Monat: Juli 2019

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Machwerk Taschennähkurs 2019 – ein Rückblick

Als ich die Einladung für Susannes aka Nahtlust Nähwochenende in Heidelberg erhielt war klar: Da möchte ich wieder dabei sein. Der Taschennähkurs von Griselda von Machwerk  gehört zu den ganz großen Events in meiner Jahresplanung. Es ist ein Treffen der kreativen Wiederholungstäter und mittlerweile war ich schon 4. Mal mit von der Partie.

Letztes Wochenende waren zwei neue Gesichter an Bord, Simone und Katharina, Andrea, MaritaBW und Ingrid aka Nähkäschtle hatte ich im letzten Jahr dort schon getroffen. Es ist immer wieder schön  Nähfreundinnen im „real life“ zu begegnen. Und das Besondere an diesem Nähtreffen ist, dass es so harmonisch zugeht. Das liegt wohl an der gleichen Wellenlänge aller Beteiligten. So ist es einfach schön!!

Zwei volle Tage nähten wir mit Frau Machwerk tolle Taschen. Genügend Material hatte sie auch wieder mitgebracht. Leider habe ich kaum Fotos gemacht, so dass ich euch gar nicht zeigen kann, was Martina alles dabei hatte. Aber schaut mal bei Susanne vorbei, sie ist ein paar Mal mit ihrer Kamera um die Tische gehuscht. 🙂

Sie hatte dieses Nähtreffen wieder perfekt organisiert. Auch den Büroraum stellte ihr Mann wieder zur Verfügung. Als wir eintrafen war alles fertig aufgebaut. Die Arbeitsplätze waren bestückt mit Verlängerungskabel und sogar ein echter „NAHTLUST IS HERE“ Fadensammler stand auf meinem Platz. Cool, oder?!

Am Samstag nähte ich meine erste Grete, aus dem mangofarbenen Leder. Das hatte ich mir schon im letzten Kurs mitgenommen. Eigentlich plante ich die Grete Zuhause zu nähen, nachdem ich bei Marita die schöne gelbe Grete im letzten Kurs bewunderte. Nur der Sommer hatte andere Pläne. Es war einfach zu heiß in der Wohnung, da habe ich kaum genäht.

Somit ist die Grete ein echtes UFO und ich kann sie aus meiner UFO Liste 2019 ausstreichen. Juhu. 😉 Die Fotos habe ich gestern Zuhause im Garten gemacht. Bei Tageslicht werden die Bilder immer viel, viel schöner. Dieses leuchtende Gelb ist einfach der Hammer!!

Ich liebe dieses Sommersonnengelb und auch das Innenleben meiner Grete, zwei Scheinfächer, ein Reißverschlussfach für Münzen und 6 Fächer für Karten, super. Schön ist auch das mein Smartphone in die große Grete passt. – Den blauen Stoff hatte mir die liebe Katharina überlassen, vielen Dank nochmals, der passt wirklich viel besser als der Graue, den ich dabei hatte.

So ein Nähtreffen ist auch gut, um Dinge weiterzugeben, ich sage nur „1000 Teile raus“! Einen ganzen Karton mit Kinderstoffen hatte ich mitgebracht, damit sie ein neues Zuhause finden. Die Box mit mindestens 3 kg Schmeichelstoff konnten tatsächlich umziehen. Darüber bin ich sehr glücklich. Nicht nur weil es nun ein bisschen mehr freien Platz im Stoffschrank gibt, sondern auch weil diese Stoffe nun eine neue Verwendung finden. Katharina betreut in ihrem Wohnort die Kreativ-Werkstatt für Kinder und fand die Idee mit dem Stoff-Umzug genial. Es freut mich, dass nun diese Stoffe nicht mehr bei mir im Regal verharren, sondern jetzt genau an der richtigen Adresse gelandet sind. Tschakka!!

Am Samstagnachmittag wurde auch freudig getauscht. Ingrid und ich übergaben uns den Juli-Swap. Vielleicht habt ihr am Freutag schon darüber gelesen? Hihi, die Idee zu Tauschen war uns im letzten Heidelberger Nähwochenende gekommen, als ich Ingrid zum ersten Mal live getroffen hatte. Der Grund war, weil Susanne beim letzten Nähtreffen wieder von dem Tauschen mit Maika erzählt hatte. Die beiden tauschen ja auch schon seit 4 Jahren, Monat für Monat. Ich finde den Swap mit Ingrid wirklich nett, besonders weil wir ähnliche Stoffvorlieben haben. Lustig wie die Zeit vergeht, nun haben wir schon 7x getauscht. Das ist etwas ganz Besonderes!

