Nach langer Pause sitze ich endlich mal wieder am Tisch, zusammen mit Andrea von Karminrot und den anderen Plauscherinnen beim Samstagsplausch. Es ist ruhig geworden auf meinem Blog â all meine Pläne, die UFOs, KleidungsstĂźcke und Quilts endlich fertigzustellen, wurden durch den Armbruch im Juli zunichtegemacht. Erst machte mir die Septemberhitze zu schaffen, und kaum war die vorĂźber, klopfte der Herbst schlagartig an die TĂźr. Die Kälte und die trĂźben Tage haben mich kalt Ăźberrascht â da dachte ich schon, der November-Blues sei verfrĂźht angekommen.Â

Doch zum GlĂźck gab es zum Herbstbeginn ein paar Lichtblicke! Ich freue mich riesig, in diesem Jahr wieder bei Melanies Adventskalender-Wichteln auf Instagram dabei zu sein. Das Motto âMir egal wie alt ich bin, ich will einen Adventskalenderâ bringt mich immer zum Schmunzeln. Letztes Jahr durfte ich Bettina bewichteln, was so nett war, und dieses Jahr bin ich auch total happy mit meiner Wichtelpartnerin â wir sind absolut auf einer Wellenlänge, das wird klasse!Â
Zudem habe ich mich bei 11fi fĂźr den Weihnachtskarten-Blog-Hop angemeldet und bin schon gespannt, wann ich dran bin. Auch beim Nachhaltigen Adventssonntag mache ich wieder mit, denn das hat mir letztes Jahr so viel Freude bereitet. Ich habe damals GeldbĂśrsen aus Snap Pap gebastelt und hoffe, auch dieses Jahr wieder eine gute Idee umsetzen zu kĂśnnen.Â
Mitte Oktober habe ich dann endlich wieder mit dem Nähen begonnen. Zu Ostern hatte ich meiner Schwester versprochen, ihr ein paar Blusen zu nähen. Beim letzten Besuch vor ein paar Tagen konnte ich zumindest eine Bluse mitbringen â Ărmel und Saum noch offen fĂźr eventuelle Anpassungen. Der Besuch war schĂśn, aber auch ein bisschen traurig: Es war das letzte Mal im Haus meiner Schwester und meines Schwagers.

Das Haus und der groĂe Garten sind fĂźr die beiden einfach nicht mehr zu bewältigen. Ich erinnere mich noch gut daran, wie das Haus in den 70ern gebaut wurde, alle halfen mit, Stein auf Stein zu setzen. Meine Schwester schuf ein Meer von Blumen im Garten, das war immer ihr ganzer Stolz, besonders die Rosen lagen ihr sehr am Herzen. Als wir dort waren, pflĂźckte sie mir ein paar Zweige von den Hortensien, die ich ihr vor Jahren zum Geburtstag geschenkt hatte â âEin paar Zweige fĂźr dich, die musst du mitnehmenâ, sagte sie.Â

âDie kannst du auch ins Wasser stellen, dann keimen sie aus.â Leider habe ich die Zweige in all dem Trubel vergessen. Sie hätten ein StĂźckchen Heimat in unseren Garten gebracht.  SchĂśn war der Spaziergang zur alten MĂźhle in BarĂel, denn die TĂźr war offen und wir bekamen auch noch eine kleine FĂźhrung in der Ebkenssche MĂźhle, dass war total interessant! Ich habe noch mehr Bilder gemacht. Die zeige ich demnächst mal, wenn ich es schaffe die Zeit dafĂźr zu finden.

Und, ich war auf dem Weg in den Norden so Ăźberrascht, wie viele Windräder aufgebaut wurden. Ăberall drehen die Windräder, rechts und links von der A31. Windenergie ist so nachhaltig!!

Seit Mittwoch sind wir wieder zuhause und ich bin im Herzen noch immer in der Heimat. Am Freitag waren wir in der StadtbĂźcherei und anschlieĂend beim Mildners â der Matcha Latte mit Hafermilch schmeckt dort echt gut.

