Monat: Juni 2019

Let's Swap!

Let’s swap – Utensilos im Juni tauschen

Hallo ihr Lieben, heute berichte ich von unserem „Let’s swap“, dem Monatsnähsachentausch mit Ingrid aka Nähkäschtle. Im Mai hatten wir Geo-Bag`s füreinander genäht und da schon geplant für den Juni Utensilos zu tauschen. Als mich Ingrid fragte, wofür ich denn gern den Utensilo nutzen möchte, überlegte ich mir etwas. Utensilos sind ja Ordnungshüter. Also befand ich es für sinnvoll mir meine Leseecke einmal näher anzusehen. Neben dem Sofa hat sich mittlerweile stapelweise Näh-Literatur angesammelt, die in einem Strohkorb gesammelt wird. Die Future-Nähprojekte, die in der Warteschleife hängen sammle ich gern dort an meinem Lieblingsleseplatz. Allerdings liegen auch die Hefte, Schnittmuster, Nähbücher, Fachzeitschriften und alles was dazu gehört übereinander. Ordnung ist zwar vorhanden, nur übersichtlich war es nicht. Nun hat mir Ingrid dieses wunderschöne Utensilo genäht und ich kann jetzt Zeitschriften auch stehend dort lagern. Das verschafft mir einen besseren Überblick.  Ich bin entzückt. 🙂

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Die Größe ist genau richtig für stehende Schnittmustersammlungen und Nähhefte. Die Bodenfläche von einer DinA4 Seite ist absolut praktisch. Er bekommt ein schönes Plätzchen ganz nah an meinem Lieblingsplatz im Wohnzimmer, direkt neben der Leselampe.

Gestern Nachmittag habe ich im Garten fotografiert. Durch die hohen Sommertemperaturen haben wir gerade tagsüber alle Jalousien geschlossen. Aber das beste Fotolicht findet man ja eh draußen bei natürlichem Licht. Daher kann ich euch meinen Utensilo nicht in Aktion (also bestückt) zeigen.

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Der Außenstoff hat eine schöne Geschichte zu erzählen. Als nämlich Ingrid diesen bunten Taschenstoff das letzte Mal vernähte, war ich dabei. Sie hatte ihn für das Nähwochenende in Heidelberg ausgesucht und zauberte daraus eine Handtasche mit passendem Portmonee. Seitdem sind wir befreundet. Es sind wirklich nette Erinnerungen, die sich mit diesem Utensilo verbinden lassen *smile*.

Das Innenmaterial scheint aus Filz zu sein. Damit der Utensilo die Standhaftigkeit beweisen kann, die ich mir gewünscht hatte. 😉

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Mit meinem Swap für Ingrid habe ich Leinen und Baumwollstoff vernäht. Gewünscht war ein kleines Utensilo für das rote Flurboard, für Kleinigkeiten und Schlüssel.

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Ehrlich gesagt habe ich gar nicht näher darüber nachgedacht wie ich das Utensilo nähen könnte. Hatte einfach die Schnittmustervorlage (Farbenmix Freebook) aus der Sammeltüte genommen und war mit dem Zuschnitt gestartet. Das Schnittmuster hatte ich etwas vergrößert und mir eine Schablone dafür gezeichnet, die Masse dafür sind: obere Kante: 33cm, untere Kante: 21cm, seitlich je: 20cm und die Eckausschnitte quadratisch mit jeweils 6cm. Die Nahtzugabe ist inklusive. Für die Teilungen kamen keine extra Nahtzugabe hinzu.

Mit der Farbzusammenstellung hat es erst bisschen gedauert, weil ich mir nicht ganz sicher war wie das auf einem roten Bord aussehen könnte. Ingrids Foto zeigte einen schönen Flur mit weißen Wänden und einem roten Brett als Ablagefläche. Was passt am besten zu Rot und Weiß, hmm. Erst hatte ich bunte Ideen wie Orange mit Grün, allerdings war mir das alles irgendwie „to much“. Also Umdenken und so kam Rot für Rot in Frage und Leinen zur weißgetünchten Wand. That‘s it.

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Auf die Idee mit den verschiedenen Stoffstreifen war ich gekommen, als ich bei Valomea die „Tabletten Tasche“ entdeckt hatte. Ja, so ähnlich sollte es aussehen. Also schnitt ich neue Stoffe an, die ich mir im Frühling gekauft hatte.