Abends nach dem Kurs hatte Susanne wieder einen Tisch im Restaurant reserviert. Einige haben die „blöde Ziege“ oder den „schwarzen Tiger“ gegessen und mache auch gemischt *lach*. Bestimmt seid ihr jetzt ganz neugierig und wollt wissen was das ist. Ganz einfach, das sind unterschiedliche Pizza Sorten. Ich hatte Bärenhunger und bestellte Fisch, der war sehr lecker. Und, es gab eine erfrischende Rhabarberschorle dazu, die war vielleicht gut!

Am Sonntagmorgen hatte ich meine rote Ledertasche mitgebracht. Die Nieten hatten sich gelöst und ich fragte Martina, ob ich mir mit ihrer Ösenpresse neue Ösen einsetzen dürfe. Hilfsbereit wie Martina immer ist, hat sie mir gleich die richtigen Ösen gezeigt. Sie gab mir auch den Tipp noch ein kleines Stück Leder mit festzunieten. So würden sich die Nieten ganz bestimmt nicht mehr heraus bewegen. Auch habe ich die D-Ringe gegen O-Ringe ausgetauscht. Jetzt hat meine Olivia F. wieder eine super Henkelbefestigung und muss nicht mehr in der dunklen Ecke liegen. Dankeschön liebe Martina.

Dann startete ich mit meinen zwei Didi Projekttaschen, die ich schon Zuhause zugeschnitten hatte. Ich dachte zwei Taschen gleichzeitig zu nähen wäre zweitsparend und auch einfacher. Zumal ich beide Projekttaschen mit derselben Garnfarbe „Grau“ nähen konnte. Für die Stoffauswahl hatte ich mir kurz nach der Veröffentlichung des neuen Didi-Schnittmusters einen hübschen Nähutensilien Stoff online gekauft. Gleich mit passenden Kombistoffen, damit ich nicht lange suchen musste.

Die zweite Didi wollte ich mit „heimischen Stoffschrank Stoffen“ nähen *lach*. Dieser gelbbunte Garnrollenstoff schien mir dafür auch ganz geeignet. Er ist auch farbtechnisch gut mit anderen  Stoffen zu kombinieren. Grau geht ja immer. 😉

Am Nachmittag wurden viele schon früher fertig mit ihren Taschen und wollten keine weiteren Projekte starten. Mit der Unruhe kam dann auch die Idee meine Didi Projekttaschen Zuhause, in aller Ruhe fertigzunähen. Also wurde aufgeräumt und eingepackt. Gegen 17 Uhr war alles sauber und die schöne Gemeinschaft löste sich auf.

Simone hatte eine Didi und ein Reiseetui mit „patternhack“ genäht, die zeigt sie bestimmt noch auf Instagram. Ingrid zauberte sich aus ihrer UFO Kiste zwei Carpet Bags. Katharina nähte am Samstag gleich zweimal die Grete und am Sonntag noch zwei kleine Carpet Bags. Sie ist wirklich von der schnellen Sorte! Marita nähte zwei Nepal Taschen und Andrea zauberte in Windeseile eine Nepal Tasche und auch noch eine Grete. Susanne ist ja bagaholic *lol* und sie hat erst eine Carpet Bag genäht, dann eine Nepaltasche und auch noch eine große Carpet Bag als Reisetasche. Hut ab Mädels! Ich kann nur sagen, wer fleißig arbeitet und nicht zu viel quatscht schafft auch viel *lach*. Jetzt sind meine Projekttaschen auch fertig geworden und ich bin so happy keine neuen UFOs produziert zu haben.

Hier meine beiden Didi Projekttaschen als Collage, damit die Bilderflut nicht noch größer wird.

Und, welche gefällt euch mehr? Seid ihr im Rosa oder doch lieber im Gelben Team? Also ich mag beide sehr gerne und ich freue mich total über diese tollen Taschen. Unglaublich wieviel Platz in den drei Innenfächern ist und das geniale Zugsystem!! Einfach gut durchdacht.

Gut das Martina ihren Sohn in Nepal besuchte und dieses Zugsystem an einem kleinen Täschchen in Kathmandu entdeckte. Durch diesen „Verschluss“ kann echt nichts herausfallen. Sehr praktisch und diese beiden Exemplare sind definitiv nicht die letzten auf meinem Nähtisch! Sie sind wirklich gut als Geburtstagsgeschenk geeignet. Mal sehen ….