Danach gingâs weiter ins Neuenheimer Feld, zur Gärtnerei Lenz, Herbstblumen kaufen.
Gestern habe ich dann endlich die Hochbeete fĂźr den Winter vorbereitet und den Balkon mit neuer Heide geschmĂźckt. Eigentlich wollte ich keine Heide mehr pflanzen, weil ich es im FrĂźhling immer schade finde, sie entsorgen zu mĂźssen.
Doch letztendlich hat das Bisschen Farbe einfach gutgetan â manchmal braucht man etwas BlĂźhendes vor dem KĂźchenfenster, um die grauen Tage aufzuhellen. Und natĂźrlich blieb ich meinen Prinzipien treu: keine eingefärbte Heide, sondern schĂśn natĂźrlich.Â
So, ihr Lieben, dass war mein kurzer RĂźckblick, ich wĂźnsche euch einen gemĂźtlichen, sonnigen Sonntag und einen guten Start in den November. Bleibt gesund und lasst es euch gutgehen!
Liebe GrĂźĂe





Liebe Annette,
hach das war aber dann auch irgendwie ein trauriger Besuch dort in der Heimat. Das Haus und auch der Garten sehen ja herrlich aus. Eine Oase und ein Idyll aber ich kann es verstehen dass man irgendwann das alles nicht mehr bewältigen kann. Ich sehe es gerade ganz deutlich bei meiner Mama, die ihr Reihenhaus samt Garten auch bald nicht mehr richtig pflegen kann. Es geht einfach kĂśrperlich nicht mehr auch wenn der Geist willig ist, wir sind darĂźber auch sehr traurig und kĂśnnen uns das auch gar nicht vorstellen….
Liebe GrĂźĂe und einen schĂśnen Herbst mit hoffentlich viel Sonnenschein und ohne Blues
Kerstin und Helga
In unserem Vierseithofprojekt gab es schon einige Abschiede, weil die Partnerschaften nicht gehalten haben, aber aus AltersgrĂźnden musste noch niemand gehen … obwohl wir selbst da hoffentlich noch viel Zeit haben, berĂźhrt mich das Thema schon jetzt. Hoffentlich fällt ihnen der Abschied nicht zu schwer …
Ja, Annette, manchmal macht uns das Leben einen gehĂśrigen Strich durch unsere Planung. Ich kann deine Schwester verstehen. Auch ich habe das GefĂźhl, unser Garten wird jedes Jahr ein StĂźck grĂśĂer. Und, wenn der Mann nicht mehr mithelfen kann, ist es oft Zuviel und fast nicht schaffbar.
LG von Rela
Liebe Rela,
oh ja, da sagst du was! Manchmal laufen die Dinge einfach ganz anders als geplant, und dann muss man Prioritäten neu setzen. Es ist schĂśn, dass du das nachvollziehen kannst â das groĂe Haus und der Garten braucht viel Zuwendung. Es ist eine Herausforderung im Alter, die kaum noch zu bewältigen, aber es tut gut, das mit Gleichgesinnten zu teilen. Ich denke, die beiden sind auf einem guten Weg.
Ganz liebe GrĂźĂe und danke fĂźr deine Worte,
Annette
Das Haus und der Garten sind wunderschĂśn!
Was mal gut war, muss es nicht bleiben, und Abschiede sind immer traurig, aber hinterher kann noch viel SchĂśnes werden. Ich wĂźnsche deiner Schwester und deinem Schwager alles Gute im neuen Lebensabschnitt.
Lieben Gruss von Regula
Liebe Regula,
das hast du wunderschĂśn gesagt â was gut war, darf sich verändern, und manchmal wird der Abschied der Beginn von etwas Neuem und SchĂśnem. Vielen Dank fĂźr die lieben WĂźnsche an meine Schwester und meinen Schwager! Das wird ihnen gefallen.
Ganz liebe GrĂźĂe und danke fĂźr deinen herzlichen Kommentar.
Annette
Hallo Annette,
das ist so ein richtiger Herbstbeitrag: Abschied. Der Abschied von ein einem Familienheim ist sicher sehr schwer, aber wenn die Instandhaltung von Haus und Garten zur Last werden,.macht es doch auch keinen Sinn mehr. Man sollte vielmehr seine Zeit genieĂen.