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Damit das Utensilo ein bisschen Stand bekommt, habe ich es mit H630 verstärkt. Zuerst hatte ich es mit einem Bodentuch verstärkt, Zum Fixieren verwendete ich Sprühkleber. Aber leider war das Bodentuch bedruckt und dieser Druck war durch die Stoffschicht sichtbar. Also musste ich es wieder abziehen und H630 aufbügeln.

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Nun bin ich gespannt womit Ingrid das Utensilo gefüllt hat und gehe gleich mal über zu ihr. Kommt ihr mit?

Ich wünsche euch einen schönen, sonnigen Tag. Hoffentlich sind die Temperaturen einigermaßen erträglich!!

Viele Gruesse

Annette

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Hier sammele ich meine monatlichen Posts vom Let’s swap! Jahrestausch mit Ingrid

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Stoff und Nähzutaten:

Schnittmuster: Utensilo von Farbenmix (Freebook)

Linked: Dings vom Dienstag, Creadienstag, HoT

am Meer

Cadzand – Urlaub in den Niederlande

Heute erzähle ich euch ein bisschen von unserem letzten Nordsee Urlaub im Frühling. Herr Knut war auch wieder mit dabei und hat es sich gut gehen lassen.

 


 

Vor gar nicht so langer Zeit waren wir wieder Seeluft schnuppern. Der Plan war, ein paar Tagen an der Nordsee auszuspannen und die Ostertage fernab des Trubels hinter uns zu lassen. Denn Ruhe & Gelassenheit – finden wir am Meer.

 


 

Mit dem Auto fuhren wir gen Norden. Die Autobahn führte uns durch die Niederlande und nach Belgien. Antwerpen haben wir durchkreuzt, ohne anzuhalten. Die Autofahrt ging weiter. An der Nordsee gibt es so viele, schöne Strände, aber in Cadzand endete diesmal unsere Reise. Kennt ihr das? Das Meer sehen, Schuhe und Strümpfe ausziehen und einfach loslaufen? Was für ein Genuss!! 

 


 

Ein kleines Hotel* mit Meerblick, gutes Essen, Nordsee Feeling und ein paar Tage Zeit. Wir brauchen nicht viel zum Glücklichsein. – Ankommen, Auspacken und hin zum Strand, das Meer begrüßen. – Cadzand liegt in der Region Zeeuws Vlaanderen ganz nahe der belgischen Grenze und hat um die 700 Einwohner. Es gibt zwei Ortsteile, Cadzand-Dorf und Cadzand-Bad.

 


   

 

Die holländische Sprache ist mir gut vertraut. In meiner Kindheit bin ich ab und zu mit meiner Schwester und Mutter nach Holland gefahren. Dort gab es die begehrten Gobelin Stickpackungen zu kaufen, die damals in den Siebzigern modern waren. Die Motive von berühmten Ölgemälden der alten Meister wurden so in die Wohnzimmer geholt. Irgendwann waren diese dunkelbraunen Bilder nicht mehr modern und wurden ausrangiert, genauso wie die Eicherustikal Möbel. Heute sind sie fast vergessen. Lang, lang ist es her. – Hihi, und schon bin ich zurück in der Gegenwart. 

 

In Cadzand spazierten wir am nächsten Morgen den Strand entlang. Wir sahen viele Familien mit kleinen Kindern, die mit festem Blick auf den Boden schauten und erwartungsvoll herumliefen. Erst wusste ich nicht wonach alle suchten. Dann klärte mich mein Liebster auf. Hier wird nach Fossilen Ausschau gehalten. Alle waren emsig dabei die schwarzen Haifisch- und Rochenzähne, aber auch Muscheln etc. aus der Urzeit zu finden. Die Fossilien stammen aus dem Miozän. Vor bis zu 15. Mio. Jahren gab es nämlich Urzeitlebewesen in der Nordsee. Bei Ebbe und Flut werden die tieferen Erdschichten vom Wellengang angegriffen und somit die Fossilien aus dem Meeresboden herausgelöst. Die Fundorte der begehrten Haifischzähne liegen im Südwesten der Niederlande, zwischen den Orten Breskens und Cadzand. 

 


 

Weil in Cadzand schon so viele Haifischzähne gefunden wurden, steht das Wahrzeichen der Stadt direkt am Strand. Es ist ein übergroßer Haifischzahn. Die Skulptur stammt von Jaap Boekhout. Wer mehr Details über das schwarze Gold erfahren möchte liest *hier* weiter {Quelle: Spiegel.de Artikel: Haifischzähne im Nordseesand (2006)}. Die einzigen Haifischzähne, die wir „in echt“ sahen, lagen in einer Vitrine im Hotel. Selbst gefunden haben wir leider keine.

