert. Alle Ergebnisse dazu zeige ich nächste Woche. Momentan läuft hier alles viel langsamer. Der Kerl kränkelt seit Tagen und die Nächte sind sehr unruhig. So standen auf dem Menüplan die altbewährte Hustensuppe von der Schwiegermutter und auch Hühnersuppe mit Zwiebacks Klöße. Ingwerwasser mit Zitrone trinkt er auch und er liebt gerade das Bauernbrot mit Butter und Honig. Großartig kochen brauche ich da gerade nicht. Obwohl, heute gibt es noch einmal selbstgemachte Tortellini mit Spinat und Mangold aus dem eigenen Garten. Hmm, lecker. Ich finde der Juni ist wirklich der beste Gartenmonat. Auch trägt der Glaskirschenbaum gerade ganz viele Früchte und gestern beim Einkaufen im Hofladen musste auch noch eine Auberginenpflanze mit in den Einkaufswagen. Das Hochbeet macht mir wirklich ganz viel Freude.

Sehnsüchtig habe ich letzte Woche die Bilder von unserem Frankreich Urlaub vom Juni 2019 angeschaut, wir waren ja auf der Insel Noirmoutier. Vielleicht schreibe ich noch einen Blogpost darüber. In diesem Jahr kann man ja so schlecht reisen, da ist ein Rückblick gar nicht verkehrt.

So, und da ich gerade auch noch ein Sauerteigbrot backe, ruft die Küche.

Also dann ihr Lieben, ich wünsche euch ein schönes Wochenende.

Macht es gut!

Annette

Nähen

Let’s swap! Frühlingserwachen

Schon im letzten Jahr hatten Ingrid aka Nähkäschtle und ich beschlossen, unseren Swap 2019 auch im neuen Jahr 2020 fortzuführen. Das Tauschen von selbstgenähten Sachen und das gegenseitige überraschen hatte uns sehr viel Freude bereitet. Wir hatten beide etliche Ideen und einigten uns auf das Tauschen von Tischsets. Als Thema legten wir die vier Jahreszeiten fest. Die Aufgabe für diesen Swap ist: Jede näht vier Tischsets, die als Set zusammenpassen. Wie sie gestaltet werden, bleibt jedem selbst überlassen.

Hier schon einmal das hübsche Tischset, dass Ingrid für mich genäht hat, mit einer so schönen Kleeblatt Postkarte. 🙂

[spacer height=“20px“]

[spacer height=“20px“]

Eigentlich hatten wir geplant, jeweils zum jahreszeitlichen Wechsel das dazu passende Tischset zu zeigen. Doch dann kam uns die Corona Krise dazwischen. Etwas für uns noch nie Dagewesenes, stellte unser aller Leben auf den Kopf. Durch den Shutdown war es plötzlich nicht mehr so einfach Pakete zu versenden, besonders in Bayern. Ach du liebe Zeit, wie viel Mühe Ingrid hatte, mir dieses Paket zuzuschicken!! Erst beim dritten Versand hat es geklappt (das lag wohl an der beiliegenden Glückspostkarte). Von wegen es kommt pünktlich zum Frühlingserwachen, haha. Aber letzte Woche ist es dann doch endlich hier bei mir angekommen. Mein Mann nahm es glücklich in Empfang und erzählte dem Postboten, wie sehr ich mich über die Ankunft dieses speziellen Pakets freuen würde. Als ich das hörte, hüpfte ich freudig durchs Wohnzimmer. Ich habe Post bekommen, Juhu!!

Als ich es auspackte musste ich schmunzeln, denn es ist auch ein Tischset mit Vogelmotiv geworden. Wie wunderschön!!! Es ist ein Patchwork Block, der durch English Paper Piercing genäht wurde, umrandet mit einem grauen unifarbenen Patchworkstoff.