Ich hoffe, dein Arm ist vollständig genesen.
Liebe GrĂźĂe Carolyn
Liebe Carolyn,
ja, der Herbst bringt oft diese Abschiedsstimmung mit sich, und der Gedanke, sich vom Familienheim zu trennen, fällt nicht leicht. Du hast recht â wenn Haus und Garten zur Belastung werden, ist es wohl irgendwann an der Zeit, loszulassen und sich Freiräume zu schaffen fĂźr Dinge, die Freude bereiten.
Danke, dass du an meinen Arm denkst! Es geht schon besser, aber die Genesung braucht noch etwas Zeit.
Ganz liebe GrĂźĂe
Annette
Hallo Annette,
man kann planen wie man will, machmal kommt es anders. So ein groĂer Garten ist viel bringt viel Freude, ist aber auch viel Arbeit und so kann ich sie gut verstehen, wenn es einem im Alter etwas zu viel wird und der Abschied dann weh tut. Aber wer weiĂ was die Zukunft bringt und vielleicht freuen sie sich in einem Jahr den Schritt getan zu haben, ich wĂźnsche es jedenfalls.
Liebe GrĂźĂe zu Dir und den schĂśnen GieĂkannen, die schauen toll aus in den verschiedenen GrĂźn TĂśnen
Manu
Liebe Manu,
genau, manchmal hat das Leben einfach andere Pläne! Ich hoffe auch sehr, dass sich der Schritt fĂźr meine Schwester und ihren Mann bald positiver anfĂźhlt. Man muss das Beste aus der Situation machen! Freut mich riesig, dass dir die GieĂkannen gefallen! Ein bisschen Farbe macht das Ganze doch gleich frĂśhlicher. đ
Ganz liebe GrĂźĂe zu dir,
Annette
Liebe Annette,
Abschied von Haus und Garten wĂźrde mir auch sehr schwer fallen. Ich hoffe, ich darf beides noch eine ganze Weile genieĂen. Aber irgendwann wird auch bei uns/mir die Zeit fĂźr Veränderung kommen. Veränderung ist ja auch immer wieder eine Chance fĂźr was Neues. Das GieĂkannenensamble hat mich schmunzeln lassen….
Liebe SonntagsgrĂźĂe schickt Dir
Anke
Liebe Anke,
ja, so ein Abschied ist wirklich keine leichte Entscheidung. Solange wir das Zuhause genieĂen kĂśnnen, ist es ein groĂes Geschenk. Keiner denkt beim Bau daran, welche Umstände das Alter mit sich bringt. Aber gut, du hast so recht â Veränderungen bringen oft auch neue MĂśglichkeiten und Ăberraschungen mit sich.
Dass das GieĂkannenensemble dir ein Schmunzeln entlocken konnte, freut mich! Es sind ja oft die kleinen Details, die uns den Alltag versĂźĂen. đ
Ganz liebe SonntagsgrĂźĂe zurĂźck zu dir,
Annette
Liebe Annette,
ja, das sind traurige Abschiede. Aber in einem gewissen Alter mĂźssen wir uns diesen Realitäten stellen. Ich kann Deine Schwester und Rela gut verstehen. Wir schaffen unsere 2000 m² gerade noch zu bewirtschaften, aber wann wird es zu anstrengend? Und man kann es auch nur schwer ertragen, wenn um einen herum allmählich ein Urwald wächst….
Dir, liebe Annette, einen schĂśnen Herbst. Und das mit den UFO’s und denn KleidungsstĂźcken machen wir eben nächstes Jahr….
LG
Elke
Liebe Elke,
ja, das sind die Abschiede, die uns wirklich nachdenklich machen. Ich bewundere euch, wie ihr eure 2000 m² noch meistert â das ist keine kleine Fläche! Man spĂźrt ja selbst, wie viel Arbeit so ein StĂźck Natur macht, und manchmal wächst es uns fast sprichwĂśrtlich Ăźber den Kopf. Aber wie du sagst: Alles zu seiner Zeit. Und die UFOs und Nähprojekte laufen uns ja nicht weg *lach*! Wir genieĂen einfach den Herbst, so gut es geht, und nehmen die Dinge, wie sie kommen im nächsten Jahr einfach wieder in die Hand. Das macht mir Hoffnung!
Ganz liebe GrĂźĂe und einen wunderschĂśnen Herbst fĂźr dich,
Annette