Meine gelbe Didi werde ich für meine Häkelsachen benutzen. Die African Flowers sind ja noch in Arbeit. Hihi, noch ein UFO!! Die andere Didi verschenke ich. Aber darüber darf ich noch nicht schreiben. Also psssst!! 😉

Richtig schön war dieses kreative Nähwochenende und ich freue mich auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr beim Nähtreffen von Frau Nahtlust in Heidelberg.

Herzlichen Dank an Martina für die tollen Schnitte und die Unterstützung im Kurs und auch nochmals Dankeschön an Susanne für die super Orga!!

Ihr Lieben, schön das ihr bis jetzt durchgehalten habt, dass war ja ein langer Bericht. Hoffentlich habe ich euch nicht damit gelangweilt.

Habt ein schönes Wochenende und genießt den Juli.

Ganz liebe Grüße aus dem sommerlichen Heidelberg

Annette

 

Hier könnt ihr noch bei den anderen Bloggern schauen, wie schön der Kurs war: Susannes Rückblick, dann veröffentlichte Ingrid ihren Kursbericht und Maritas Beitrag ist auch online.

Hier sind die Berichte meiner letzten drei Machwerkkurse, falls ihr mal stöbern möchtet:

  • 2018: Jonidress und keine Machwerktasche
  • 2017: EWA aus grünem Leder
  • 2016: Arya  eine große Strandtasche für mich
  • 2016: EWA die erste, „Supergirl“ 😉

Links:

  • Griselda von Machwerk:  https://machwerke.blogspot.com
  • Nahtlust: https://nahtlust.de/2019/07/17/rueckblick-machwerk-kurs/
Let's Swap!

Let’s swap – Tasche Milly im Juli tauschen

Zum ersten Mal haben Ingrid aka Nähkäschtle und ich „live“ getauscht. Das war vielleicht eine Freude!! Hihi, aber wir waren nicht ganz alleine, sondern hatten viele neugierige Zuschauer. Am letzten Wochenende war nämlich wieder der Taschennähkurs von Griselda von Machwerk in Heidelberg, den Susanne aka Nahtlust organisiert. Darüber schreibe ich das nächste Mal.

Jetzt zeige ich euch erst einmal die wunderschöne Wendetasche, die Ingrid mir überreichte… Super schön, oder? 😉 Der Stoffhintergrund der einen Seite ist Mintgrün, dann sind Retroblümchen auf dem Stoff in den Farben Rot, Orange, Gelb und Grün. So einen Stoff habe ich noch nirgends gesehen, einfach schön. Auf der anderen Seite der Wendetasche sind weiße kleine Dreiecke auf hellgrünem Grund. Sehr cool!! Ein schönes Farbzusammenspiel zwischen den beiden Stoffen.

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Jedenfalls war das Tauschen diesmal ganz anders als sonst – und dazu auch noch öffentlich. Wir überreichten uns freudig die Geschenke. Was für ein Spaß! Hihi, allerdings fand ich es sehr ungewohnt dabei von so vielen Frauen im Nähkurs beobachtet zu werden. Susanne, Martina, Marita, Simone, Katharina und Andrea ließen uns nicht einen Moment aus den Augen *lach*.  Gerade Susanne war sehr an dem Tausch interessiert, weil sie ja mit Maika schon seit vier Jahren tauscht. Wir haben aber alle nicht lange auf die Folter gespannt, sondern ratz fatz ausgepackt. Dann ging alles ganz schnell.

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Wir öffneten beide gleichzeitig die Geschenke und ich zog zuerst die Tasche mit der grüne Außenseite aus dem Seidenpapier. Ingrid hatte hübsches Papier mit Stoffband zum Zubinden verwendet, echt schön. Im Garten habe ich noch ein Foto für euch davon gemacht. Kurz danach wendete ich die Tasche und die geblümte Seite kam zum Vorschein. WOW, wie schön! Auch Ingrid öffnete ganz erwartungsvoll das Geschenkpapier und freute sich. Bei Ingrid könnt ihr heute auch mehr darüber lesen. *smile*.