[spacer height=“20px“]

[spacer height=“20px“]

Ingrid hat sich wieder mal ins Zeug gelegt und auch den Vogel wunderschön mit Zierstichen eingerahmt und im Nahtschatten auch das Tischset gequiltet. Das gefällt mir richtig gut. Ich schau gleich mal bei Ingrid vorbei, um genaueres darüber zu erfahren. Türkis und Rot sind ja meine absoluten Lieblingsfarben. Da hat sie schon mal ins Schwarze getroffen und auch die Stickerei an den Seiten gefällt mir gut. Ich kann mich noch gut an das Frühlingserwachen Anfang März erinnern. Das Erste was wirklich auffiel, waren die fröhlichen Vogelstimmen. Ja, das Vogelgezwitscher früh am Morgen ist gerade zu Frühlingsbeginn am lautesten. Langsam habe ich mich daran gewöhnt morgens schon vor dem Sonnenaufgang von den Hühnern Vögeln geweckt zu werden. Das mag ich im Frühling.

[spacer height=“20px“]

[spacer height=“20px“]

[spacer height=“20px“]

Doch nun erzähle ich euch, was ich für Ingrid genäht habe. Sie wünscht sich Tischsets in der Größe: 35 x 50 cm. Als Motive für das Frühlingsthema hatten wir: Tulpen, Ostermotive und alles was zum Frühling passt besprochen. Und, ob ihr es glaubt oder nicht, das Thema Vögel war für den Frühling nicht abgesprochen *lach*. Nur ich habe das Tischset für Ingrid ganz anders gestaltet.

[spacer height=“20px“]

[spacer height=“20px“]

Mit dem Kreislineal, hatte ich ja auch schon die Kreis-Kissen gezaubert. Also schnitt ich wieder zwei Halbkreise zu und fügte sie zusammen. Aus dem Tellerkreis entstand so ein Tellerabstellplatz. Diesen Kreis habe ich auf den Hauptstoff appliziert. Den hübschen Vogelstoff hatte ich schon einmal für ein Geschenk zum Sommerwichteln vernäht, dass ist allerdings schon eine ganze Weile her.  Damit der Kreis auch noch nach dem Waschen des Tischsets gut festgenäht bleibt, hatte ich ihn mit einem breiten Zickzack Stich aufgenäht. Als Farbakzent applizierte ich ein Besteckset, bestehend aus einem Löffel und einer Gabel aus rotem Stoff.

[spacer height=“20px“]

[spacer height=“20px“]

Diese wurden vorher mit Haftvlies aufgebügelt und mit einem schmalen Zickzack Stich festgenäht. Leider wählte ich zum Quilten einen Ton-in-Ton Faden, so dass man die Quiltstiche so gut wie gar nicht sehen kann, dabei habe ich mir so viel Mühe gemacht im Free style zu quilten. Auch läßt sich das Tischset nicht wirklich kontrastreich fotografieren. Darüber habe ich aber vorher gar nicht nachgedacht. Mir fällt es noch immer schwer beim Quilten die passende Garnfarbe zu wählen, gerade auf sehr hellen, unifarbenen Hintergrundstoffen. Da muss ich mich nochmal schlau lesen. 🙂

[spacer height=“20px“]

[spacer height=“20px“]

Anschließend nähte ich den Vorder- und Hinterstoff zusammen, wendete ihn und verschloß die Wendeöffnung mit einer Absteppnäht rundherum. Dann wurde noch der Tellerkreis ringsherum abgesteppt und noch ein bisschen gequiltet. Fertig ist das Tischset.

Hach, dass war wieder ein toller Tausch und ich finde es so lustig, dass wir beide den Frühling mit Vogelgezwitscher und Vögel verbinden. Bald ist ja schon Sommer, da bin ich wirklich neugierig welche Motive uns da im Kopf herumschwirren. Was maritimes, Sommerblumen oder auch etwas ganz anderes? Ich bin gespannt wie Bolle! Und, jetzt ab damit zum Freutag, hihi. 🙂

Ihr Lieben habt ein schönes, langes Pfingswochenende und macht es euch fein.

 

Liebe Grüße

Annette

 

 


verlinkt beim Freutag, Nähzeit am Wochenende, Ein kleiner Blog – Froh und Kreativ, Patchen und Quilten, The Creative Lover und zur Frühlings-Linkparty bei Jenny 🙂

Dies und das

Samstagsplausch {21.20}

Heute setze ich mich nach einer ganzen Weile mal wieder zu Andrea zum Samstagsplausch.