 

 

Am nächsten Tag stand ein Ausflug nach Brügge auf der Tagesordnung. Die Hauptstadt Westflanderns liegt ja nur ca. 25 km von Cadzand entfernt. Zuerst starteten wir mit einer touristischen Grachtenrundfahrt und Stadtführung. Die wurde in Kurzfassung in Englisch, Französisch, Holländisch und Spanisch übersetzt. Uns machte es Spaß auf dem Boot fahrend die Architektur an den Grachtenufern zu bewundern. So viele schöne alte Gemäuer zu sehen war richtig schön.

 


 

 

Unglaublich nur, wie viele Touristen täglich die Stadt besuchen. Es war kaum möglich Fotos ohne Menschen zu erstellen. Wir haben uns anschließend einfach in der Altstadt treiben lassen und große Plätze wie den Belfried von Brügge gemieden. Kleine Geschäfte und untypische Cafés waren unsere Ziele. So fanden wir auch in der Mittagszeit leckere Lunschbagels* außerhalb der Touristenmeile. Total lecker.

 

Ich war sehr erstaunt wieviel Fahrräder es in Brügge gibt. Das gefällt mir sehr.

 

 

Die mittelalterliche Architektur der Stadt ist wunderschön anzusehen. Diese Zackendächer sind ein echter Hingucker. Toll, oder? Erstaunlicherweise wurde Brügge nie durch Kriege oder Brände zerstört. Was für ein Glück!! 

 

 

Weiter ging es zur Liebfrauenkirche. Eigentlich wollten wir uns die Madonna von Michelangelo ansehen, nur war dort eine große Baustelle in der Kirche. Stattdessen haben wir Leckermäulchen uns draußen ein bisschen Schokolade* gegönnt. Das war ein Genuss. Und ich bereue nichts *lach*. Wer generell Schokolade gern hat, kann sich das im Februar neu renovierte Schokoladenmuseum, in Antwerpen ansehen.

 


 

Den Königin Astridpark haben wir zufällig entdeckt. Er liegt recht nahe an den vielbesuchten Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum. Dort findet man ein lauschiges Plätzchen auf der Wiese. Der Park ist von Bäumen und Sträuchern umwachsen und mit dem beruhigenden Springbrunnen kehrt schnell die innere Ruhe zurück.

 

 

 

Wer den Touristenmengen in Brügge gar nicht erst begegnen möchte, fährt nach Sluis* zum Einkaufen. Mitten im Zentrum kann man am Fluss Tretboot fahren oder setzt sich ins Eiscafé direkt neben dran. Nur am Rande erwähnt, …die leckeren Pommes gibt’s dort auch in der Papier-Spitztüte und schmecken himmlisch lecker.

 

 

Es gibt schöne Orte im Umkreis von 20 km, die auch gut mit dem Fahrrad erreichbar sind. Weites, plattes Land mit Fernblick. Wiesen mit Kühen, Pferden, Bullen und Schafe, sehr idyllisch. Bauernhöfe, große Felder, viele Feldwege und sehr nette Menschen. – Als wäre die Zeit stehengeblieben. Ich liebe ja so ländliche Gegenden mit Weitblick. Berge sind ja auch toll, aber ich bin norddeutsch *lach*, da ist man einfach in das platte Land verliebt.

 

 

Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Auto nach Blankenberge, einer echten Touristenstadt mit ca. 20.000 Einwohnern. Dort findet man wunderschöne Jugendstilbauten, eine mondäne Strandpromenade mit weißem Sandstrand und den Belgium Pier, der 1894 eröffnet wurde. Die Seebrücke hat eine Länge von ca. 350m. Das runde Bauwerk am Ende des Piers wurde nach einem Art Deko Model gebaut, darin befindet sich ein Restaurant mit bodentiefen Fenstern und ein Saal zum Mieten für Festlichkeiten. Auf der Außenterrasse des Restaurants hat man einen schönen Überblick auf die Promenade und auch auf das offene Meer.

 

 

Auch hier wieder Fahrräder all mass. 🙂 Lustig fand ich die große Anzahl von Leuten, die kleine Hündchen auf dem Arm trugen. Wohl 25 dieser possierlichen Tierchen zählte ich an  dem Nachmittag in der Stadt. 