Als Tauschobjekt hatten wir uns im Juli für das Schnittmuster „Freebook Milli“ von Pattydoo entschieden und jetzt habe ich diese Wendetasche zum ersten Mal genäht. Ein toller Schnitt und die Taschen sind ganz stabil. Was ich etwas komisch fand war, dass die Wendeöffnung in einem der Taschenhenkel liegt. Die Henkel sind nämlich recht schmal. Bestimmt lässt sich die Tasche auch ganz gut an einer der Seitennähte wenden. Es ist schon etwas kniffelig den ganzen Taschenkörper durch diese kleine Henkelwendeöffnung zu bugsieren. Gut, dass ich zum Nähen nur leichte Baumwollstoffe verwendet habe und keinen dickeren Canvas. Wunderschön ist die Tasche geworden. Und, ich musste so lachen – wir hatten beide eine grüne Tasche genäht, was für ein Zufall.

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Ein besonderer Eyechatcher ist ja die Kellerfalte in der Mitte der Tasche. Richtig hübsch sieht Ingrids Milli aus, ich bin total begeistert. Auch mein Mann meinte gleich: „Uhi, die ist aber schick!“ Und, juhu, das ist MEINE Milly, ich freue mich immer noch sehr über diesen Tausch. Und ehrlich, in der Gruppe auszupacken ist gar nicht schlimm *lach* 😉 – Dankeschön liebe Ingrid!

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Für meine Wendetasche hatte ich mir einen grünen Punktestoff und einen Apfelstoff ausgesucht. Inspiriert durch meine Wochenmarktsbesuche habe ich instinktiv an „Äpfel einkaufen“ gedacht. Schon lustig, was einem so beim Nähen im Kopf herumspukt. Ich finde Stofftaschen zum Einkaufen viel schöner als irgendwelche Plastiktaschen.

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Damit Ingrid nicht von all diesen Äpfeln geblendet wird, habe ich der Innenseite der Wendetasche eine Applikation verpasst. Es musste natürlich auch ein Apfel dafür herhalten *grins*.

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Den Apfel bügelte ich mit Haftvlies auf den Stoff und anschließend wurde er mit einem feinen Zickzackstich aufgenäht. Ein bisschen weit unten ist der Apfel aufgenäht, die 5cm Abstand zur unteren Kante sind offensichtlich nicht genug. Besser wäre ein Abstand von 10cm gewesen. C’est la vie, es kommt so wie es kommt und Ingrid fand es gut.

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Tja, und das war es auch schon wieder mit dem Tauschen im Juli. Wenn ihr genau wissen wollt, wie Ingrid diesmal den Tausch fand, schaut hüpft doch schnell noch zu ihr rüber.

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Ihr Lieben, ich wünsche euch einen wunderschönen Tag.

Macht es euch fein.

Liebste Grüße

Annette

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Hier ist ein Überblick über die Tauschsachen:

 

Nähzutaten und Schnittmuster:

Schnittmuster: von Pattydoo Tasche Milly – ist ein Freebook.

Stoffe: Punktestoff vom Stoffmarkt in Groningen und Apfelstoff aus dem Stoffkeller

Linked: Freutag und kreative Sommerzeit

Anziehsachen

Ein Sommertop mit Streifen für mich

Wer hätte gedacht, dass ich pünktlich zum Sommerstart noch ein Kleidungsstück fertig nähe? Ich nicht *lach*! Und jetzt kann ich es euch auch endlich zeigen. Bei all den Schnittmustern, die sich hier sammeln fand ich einen einfachen Schnitt ohne viel Tamtam. Und dann entstand daraus ein neues Sommertop für mich, an nur zwei Abenden.

 

 

Den hübschen Designerstoff hatte ich schon im letzten Jahr aus dem Schnäppchkorb bei Stoffe Lott gefischt. Hihi, ich nun wieder! Die schönen Farben haben mich so breit angelacht da konnte ich nicht nein sagen.

Der erste Gedanke war daraus eine Bluse mit Ärmeln zu zaubern, aber das kleine Reststück ließ es nicht zu. Dann kam die Idee ein luftiges Sommertop daraus zu nähen. Das einstige Freebook ‚Lady Topas‘ schlummerte schon lange bei mir auf dem Rechner und als Marita mir den Schnitt auch empfahl wurde ich aktiv.

 

Die Anleitung hatte ich vorher gar nicht gelesen, war einfach mit dem Zuschneiden gestartet. ohne mir darüber Gedanken zu machen. Erst später entdeckte ich die Nähinformation: „für Webware nicht geeignet“! Haha. Aber da schon zugeschnitten war, nähte ich einfach weiter. Mit den wertvollen Tipps aus der VHS-Nähwerkstatt war es ein Klacks das Top zu nähen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Susanne. Toll fand ich, wie einfach die Anleitung für Webware umzusetzen ist (Erklärung stehe bei den Kommentaren..).  Daraus ist für mich dieses wunderschöne Top entstanden. Und ich trage es wirklich gerne, weil es so Figur unproblematisch ist. Denn mein Winterspeck hat sich in Sommer-Hüftgold verwandelt *lach* und mit dem Gummi im Saum ist das alles gar kein Problem mehr. Überrascht war ich auch beim ersten Tragen. Denn der Stoff scheint auf der Hand ein bisschen durch. Das Muster kaschiert aber perfekt, dass finde ich wirklich super.