Momentan halte ich mich mehr im Garten auf, als das ich an der Nähmaschine sitzen. Ich hatte euch ja schon von meiner neuen #Hochbeetliebe im März erzählt. Seitdem hat sich Einiges getan.

Oh man, wie der Salat in die Höhe geschossen ist und die ersten Erdbeeren durfte ich auch schon vernaschen. Gestern habe ich zwei große Handvoll abgesammelt. Die sind total lecker und süß. Als dann letzte Woche endlich nach Wochen der Regen kam, waren wir alle so glücklich die dritte Regentonne aufgestellt zu haben, aber die Natur braucht noch viel mehr Regen! Neben der neuen Regentonne gibt es jetzt auch noch eine zweite Hütte. 😉

Salat, Erdbeeren, Zucchini, Mangold, Kohlrabi, Fenchel, Paprika und Gurken, all dass kann ich  wann immer ich möchte und es reif ist, aus dem Garten holen, unabhängig von der Zeit oder dem Wochentag. Das macht so viel Freude. Ein Garten ist aber auch zum Ruhefinden ein guter Ort.

Nähtechnisch ist nicht allzu viel Neues entstanden, nur ein Leseknochen fürs Tochterkind letzte Woche. Dann konnte ich noch ein paar Mundmasken für die Nachbarn, meine Schwester, Freundinnen und die Familie zaubern. Auch die gewünschten schwarzen Mundmasken für die Kinder wurden fertig und nun sind sie damit auch wirklich zufrieden. Bunte Stoffe sind bei den Kids absolut out und die schwarzen Stoffe lassen sich auch bei 60 Grad waschen.

So wie es schein, geht die Nähaktion mit den ehrenamtlichen Helferinnen langsam zu Ende. Vor zwei Wochen haben wir noch 180 Mundmasken an die Nachbarschaftshilfe der Friedensgemeinde angegeben. Und am Freitag konnte ich weitere 206 Mundmasken an die Friedenskirche abliefern, die sie an das Haus Philippus weitergeleitet haben und morgen holt auch noch die Uniklinik weiße Bettlaken-Mundmasken und bunte Kinder-Mundmasken ab.

Ich finde die Stoffmasken haben ja wirklich den Vorteil, dass sie mehrfach verwendbar sind. Das ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch nachhaltig. Ihr glaubt gar nicht, wie viele gebrauchte Mundmasken man beim Spazierengehen auf dem Gehweg findet! Komischerweise sind das alles nur Einmal-Masken. Stoffmasken habe ich nicht eine dort gefunden. Lustig nicht war? Mehrweg ist immer besser für die Umwelt. – Aber wie gesagt in der Nähgruppe wird kaum noch genäht. Einige versorgen noch die Schulklassen ihrer Kinder, andere die Pflegeheime ihrer Angehörigen. Ich bin sehr froh, dass wir so vielen Menschen helfen konnten mit unserer Aktion und bedanke mich auch nochmals bei allen Helferinnen und dem einen Quotenmann. Er hatte zusätzlich auf die schnelle noch weiter 80 Mundmasken genäht. Auch für die anderen die immer noch Masken abliefern ein großes Dankeschön. Insgesamt wurden nun schon über 2200 Mundmasken weitergegeben. Da kann ich nur den Hut vor allen Helfern ziehen.

Anfang des Monats erhielt ich eine liebe Mail von Nina aka wippsteerts. Sie überraschte mich mit wunderschönen Postkarten, die ich anlässlich ihres 5. Bloggeburtstags gewonnen hatte, das war vielleicht eine Freude!! In ihrem Blogpost Ostern-Jubiläum-und-mehr konnte ich mich gar nicht satt lesen. Sie hat einen so tollen Blog und ich lese oft bei ihr mit, aber oft nur ganz still und leise. Und schaut mal, sind die Karten nicht einfach der Knaller??

