Vor ein paar Tagen habe ich Bärbel @otticreativ (unsere Bee-Queen bei den Bee.4.Bees), die „Kite Tales“ Blöcke zugeschickt. Die möchte ich hier noch schnell zeigen. Sie hatte das moderne Quiltmuster bei Melanie von Mellmeyer entdeckt.

Bärbel wünschte sich auch kleingemusterte Stoffe. Ein Bild ihrer Stoffauswahl zeigte sie uns in der Bee.4.Bees WhatsApp Gruppe. Farben wie Mittelblau, Marineblau, Rot für die Schleifen und Low Volume Stoffe als Hintergrund standen natürlich auch in der Gruppentabelle. Eine wunderschöne Stoffkombination, solche Stoffe sollte ich Zuhause haben, dachte ich mir. Den roten Stoff stimmte ich mit ihr ab. Da er nicht nur rote und weiße Schrift hat, sondern auch ein helles Rosa. Bärbel war einverstanden, da sie selbst Stoffe aus der gleichen Stoffserie von Brigitte Heitland vernähen würde.
Mit den dunkelblauen Stoffen habe ich mich ehrlich gesagt schwergetan. Denn meine Blautöne hatten nicht exakt den gewünschten Farbton und auch das große, bunte Muster passte nicht so gut in Bärbels Vorgaben. Also bestellte ich mir ein paar Fat Quarter. Als sie geliefert wurden, war ich damit auch nicht zufrieden. Denn so wie es oft bei Onlinebestellungen passiert, waren die Mustergröße nicht wirklich in der Größe, wie ich es bei der Bestellung gedacht hatte. Kennt ihr das? Aber ich pickte mir davon 4-6 blaue Stoffe heraus. Dann wurde das Pattern ausgedruckt und zusammengeklebt. Erst jetzt bemerkte ich, die besondere Druckereinstellung. Man sollte nämlich in Europa die Druckereinstellung: US-Letter, randlos wählen. Also musste ich erneut ausdrucken. Lieber auf Nummer sicher gehen, dachte ich mir. In der Bee Gruppe wurde das ebenfalls diskutiert und jemand erwähnte, dass sich bei dem Ausdruck tatsächlich ein Unterschied von ¾ Inch in der Breite ergeben würde, also Obacht!!
Die Blöcke werden mit Papier genäht – also stand FPP (Foundation paper piecing) auf dem Plan, und der fertige Block hat eine Größe von 12×18 Inches.
Bei dem Zuschnitt habe ich mir vorsorglich einfach größere Stücke ausgeschnitten. Ich habe mir angewöhnt bei Foundation Paper Piecing Schnittmuster immer rundherum 2cm Nahtzugabe extra dazu zunehmen. Damit fahre ich ganz gut.