Ich habe auch versucht die Streifen senkrecht an die Seitennähte anzupassen. Auf der linken Seite ist das auch gelungen, nur rechts passt es mustertechnisch nicht wirklich gut zusammen. Aber wer schaut da wirklich hin, hihi. Beim zweiten Top werde ich vorher auf die Musterfolge achten, damit sowas nicht noch einmal passiert.

 

 

Ihr fragt euch vielleicht, warum ich in der Nähwerkstatt nähe? Nun, ich liebe gemeinsames Nähen und den Austausch mit anderen. Zuhause sitzt man ja immer nur allein vor der Maschine und mit anderen macht es einfach mehr Spaß zu werkeln. Hihi, außerdem wird man nicht durch andere Sachen abgelenkt und das finde ich super. Heute Abend hätte ich auch wieder einen Platz von der Warteliste bekommen, nur bin ich schon anderweitig verplant.

 

 

Dieses Bild ist im Luisenpark Mannheim entstanden, beim Gondolettafahren. Da war kürzlich der Kindergeburtstag von Fräulein P. an einem sehr heißen Sonntagnachmittag.

 

 

Eine schöne Feier war das für die kleine Maus, auch bei den hohen Temperaturen über 35 Grad. Ich hatte ihr ein paar kleine Handtücher bestickt und sie damit überrascht, die hatte ich euch noch gar nicht gezeigt. Natürlich kommen sie noch in die Stick-Freuden Linkparty.

Übrigens, das Bild ganz oben stammt aus unserem letzten Frankreichurlaub. Da waren wir auf der schönen „Île de Noirmoutier“, davon werde ich euch aber demnächst noch berichten. Das war sooo ein schöner Urlaub.

Jetzt wird aber weiter gewerkelt, am Wochenende ist der Machwerkkurs bei Frau Nahtlust *freu, freu, freu* und dafür muss ich mir noch ein paar Schmeichelstoffe zuschneiden. Vielleicht sehen wir uns später noch bei Du für dich am Donnerstag und Sewlala? Mal sehen was dort alles gezeigt wird, ich bin gespannt!!

Also dann ihr Lieben, macht es euch fein und genießt den Sommer!

Viele, kreative Grüße

Annette

 

Schnitt und Nähzutaten:

  • Schnittmuster: Lady Topas von Mialuna
  • Stoff: Designwebware aus Baumwolle
Bärbel bloggt

Koffer-Anhänger nähen – DIY Tutorial

Hallo ihr Lieben,

Sommerzeit ist Reisezeit und zum Koffer gehört auch ein Kofferanhänger, damit nichts verloren geht!

Heute zeige ich euch, wie man aus Baumwollstoff und Vinylfolie einen Koffer-Anhänger näht. Bahnreisende benötigen nämlich, seit der Einführung des QR-Codes auf dem eGepäckticket, ein neues Format für ihre Kofferanhänger.

Der Koffer-eGepäckticket-Anhänger, den ich euch heute vorstellen möchte, hat zwei Einschubfächer. Auf der Vorderseite kann man das eGepäckticket einstecken und auf der Rückseite zusätzlich noch die Adresse. Da ist praktisch gleich alles zusammen, was wichtig ist auf der großen Reise.

Was ihr für die Kofferanhänger benötigt, zeige ich euch jetzt:

Material:

2x Baumwollstoff Stücke mit der Größe: 14 x 18 cm

2x Verstärkung (Vlieseinlage/H-250) 14 x 8 cm

2x Vinylfolie aus dem Baumarkt (Tischdecken Abteilung): 14 x 13,5 cm

Druckknöpfe/Kam Snaps: 6 Paare

2x Schrägband für die Folie (rot): Länge: 16 cm

1x Schrägband als Einfassung (blau): Länge: ca. 60 cm

1x Metallöse mit Scheibe von Prym, 8mm

Kordel für die Befestigung am Koffer: 45 cm

Hilfsmittel:

Bügeleisen

Schere/Rollschneider/Schneidematte
einen Schrägbandformer, wenn ihr euch das Schrägband selbst zuschneidet

Druckknopfzange

Stoffklammern

Hammer zum Einschlagen der Öse

Nähanleitung:

Schneidet den Stoff, die Verstärkung und die Vinylfolie zu.