Ganz viel Freude und positive Ablenkung bereitet mir seit Anfang Mai der Austausch in der Bee.4.Bees Nähgruppe bei Instagram. Die NewbieGermany wird von Christina aka Minerva Huhn organisiert. Sie hat 4 neue Bee-Gruppen sich finden lassen, mit Teilnehmerinnen die noch nie an einer Bee teilgenommen haben. Eine Bee (Patchwork Bienen) ist eine Nähgruppe, die ein Jahr lang Quiltblöcke näht. Sehr spannend das Ganze. Wir haben auch eine Bee-Mama, dass ist die liebe Elke @felike_rb3. Sie ist für die Organisation innerhalb der Gruppe zuständig und macht das richtig gut. Im Juni  ist sie unsere erste Queen.  Wir sind schon fleißig dabei ihr ausgewähltes Block-Pattern zu nähen und ihre Farbauswahl finde ich wunderschön. Lasst euch überraschen. Dazu werde ich aber bald noch mehr erzählen. Heute ist der Blogpost schon lang genug *lach*.

 

Am Mittwoch gab es noch einen weiteren Freutag, denn die liebe Oggi @ogginelle aus der Bee.4.Bees Gruppe hatte sich mit mir in Heidelberg getroffen. Sie brauchte noch petrolfarbenen Stoff für den Juni-Block. Oggi hatte auch ein kleines Mitbringsel für mich dabei, ganz hübsch verpackt. Sie hatte eine kleine Projekttasche mit einem Stoffstück in Gelb, der mir für den Monatsblock Juni fehlte und ein Glas Holunderblüten Gelee für mich mitgebracht. Total lieb.

Das hat mir ein bisschen geholfen darüber hinwegzukommen, dass ich leider nicht nach Bayern fahren konnte. Denn eigentlich hätte ich ja das Wochenende mit Ingrid verbracht. Wir hatten schon im letzten Jahr geplant gemeinsam zu den Patchworktage in Meiningen zu fahren. Leider hat Corona uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. So schade! Aber wir holen das ganz bestimmt nach. Jedenfalls freue ich mich sehr mit ihr auch in diesem Jahr zu Tauschen, nur leider hat es mit dem Verschicken nicht so ganz geklappt. Die Corona-Krise läßt grüßen!

So ihr Lieben, jetzt muss ich schauen, ob ich noch jemanden bei Andreas Samstagsplausch erreiche. Vielleicht bin ich auch schon zu spät dran. Habt alle einen schönen Sonntagabend und  einen guten Wochenstart. Passt gut auf euch auf!

Liebste Grüße

Annette

 

Dies und das

Zu Gast in Augensternswelt: Morphea80 – UFOs? Ja, aaaber…

Als mich Annette vor einiger Zeit fragte, ob ich auf ihrem Blog einen Gastbeitrag zu UFOs schreiben würde, war ich erst ziemlich überrascht. Hatte ich auf Instagram, wo ich unter morphea80 zu finden bin, einen „Ruf“ weg? Aber egal: Ich habe kurzentschlossen zugesagt und schreibe euch nun etwas zu UFOs.

[spacer height=“20px“]

[spacer height=“20px“]

Vorweg: Ich bin eine weitgehend „selbstgelernte“ Patchworkerin und Quilterin. Seit ungefähr 20 Jahren hat mich dieses Hobby fest im Griff. Natürlich habe ich im Laufe der Jahre auch verschiedene Kurse besucht. Aber vieles, was ich gelernt oder ausprobiert habe, ist mir über meine Neugier zugeflogen. Und da sind wir auch schon am Punkt: Wenn ich etwas Neues sehe, wenn ich etwas entdecke, das ich ausprobieren möchte, dann gibt es kein Halten mehr. Das hat eine lange Zeit zu diversen UFOs geführt. Dann habe ich nämlich aus dem Bauch heraus etwas angefangen ohne wirklich eine Verwendung oder ein Ziel zu haben. Oder ich habe schnell wieder etwas entdeckt, was ich unbedingt ausprobieren musste, und das ältere Teil ist halbfertig irgendwo liegen geblieben.

[spacer height=“20px“]

Der Block für diesen Miniquilt lag unbeachtet bestimmt 9 Jahre lang im Regal – ein typisches „Ich muss das mal ausprobieren“-Werk

[spacer height=“20px“]

Bei meinen Entdeckungsreisen durch das Internet bin ich auch auf sehr strukturierte Patchworker*innen gestoßen, die mit genauen Planungen für die nächsten Monate und mit verschiedenen Listen arbeiten. Annette, Du auch, nicht wahr? Das ist aber nichts für mich. Denn, neben allen Nebenwirkungen, die das mit sich bringt, liebe ich es aus dem Bauch heraus meinem Hobby nachzugehen. Schließlich muss ich im Berufsleben strukturiert und planvoll agieren.