Beim ersten Block habe ich dummerweise erst die eine Hälfte und dann die dazu passende andere Hälfte genäht. Da dauert dann die Näherei ein bisschen länger *lach*. Beim zweiten Block habe ich an beiden Hälften gleichzeitig genäht. So war von vornherein klar, welcher Stoff als nächstes drankommt. Wirklich, das hat sehr viel Zeit gespart. Dabei war es war auch schön gleich den Fortschritt an beiden Hälften zu sehen. Allerdings hatte ich die ganze Zeit über einen Knoten im Kopf *lach*, denn die Schleifen (die zwei Hälften) müssen ja auf der Rückseite zusammengenäht werden. Deshalb würde ich sagen, dieses Pattern ist eher für Fortgeschrittene gedacht oder für etwas geübtere Anfänger. Tja, da sieht man mal wieder – ich bin ein wirklich noch Anfänger *lach*!
Und, ich fand es sehr schwierig herauszufinden, wie man einen Schrift-Stoff anlegt, damit das Muster genau gerade, also waagerecht zur Schleife angenäht wird.
Die Dreiecke werden ja mit der Nahtzugabe umgeklappt und ich (Patchwork-Anfänger) konnte es nicht durchschauen, wie das Muster an die Linie (auf dem Papier) angelegt werden muss, damit das Muster richtig orientiert ist. Also im aufsteigenden Dreieck erscheint, bzw. waagerecht zum Block oder parallel zur Nahtzugabe zu sehen ist. Hahaha, kommt ihr noch mit???? Das ist gar nicht einfach zu erklären *lach*. Kein Problem hat man natürlich, wenn man nur Unistoffe oder Stoffe mit sehr kleinen Mustern vernäht. Denn dann kommt diese „Muster-Orientierung im Block“ gar nicht erst auf.
Definitiv sollte man als Anfänger nicht den Fehler machen, die Anleitung aus Papierspargründen doppelseitig auszudrucken. Und dann beim Zusammenkleben der Paper piecing Seiten festzustellen, huch – welche Seite muss ich nochmal nehmen??? Hätte ich vorher gewusst, wieviel Verwirrung er beim Nähen auf dem Papier bringt, hätte ich gleich die Blätter nochmal einseitig ausgedruckt!! Ich habe mir die jeweilige richtige Seite zwar markiert und dachte das recht aus. Aber gerade, wenn man auf der B Seite versucht die gleichen Stoffe zu verwenden, wie auf der A-Seite, fängt der Kopf an zu rauchen *lol*.
Vor dem Zusammennähen der beiden Hälften muss man das Zuviel an Nahtzugabe (ich hatte ja schon erwähnt, dass ich immer rundherum 2 cm Rand gelassen, anstatt nur ¼ Inch) zurückschneiden. Dafür sollte man den ganzen Block mit der Stoffseite auf die Schneidematte legen und mit einem langen Lineal und Rollschneider den Rand entsprechend der Nahtzugabe zu schneiden. Wer denkt, das geht auch zusammengelegt (also im Bruch), der irrt. Denn so werden die äußeren Kanten nicht maß genau abgeschnitten. Der Stoffbruch bewirkt eine Verschiebung des doppeltgelegten Stoffs. Also … mal eben schnell – ist nicht wirklich eine Hilfe beim genauen Arbeiten. Lieber Schritt für Schritt arbeiten, dann bekommt man auch schöne Ergebnisse, die sich sehen lassen können.
Und, vor dem Zusammennähen der beiden Hälften ist es wirklich wichtig, dass die äußeren Kanten das richtige Maß haben, sonst passen die Schleifen nicht perfekt zueinander. Dazu sage ich nur, aus Fehlern wird man klug *grins*. Dann passt es auch super, wenn man mit Stecknadeln durch die zwei Stofflagen sticht (jeweils an den Kreuzeckpunkten des gedruckten Papiers), dann passen die beiden Stoffhälften wirklich super aufeinander. Das ist der Vorteil beim Paper piecing, das geplante Zusammennähen an den Kreuzeckpunkten des Papiermusters.
Ganz zum Schluss habe ich die Nahtzugabe der Mittelnaht des fertigen Blocks von der Rückseite auseinandergebügelt und mit einer kleinen Holzwalze plattgepresst. So hat sich der Block wirklich schön plan gelegt. Das Papier habe ich an den Blöcken gelassen. So kann Bärbel die einzelnen Blöcke einfacher zusammennähen.
Die abgeschnittenen Stoffstücke der Dreiecke habe ich dazu verwendet, einen Miniquilt zu gestalten, mit der Quilt-as-you-go Methode. Wie das geht hatte mir Daniela im Quiltkollektiv Workshop gezeigt. Hach, und mit den Reststoffen vom Kite Tales Block ist das richtig hübsch geworden. Eine wirklich tolle Sache, um Stoffreste zu verarbeiten.
Seht her, ist das nicht schick geworden?

Aus diesem Miniquilt nähte ich ein kleines Halbkreistäschchen. Zuerst nach dieser Anleitung *klicke* und dann nach mit Hilfe von Evas Video.

Das Nähen der Kite Tales Blöcke und des Täschchens hat mir ganz viel Spaß gemacht. Und, wieder konnte ich vom Nähen aus der Bee-Quiltgruppe berichten, den Rest des Monats nähte ich nur an den UFOs. Und freut Euch auf Montag, denn dann kommt wieder ein neuer Gastbeitrag. Diesmal von Mühlenmeisje 😉
Ihr Lieben, macht es euch fein und genießt das Wochenende.
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