Zum Nähen an der Nähmaschine stellt euch einen Gradstich, mit der Stichlänge von 3.0 ein. Die Vinylfolie mag keine zu engen Stiche. 😉

Nehmt euch nun das Schrägband zu Hand. Steckt das aufgeklappte Schrägband mit Klammern an die erste der beiden Folien an. Dabei sollte die schöne, rechte Stoffseite zur Folie schauen und wenn du nähst liegt der Stoff untern. So kann die Maschine besser transportieren, da die Folie leicht am Tisch „klebt“. Nun kannst du die erste Naht zum Anbringen des Schrägbands nähen. Nähe füsschenbreit an der oberen Kante das Schrägband fest. Dann falte das Schrägband nahtverdeckend auf die andere Seite und fixiere es mit Stoffklammern. Die zweite Naht kommt genau auf die erste. Ist das erste Schrägband festgenäht, wiederhole diesen Schritt mit der zweiten Vinylfolie.

Zur Verstärkung des Stoffs wird die Vlieseinlage an die oberen Kanten der Stoffteile aufgebügelt. Dann lege beiden Stoffe links auf links zusammen (Collage unten links). Die schönen Seiten zeigen nach außen. Darüber legst du auf jeder rechte Stoffseite die zuvor eingefasste Vinylfolie. Die unteren Kanten schließen miteinander ab (Stoffe + Vinylfolie). Das Schrägband der Folie ist ca. 4,5 cm von der oberen Stoffkante entfernt (Collage, unten rechts). Stecke alles mit Klammern fest. Achtet darauf, dass die Schrägband-Enden auf jeder Seite direkt aufeinander liegen.

Um nun die Lagen miteinander zu fixieren, nähe sie knappkantig mit einem Gradstich an den Seiten und an der unteren Kante zusammen. Lasse aber bei der Folie die oberen 2cm offen. So lassen sich später die Druckknöpfe leichter anbringen. Die überstehende Vinylfolie kann jetzt zurückgeschnitten werden.

Jetzt noch alle vier Ecken abschneiden, so kannst du später die diese Ecken einfacher mit dem Schrägband einfassen. Dafür schneidet ihr im 45 Grad Winkel die letzten 2 cm jeder Ecke zurück. Am besten geht das auf der Schneidematte mit Zentimetereinteilung + Rollschneider.

Nun werde die Löcher für die Druckknöpfe auf dem Schrägband/Vinylfolie markiert. Der Kofferanhänger hat zwei Sichtfenstertaschen. Auf der Vorderseite wird nur ein Druckknopf befestigt, die Rückseite bekommt zwei KamSnaps Drücker. Alle Drei haben ihr „Gegenüber“ auf der Stoffseite, die versteckt hinter dem Vinylfolien-Schrägband liegt.

Zeichne dir nun die Punkte für die Druckknöpfe an. Zuerst nur einen, bzw. zwei Punkte auf die Schrängbandkante, dann auf den Stoff. Mit dem Nahttrenner lassen sich die Markierungen zu einem kl. Loch weiten. Anschließend drückst du die Druckknöpfe in den Stoff. Für die Befestigung der Druckknöpfe, muss der Stoff ca. 2 cm umgeknickt werden. Dann hat die Zange genügend Platz.

Im unteren Bild kannst du dir ansehen, wie die Druckknöpfe an rechter Stelle sitzen. Auf dem ersten Foto links wurde erst ein Druckknopfpaar eingesetzt. Auf dem Bild rechts sind schon alle 6 Paare fixiert, zwei sind allerdings unsichtbar. Sie sind auf der gegenüberliegenden Vinylseite, die jetzt nicht zu sehen ist.

Nun kann der Kofferanhänger rundherum mit Schrägband eingefasst werden und ist somit geschlossen. Hier ist das selbst zugeschnittene Schrägband zu sehen.

Und hier habe ich auch noch dunkelblaues Schrägband vernäht. Bei insgesamt 5 Familienkoffern benötigt Frau auch mehrere Kofferanhänger. 😉  Wer sich auch sein Schrägband selbst machen möchte, findet im www. etliche Anleitungen dazu. Es ist ganz leicht herzustellen, versucht es doch mal. Es lohnt sich besonders für kleinere Projekte, wenn man kein farblich passendes Schrägband zu Hause hat.