Ein echtes Aha-Erlebnis war es, als ich trotz einiger Skepsis mit einem Skizzenbuch angefangen habe. Da kommt nämlich nicht nur rein, was ich konkret plane zu nähen, sondern all die wilden und noch völlig unstrukturierten Ideen, die mir durch den Kopf flattern. Und ich kann euch sagen: Eine Idee zu Papier zu bringen räumt den kreativen Kopf ganz schön auf! Ganz nebenbei schiebt solch ein Skizzenbuch eine Zwischenstufe ein: Gezeichnet und vor Augen ist die wunderbare Idee dann vielleicht nicht mehr ganz so reizvoll, sondern entwickelt sich weiter. Und damit ist wieder ein UFO verhindert.

[spacer height=“20px“]

Erste Skizze zum Miniquilt – noch sehr detailreich
Fertiger Miniquilt – jetzt reduziert in Farbe und Form

[spacer height=“20px“]

Im Laufe der Jahre haben sich trotz allem „Aus dem Bauch heraus“-Nähen einige wenige Grundregeln bewährt.

1. Ich habe gerne mehrere Projekte unter der Nadel: ein Langzeitprojekt (z.B. english paper piecing), ein kleines Zwischendurch-Projekt (oft ein zeitgebundenes Geschenk für jemanden) und ein großes Projekt (meist ein Quilt in Bettgröße). Auf diese Weise kann ich je nach Lust und Laune zum einen oder anderen greifen.

[spacer height=“20px“]

Beispiel für ein Langzeitprojekt – der Moncarapacho-Quilt

[spacer height=“20px“]

2. Ich versuche mich auf je ein Projekt in den drei genannten Kategorien zu beschränken. Schließlich will ich ja keine UFOs produzieren 😉

3. In Kursen entstandene Blöcke, die noch nicht ihre Bestimmung gefunden haben, zählen bei mir nicht zu den UFOs. Sie sind in Arbeit – auch wenn das manchmal lange dauern kann. Ein UFO ist bei mir immer ein Projekt, bei dem mir mein schlechtes Gewissen sagt: „Das sollte schon längst fertig sein!“

4. Wenn ich im Internet etwas Tolles entdecke, speichere ich es leicht vorsortiert (Kleidung, Patchwork, Quiltmuster,…) ab. In größeren Abständen gehe ich durch diese Sammlungen durch und lösche, was mich inzwischen nicht mehr interessiert. Das hat sich für mich als einfache Kreativ-Hygiene bewährt.

Mit diesen wenigen Regeln, an die ich mich zu halten versuche, gibt es tatsächlich nur ein echtes UFO in meinem Nähzimmer:

[spacer height=“20px“]

Ein UFO, dessen Fertigstellung ich immer wieder vor mir herschiebe

[spacer height=“20px“]

Dieser Quilt ist aus einer Jelly Roll mit Kaffe Fassett Stoffen entstanden. Die unifarbenen Quadrate sind jeweils mit einer Rosette handgequiltet.

[spacer height=“20px“]

Alle Rosetten sind gequiltet

[spacer height=“20px“]

Auf dem schwarzen Randstreifen habe ich, ebenfalls mit der Hand, ein Federmuster gequiltet – schwarzes Garn auf schwarzem Grund.

[spacer height=“20px“]

Wunderbare Federn – allerdings schwarz auf schwarz

[spacer height=“20px“]

Und das ist auch schon der Haken, warum dieser Quilt immer noch ein UFO ist: Ich kann ihn nur bei sehr guten Lichtverhältnissen quilten und es bleibt extrem anstrengend. Das verdirbt mir etwas den Spaß daran. Wieder etwas gelernt: Schwarz auf schwarz gibt es bei mir nicht mehr.

Fertig wird dieser Quilt trotzdem irgendwann. Vielleicht braucht er eben noch eine Weile…

Und nun ran an die Nadel!

