Ein Jahr ist vergangen, seit ich zuletzt bei Annette über Ordnung im Nähzimmer geschrieben habe. Damals ging es um den Abbau von Ufos. Höchste Zeit, das Thema Ordnung wieder aufzugreifen, denn in einem Jahr sammelt sich ja gerne so manches an… Bevor ich mit meinem heutigen Thema aber loslege, noch ganz kurz einen Satz über mich, für den Fall, dass du mich noch nicht kennst: Ich heiße Anni und blogge seit 2013 auf antetanni.wordpress.com hauptsächlich über mein Hobby Nähen, bin Gastgeberin der Sonntags Top 7 und des Montagsstarters und berichte über Gelesenes, Gekochtes, Bereistes und vieles mehr.
Viele meiner Beiträge drehen sich um Ordnung schaffen. Ein Thema, das mich ständig umtreibt, in diesen Tagen vor allem, was Ordnung und Disziplin der Aufbewahrung von Nähbüchern, Nähzeitschriften und der leidigen losen Blättersammlung an Schnittmuster und Anleitungen angeht.
Für 2020 habe ich mir vorgenommen, mein Verzeichnis Nähen auf der Festplatte wieder einmal von unnötigem Ballast zu befreien, heute aber will ich dir zeigen, wie ich unlängst Ordnung in die Bücher- und Zeitschriftensammlung gebracht und wie ich die vielen ausgedruckten E-Book-Anleitungen (neu) geordnet habe.
Mein Näharbeitsplatz ist klein. Viel Platz für Möbel gibt es nicht und viele Dinge lagern bislang verstreut in Kisten unter der Dachschräge, in den Schubladen oder Schrankfächern der wenigen Möbel oder liegen irgendwie kreuz und quer auf und zwischen anderen Dingen. Das galt vor allem für die Nähbücher und Nähzeitschriften, die bislang noch nicht so richtig einen festen Ort hatten bzw. – zwar thematisch sortiert – an mehreren Stellen lagerten. Wehe aber, ich habe eine Anleitung aus Buch X oder Zeitschrift Y gesucht. So ging es mir letzte Woche, ich habe ewig nach einer ganz bestimmten Anleitung gesucht und musste an mehreren Stellen kruschteln. Nun ist Schluss mit lustig, dachte ich mir, und es musste eine Lösung her!
Zunächst habe ich mir einen Überblick verschafft, was alles an Büchern und Zeitschriften sowie als Lose-Blatt-Sammlung an Anleitungen vorhanden ist und habe alles (alles!) auf dem Boden gestapelt bzw. ausgebreitet (ein Foto davon erspare ich dir und mir, zu schlimm sah es aus – einen klitzekleinen Ausschnitt habe ich auf Instagram gezeigt…uhhh).
Sämtliche Nähbücher (2017 habe ich hier bei Annette schon einmal meine Aufbewahrungslösung für Schnittmuster aus Nähbüchern gezeigt) stehen nun gesammelt auf einem Kasten und sind nicht mehr an verschiedenen Stellen im Zimmer untergebracht.

Alle meine Nähzeitschriften habe ich nun in Hängemappen untergebracht. Es gibt diese Mappen mit festen/breiten Böden, sodass – je nach Breite des Bodens – vier, fünf oder sechs Magazine in eine Mappe passen.

Da die (meisten) Nähzeitschriften auf dem Buchrücken beschriftet sind und somit die jeweilige Ausgabe gut lesbar ist, habe ich auf eine Beschriftung der Mappen verzichtet und die Zeitschriften lediglich chronologisch in die Mappen einsortiert. Über meine Lösung, Schnittmuster aus Nähzeitschriften aufzubewahren, habe ich 2016 bei mir im Blog geschrieben.

Was aber nutzt die beste Sortierung, wenn ich nicht weiß, welche Modelle in der jeweiligen Zeitschrift zu finden sind? Ich möchte ja nicht immer alle Hefte durchblättern müssen, egal, ob ich ein neues Modell suche oder nach einem Schnittmuster krame, das ich vielleicht schon einmal genäht habe, aber nicht mehr weiß, ob es jetzt in Heft 4711 aus dem Jahr 2017 oder in Heft 0815 aus dem letzten Jahr war… Dafür habe ich von allen Heften mit dem Smartphone Fotos des Deckblatts und der Übersichten gemacht (bei Burda kein Problem, die Hefte von La Maison Victor sind da schon spezieller, da nicht alle Ausgaben eine Übersicht der Modelle enthalten) und diese Bilder in eine Tabelle einer Worddatei gespeichert. Der Aufwand war einmal da und zugegebenermaßen nicht ganz ohne, aber ich finde, die Mühe hat sich gelohnt. Schau selbst:

Das Bild zeigt den ersten Entwurf der Tabelle, damit du dir vorstellen kannst, was ich damit meine. Inzwischen ist die Tabelle schon prall gefüllt mit weiteren Bildern (in chronologischer Reihenfolge) und auch mit Informationen zu den Modellen, die ich aus den Heften schon einmal nachgearbeitet habe. Für die Nähbücher habe ich ähnliches vor. Diese enthalten zwar meistens ein Inhaltsverzeichnis, jedoch stehen da oft eben nur der Name des Modells, manchmal ohne Angabe, ob es sich jetzt um eine Hose oder einen Pullover usw. handelt und ein Bild fehlt auch. Hier plane ich, die Modelle abzulichten und eine Übersicht der Bilder vorne ins Buch einzukleben, damit auch hier auf einen Blick zu sehen ist, was das Buch enthält. Mehr dazu irgendwann bei mir im Blog.
Die Lose-Blatt-Sammlung der ausgedruckten Anleitungen habe ich einer sehr kritischen Prüfung unterworfen. Wie oft habe ich schon Anleitungen und Schnittmuster – gerade von Freebooks – ausgedruckt, dann aber doch nie genäht. Insgesamt hatte ich 15 Ordner und Stehsammler, in denen Wunder was abgelegt war. Dazu kunterbunt durcheinander.
Ich habe sämtliche Ausdrucke von Anleitungen/Schnittmuster, die ich online gespeichert habe und von denen ich weiß, dass ich sie nicht regelmäßig oder in nächster Zeit nicht nähen werde, entsorgt. Ja, ist vielleicht doof in Sachen Umweltschutz, nachdem sie schon mal ausgedruckt da lagen, aber ich fühle mich von den Papierbergen befreit und dieses Gefühl hat obsiegt. Geblieben sind 5 Ordner mit Nähanleitungen plus 1 Ordner mit Häkel-, Strick- und sonstigen Bastel-/DIY-Anleitungen. Auch das sind noch zu viele, zu mehr Wegwerfen konnte ich mich aber noch nicht durchringen. Die Anleitungen sind nun thematisch geordnet.

In jedem Ordner befindet sich zudem vorne ein Deckblatt mit der Auflistung der Schnittmuster (was, woher, welche Größe; die Anleitungen/Schnittmuster liegen in wiederverwendbaren Klarsichthüllen und enthalten teilweise auch ein Deckblatt mit weiteren Angaben, sofern ich das Schnittmuster bereits verwendet habe – nicht alle, meistens schreibe ich auf das Schnittmuster bereits weitere Angaben drauf, wie das wann für wen genäht oder ob es bestimmte Dinge wie Größenanpassungen oder ähnliches zu beachten gab usw.). Ich plane, die Übersichtsliste vorne in den Ordnern noch mit Abbildungen zu versehen, aber für den Moment reicht mir die Sortierung nach Baby+Kind Oberteilen/Unterteilen, Kleidung, (Hand-)Taschen und Täschchen aus.

Ein Ordner ist – wie du vielleicht auf dem Bild schon erkannt hast – noch unbeschriftet. Das ist der mit den Häkel-/Strick- und sonstigen Bastel-/DIY-Anleitungen. Da muss ich nochmals durch hinsichtlich der Kategorien und was ich wirklich behalten möchte. Aber gut darf auch mal gut sein und die Reduzierung von 15 Ordnern auf aktuell 6 Stück erfreut mich schon sehr. Mein Traum wäre ja, alle Schnittmuster/Anleitungen usw. in Hängemappen aufzubewahren. Leider aber scheitert das daran, dass ich nicht genügend Mappenauszüge habe und die vorhandenen Schränke nicht mehr nachrüsten kann, da es das Modell nicht mehr gibt. Egal, es ist jetzt, wie es ist und mein Etappenziel ist auch ohne den Hängeregister-Traum erreicht: Alle Anleitungen, ob aus Büchern, Zeitschriften oder in Ordnern lagern nun an einem Ort nebeneinander! Tschakka!
Übrigens: Abweichend von meiner oben erwähnten Aufbewahrungslösung für Schnittmuster aus Nähbüchern liegen in den Ordnern teilweise auch Schnitte aus Nähbüchern, wenn die direkte Aufbewahrung in den Büchern dort aus Platzgründen nicht mehr möglich war. Dank der Übersicht in den Büchern selbst, was ich wann für wen genäht habe, weiß ich dann, dass das Schnittmuster im Ordner abgelegt ist, wenn es nicht im Buch selbst liegt.
Die Ablage… ein immer wiederkehrendes Thema und im besten Fall ein lebendiges System. Wie behältst du den Überblick an Schnittmustern und Anleitungen? Ich freue mich über deine Anregungen und Ideen dazu!
Viele Grüße
Anni | antetanni