Ist das Schrägband/Einfassband rundherum festgenäht, wird die Metallöse eingesetzt. Vorher muss allerdings erst ein passendes Loch an dieser Stelle gestanzt werden. Nach dem Einsetzen der Öse bindet man eine Kordel fest. Mit ihr wird der Kofferanhänger am Koffer festgebunden.

Und, schwuppdiwupp sind die Kofferanhänger fertig!!

Ab in die Bahn und winke winke!!

Endlich Urlaub, Ferien, die Auszeit genießen!!

Ich hoffe euch hat mein kleines DIY Kofferanhänger Tutorial gefallen und ich habe alles verständlich erklärt. Falls noch Fragen offen sind, her damit.

Macht es euch fein ihr Lieben und genießt den Sommer!!

Liebste Grüße

Annette

Handtaschen

Leder-Dany zum 60. Geburtstag | Machwerk

Heute zeige ich euch eine braungoldene Lederhandtasche, die ich für meine Schwägerin zum  runden Geburtstag genäht hatte. Lustigerweise ist es wieder eine Dany von Frau Machwerk geworden.

Tadaaa, hier kommt die Dany Nr. 5

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Für dieses Geburtstagsprojekt hatte ich feines Taschenleder aus Berlin geordert. Braunes, weil die Jubilarin die Farbe so schätzt. Die Stoff/Lederkombi hat mir ein wenig Kopfzerbrechen bereitet. Denn der schöne Karostoff, den ich extra dazu passend gekauft hatte, enthielt Webfehler. Das andere Karo aus dem Stoffschrank war zu großflächig und weitere braune Stoffe hatte ich nicht vorrätig.

Dann fand ich den perfekten Stoff bei Karines Nähtreffen, einen braunen Baumwollstoff mit metallischer Beschichtung. Ein sehr außergewöhnlicher Stoff, wie Karine mir erzählte, da das Muster ursprünglich von William Morris im viktorianischen Zeitalter entworfen wurde. Im Victoria and Albert Museum in London werden Gewebe und Textilien von William Morris gesammelt und ausgestellt. Grandiose Stücke fand ich auch im www beim Suchen nach diesem Künstler, der auch als „Vater der Arts & Crafts-Bewegung“ bezeichnet wird. Er entwickelte viele Druck- und Färbetechniken und webte auf seinem Webstuhl Baumwoll- und Leinengewebe für Teppiche und Haustextilien.

Der braungoldene Stoff wurde also nach der Musteridee von Mr. Morris hergestellt, wie interessant! Karine hatte diesen edlen Stoff für eine Quiltrückseite verwendet, den sie Mitte letzten Jahres fertigstellte. Glücklicherweise war davon ein passendes Reststück übrig geblieben. Schaut mal auf dem oberen Foto, die Brauntöne passen perfekt zu dem Taschenleder. Toll oder?

Sehr schön fühlt sich auch das braune Rindsleder an. Es ist etwas dicker als das Blaue bei der maritimen Dany #4. Daher habe ich auf fettes Paspelband bei den seitlichen Eingriffstaschen verzichtet und stattdessen eine Schmuckkante vom Edelstoff gezaubert.

Im Prinzip wurden fast alle Stoffteile aus dem braungoldenen Edelstoff genäht. Also auch die beiden versteckten Innentaschenbeutel der Vordertasche und die hintere Innentasche. Nur der Eingriff der aufgesetzten Tasche im Tascheninnenraum bekam ein fremdes Stück Stoff aufgenäht. Ein bisschen Kontrast im inneren Taschenbeutel kann nicht schaden, dachte ich mir. Leider ist das Foto dort etwas unscharf. Dieses Fitzelchen Stoff hatte ich in einer Stoffmustermappe für Übergardinen entdeckt. Es sieht aus wie sehr grobes Leinen und passt auch gut zum Seil.