Andrea

auf Instagram morphea80

 


verlinkt bei: Nähzeit am Wochenende bei Nähkäschtle, Ein kleiner Blog – Froh und Kreativ Linkparty und die Ufo – Let’s finish old stuff!! Linkparty

Dies und das

Gemeinsam Nähen geht auch alleine Zuhause

Ihr Lieben, bei mir ist es seit Mitte März ganz still. Hier wird viel gewerkelt und in diesem Jahr fühlt sich Ostern ganz anders an. Unter dem Motto: #stayhome und #wirbleibenzuhause hatte ich Ende März begonnen das Nähen von Mundmasken im Ort zu organisieren und zwar jeder für sich Zuhause. Bei dem Aufruf dazu lernte ich Julia Gless @room-made-heidelberg kennen. Sie hatte ebenfalls einen Aufruf in der Facebook Gruppe: Corona Hilfe Heidelberg gestartet. Wir haben uns einfach zusammengetan und unterstützen mit den Helfern ehrenamtlich 7 Pflegeheime und betreutes Wohnen, das Seniorenzentrum Wieblingen und die Kitas der AWO, die Geflüchteten in der Tompkins Kaserne (Schwetzingen), die Nachbarschaftshilfe HD-Handschuhsheim, das Haus Philippus in Neuenheim und die Uniklinik mit selbstgenähten Stoff-Mund-Masken.

Für die Klinik nähen wir nach der nach der Anleitung der Uni Essen mit Bindebändern, weil sich diese Masken enger an das Gesicht anpassen lassen. Diesen Schnitt und den der Uni Dresden hatte man uns empfohlen. Allerdings haben wir ein paar Änderungen vorgenommen. Das Stoffstück wird etwas größer zugeschnitten: 40 x 20 cm und die Bänder schneiden wir 4 cm breit. Wir nähen auch ohne Draht, da sich dieser beim Waschen und Schleudern verformen kann und ggf. aus dem Stoff heraustritt. Das könnte zu Verletzungen führen und das ist definitiv inakzeptabel. Die Senioreneinrichtungen bevorzugen Mundmasken mit Gummis an den Ohren, da die älteren Herrschaften sonst an den Bändern ziehen. Das Material zum Nähen stellen uns die Einrichtungen und die Uniklinik zur Verfügung, Bettlaken die kochbar und strapazierfähig sind, Gummi und Schrägbandformer, als es noch welche gab. Von der schwierigen Beschaffung von Schrägband will ich gar nicht berichten. Momentan werden ja überall Mundmasken genäht und das ist auch gut so.

Mittlerweile nähen ca. 60 Helferinnen und ein Helfer 🙂 mit und unterstützen uns mit ihrer positiven Energie und Freude an der Sache. Das gibt uns allen viel Hoffnung und immer wieder bekommen wir zu hören: „Danke, dass ich mithelfen kann!“ Es tut so gut von Zuhause aus etwas bewirken zu können und nicht tatenlos dazusitzen.

Gemeinsam sind wir stark und helfen macht glücklich!

Viele sind noch immer unsicher, ob diese zweilagigen Stoffmasken wirklich schützen. Natürlich ist uns bewusst, dass die Stoffmasken den Träger nicht vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus bewahren. Aber sie können dazu beitragen die Verbreitung der Corvid19 Viren zu minimieren. Menschen, die sich mit dem Corona Virus angesteckt haben, sind schon zwei Tage bevor sie Symptome zeigen ansteckend. Der Virologe Christian Drosten hatte in seinem Podcast des NDR Info „Corona Virus Update“ darüber berichtet. Wenn jeder von uns eine Stoffmaske tragen würde, könnte die Verbreitung emens vermindert werden. Weitere Quelle: Robert Koch Institut

Hier zeige ich euch mal einige der genähten Mundmasken, die wir von den Helferinnen und dem Quotenmann erhalten haben. 😉 Es sind aber längst nicht alle. Die Anzahl der weitergegebenen Masken sind schon vierstellig und es werden weitere folgen. 🙂

Nachtrag am 22. April: Wir könnten schon etwa 2000 Stoff-Mundmasken weitergeben!!!!