Mit dem Absteppen der oberen Eingriffkante hatte ich wieder Probleme. Schon beim Absteppen dieses Bereichs hatte ich mir bei der maritimen Dany fast das schöne Leder zerfetzt. Diesmal war ich schlauer und habe abreißbare Folie untergelegt. So hat der Transporteur der Maschine dem Leder nichts anhaben können (linkes Bild in der 2. Collage). Dann kam eine weitere Hürde. Wie sollte ich nur die seitlichen Ledergurte an der Tasche befestigen? Das Leder war viel zu dick für meine Nähmaschine und passende Einschlagnieten hatte ich auch nicht da. Als ich mit meinem Latein fast am Ende war, erinnerte ich mich an unseren Schuster in meiner Heimatstadt. Er hat nämlich das Leder mit dem Hammer flachgeklopft, wenn es irgendwo gedrückt hat. So habe ich es dann auch gemacht. Also schnappte ich mir den Hammer, die Tasche und einen Damast Kissenbezug als Unterlage, damit das Leder keinen Schaden nimmt. Im Garten habe ich dann einfach mit dem Hammer auf die dicke Kante geschlagen, bis sich diese merklich dünner anfühlte. Mit dem Ergebnis war ich mehr als zufrieden. Not macht erfinderisch *hihi*.

Aber damit waren die Laschen noch nicht befestigt. In den Pfingstferien legte ich die Tasche erstmal in die Ecke. Ich überlegte hin und her mit welchen Nieten, Haken, Schrauben ect. ich diese Lederstreifen an der Tasche befestigen könnte. Dann kam mir die Idee zu einem professionellen Taschen-Ledernäher im Nachbarort zu fahren, um ihn um Hilfe zu bitten. Aber dazu kam es dann doch nicht, stattdessen bestellte ich mir 10 mm lange, messingfarbene Buchschrauben. Die Idee war mit der Bohrmaschine Löcher ins Leder zu bohren und dann die Bücherschrauben von Hand einzudrehen.

Zuerst testete mein lieber Mann mit einem Lederrest, wie das Leder nach dem Bohren aussieht. Das Ergebnis war zufriedenstellend und der 4er Holzbohrer hatte auch die richtige Größe. Dann ging alles ganz schnell. Löcher angezeichnet, gebohrt, leicht vergrößert und die Buchschrauben durchgeführt, mit dem Schraubendreher festgezogen und fertig!! Juhuu, ihr glaubt nicht, wie glücklich ich in diesem Moment war.

Diese Lösung war für mich die einfachste und die Buchschrauben sehen optisch auch gut aus. Hihi, als ich so am Werkeln war, sagte ich immer wieder: „Nie wieder nähe ich eine Ledertasche“!! Aber das habe ich bei den Anderen auch gesagt. Also, Schwamm drüber bis zum nächsten runden Geburtstag. Hihi.

100% bin ich immer noch nicht zufrieden mit der Tasche, aber es war wieder ein Abenteuer das ausgewählte Material zu bezwingen *lach*. Was ich definitiv bei der nächsten Dany verändern werde ist, nur noch Canvas als Außenstoff zu vernähen. Auf keinen Fall werde ich noch ein weiteres Mal verstärkte Baumwolle in Kombination mit Leder für die Frontseite auszuwählen. Durch die Verstärkung mit Decovil light sind beim Wenden der Tasche unschöne Falten und Knicke in den schönen Stoff geraten. Die ließen sich auch beim Bügeln nicht wieder herauspletten. Schade um den wunderschönen Stoff.

Meine liebe Schwägerin war allerdings hin und weg von meinem Geburtstagsgeschenk und hat sich riesig gefreut. Noch Tage später rief sie mich an, um sich ein weiteres Mal für die Tasche zu bedanken. Das hat mich wirklich sehr gefreut und die Perfektionismustante in mir ein bisschen milde gestimmt. Einfach schön sind die Gedanken die indirekt in das selbstgenähte Geschenk beim Nähen mit einfließen. Eigentlich sieht man sie ja nicht, aber die lieben Wünsche stecken für immer in der Tasche. So macht schenken richtig Spaß. – Handmade with LOVE, Jeep!! So ist es.

Hier als Vergleich die anderen vier Dany Taschen:

 

Ihr Lieben schön, dass ihr mich besucht habt.

Ich freue mich so sehr über all die netten Kommentare und sage jetzt schon mal DANKESCHÖN dafür.

Macht euch einen schönen Tag!!

Annette

Stoffe, Material und Zutaten:

Leder: Ital. Rindsleder Nappa soft braun natur 1,0-1,2 mm gekauft im Lederversand Berlin, Stoff: Morris Holiday Metallic by V&A for moda (aus Karines Stoffkiste, gekauft im Fat Quarter Shop). Das Seil, die Ringkarabiner, den Lederboden, die seitlichen Lederriemen und die Trägerummantelung aus Leder habe ich im Machwerk Shop von meinem Geld gekauft. Das Schnittmuster: Dany Taschenschnitt ist von Frau Machwerk.