Nachtrag am 25. Mai: Es ist geschafft, der Bedarf läßt nach und wir haben 2546 Stoff-Mundmasken für soziale Zwecke genäht und übergeben. 🙂

Nachtrag am 19. Juni: Es wurden weitere Stoff-Mundmasken weitergegeben, jetzt ist die Zahl schon auf 2605 hochgeklettert. Ich bin so stolz auf die Helferinnen!!! Ihr seid einfach klasse, herzlichen Dank.

Ein herzliches DANKESCHÖN an:

Anni, Diana , Eve, Fee, Fryda & Julia B. , Hannah O., Hannah K., Heide und Astrid, Inessa G., Judit R. Katharina H., Katharina L., Dorothea und Katrin W.,  Lena, Mona R. und die Wohngemeinschaft, Marina M., Nadine M. aus MA, Nina, Nina H. Noemi Sch., Ramona, Sandra L., Sandra W., Sarah U., Su, Silke S, Verena, Jasmin G., Anke, Nicole, Ani, Melly, Elisabeth Sch., Brigitte F., Frau Fischer, Regine C., Anne K., Kerstin, Georgina P., Tabea, Dorothee F., Marlene F., Ulrike, Rita, Elke, Melanie, Caroline, Sibylle, Christine P., Claudia R., Sigrid G., Mutter von Monika, Katharina S., Hannah G., Angelika und Dorothee F., Amy J., Hannah G., Anita Sch., Stephanie P., Gaby C. und die Quilt Guide Damen, Christian G., Heike Sch. und viele andere, die hinter den Kulissen mithelfen.

Mittlerweile haben wir ca. 2500 Masken weitergegeben können.

Ich möchte einfach Danke sagen, für all die lieben Gesten der Menschen, die unsere Aktion unterstützen. Danke auch an Julia und ihre Mutter Sigrid, die beide so viel Arbeit investieren. Danke an Anna @Zwergstuecke, die uns mit so vielen Tipps durch ihre Karlsruher Nähgruppe informiert und 1000 Dank an alle freiwilligen Helferinnen und Helfer, ohne Euch wäre das alles in den letzten Wochen nicht möglich gewesen!!!  Hach, ihr seid alle einfach klasse.

DANKE, für alles ihr Lieben

Quelle: pixabay

Und jetzt wünsche ich euch und euren Lieben schöne Ostern mit vielen bunten Ostereiern. Bleibt auch weiterhin Zuhause und passt gut auf euch auf.

Aber vor allem wünsche euch GESUNDHEIT.

Herzliche Grüße

Annette


 

Informatives zu Mundmasken:

Welche Masken bieten welchen Schutz? (Quelle: Tagesschau.de)   „Anwendung eines Mund-Nasen-Schutzes“ – Ein Ehrklärungsvideo auf YouTube   Was man über Schutzmasken in Zeiten von Corona wissen muss Mundschutz – Welche Maske soll ich tragen?   Coronavirus-Schutzmasken – „Kein Schutz für den Träger“   Und, zum Schluss noch etwas Rechtliches…..Atemschutz-Mundschutz-selbstgemacht


Nachtrag: 25. Mai 2020

Wie wunderbar :-), heute brachte die Uniklinik 40 Rosen, 60 Pralinenpackungen und Notizbücher als großes Dankeschön für die 60 Helferinnen und den einen Quotenmann vorbei. Das war vielleicht eine Freude!! Am Nachmittag haben sich einige auf den Weg in den Garten zu uns gemacht und haben die Geschenke abgeholt. Die andere Hälfte hatte ich an Julia übergeben, sie hat ebenfalls an die ehrenamtlichen Helferinnen die Rosen und Geschenke verteilt. Da kann ich nur Dankeschön sagen für all die Mühe!! Wir haben uns sehr über die Wertschätzung gefreut. – Herzlichen Dank auch an alle die so fleißig beim Nähen und organisieren geholfen haben!!!

Insgesamt wurden bei der Mundmasken Nähaktion etwa 2546 Mundmasken genäht, davon gingen allein 1000 Stück zur Uniklinik. Wir werden auch weiterhin Mundmasken für die Kinder der Kinderklinik nähen, so fern sie benötigt werden.

Ihr Lieben, bleibt gesund und passt gut auf euch auf!! #MaskeAuf #stayhome #helfenkannsoeinfachsein 🙂


verlinkt bei Andreas Samstagsplausch 15/20