 

 

Die kleinen Strandhäuser waren im April kaum belegt. Ich möchte nicht wissen, wie viele Menschen hier im August aufeinander hocken. Aber schön ist es hier wirklich, abgesehen von dem Rämmidämmi an der Strandpromenade. Was es da alles gibt! Gegessen haben wir an der Strandpromenade, dort gibt es eine Vielzahl von kleinen Restaurants und Imbissbuden. Das Essen war so lala, viel erwarten darf man dort nicht. Aber davon sind wir auch nicht ausgegangen bei dem Massentourismus.

 

 

Auf dem Weg zurück nach Cadzand fuhren wir an der längsten Küstenstraßenbahn der Welt vorbei. Sie hat fast 70km Länge und fährt 68 Haltestellen zwischen De Panne und Knokke-Heist an und verbindet damit Frankreich mit den Niederlanden. 

Wieder zurück auf dem Land, musste ich erstmal tief durchatmen. Solche Orte mit so vielen Menschen mag ich ja nicht wirklich, höchstens für einen Ausflugstag. Aber ich könnte mir nicht vorstellen an einem so vielbesuchten Strand meine Ferien zu verbringen. Dann doch lieber in einem kleineren Örtchen an der Küste wohnen und mit der „Fietse“ das Land erkunden. Um Cadzand herum gibt es viele schöne Radwege, die auch genutzt werden. Und fast in jedem Ort kann man sich Fahrräder ausleihen. Ich fand allein schon die Bäume an den Feldwegen interessant. Sind das Weidenbäume? Viele, von diesen grünen Stumpen waren fast kahlgeschoren und standen recht trostlos am Straßenrand. Seht nur die Bäume in der hinteren Reihe. Warum die Bäume im April noch so stark beschnitten werden, ist mir ein Rätsel. Ich dachte immer der Rückschnitt findet im Spätherbst statt.

 

 

Dann war die Zeit an der Nordsee auch schon wieder zu Ende. Herr Knut hat es sehr gut in gefallen und uns auch. Puh, das war ja wieder eine Bilderflut *schäm* danke fürs Durchhalten. Jetzt setzte ich mich noch ein bisschen zu Andrea zum Samstagsplausch {25/19}. Macht es euch fein und genießt das Wochenende. Jetzt ist endlich Sommer, juhu.

Liebe Grüße

Annette

 

Anbei noch ein paar Tipps von mir für die Region:

Die lecker Schokolade haben wir in Brügge in einem kleinen Laden  „Chokolatebrothers„* gekauft. Den Laden findet ihr in  der Mariastraat 34, 8000 Brugge. Das Bagelrestaurant* haben wir hier entdeckt: Sanseveria Bruges, Predikherenstraat 11, 8000 Brugge. In Sluis gab es die leckeren Pommes im Restaurant und Hotel Rivers*. Dort kann man echt lecker essen und sitzt direkt am Wasser. Und Tretbootfahren* kann man in Sluis direkt gegenüber, also auch am Wasser von „Frituur ‚t Lempereurke“ am Kaai 32. Unser schönes Hotel war das Hotel Nordzee*, direkt am Strand von Cadzand. Die Zimmer sind traumhaft schön und auch sonst war alles Tip top. Gut Essen kann man auch beim „De Piraat*“ in Cadzand. 

*Dieser Beitrag enthält indirekt Werbung ohne Auftrag (Markennennung, Ortsnennung und Verlinkung). Alle Tipps sind meine persönlichen Empfehlungen. 

 

Meine Gastautoren

Zu Gast in Augensternswelt: made with Blümchen über Ordnung und Projektmanagement im Nähzimmer

Hallo zusammen, und danke, liebe Annette, dass Du mich als Gastautorin zu deinem Schwerpunkt „Finish old Stuff“ eingeladen hast, um über meine UFOs, WIPs und NafOs zu berichten. Seit Anfang 2015 betreibe ich (Gabi), meinen Textil-Blog made with Blümchen – als reines Hobby. Dort nähe, handsticke, stricke und häkle ich und berichte auch manchmal von textilen Veranstaltungen, denn ich liebe die Besuche bei Märkten und Textilkunst-Ausstellungen. Aber am allerliebsten probiere ich – meist im Rahmen der Aktion „Stoffspielereien„, deren Termine und Gastgeberinnen ich seit einiger Zeit koordiniere – mir bisher unbekannte textile Techniken aus und teile die Erfahrungen. (Meist gehen die Experimente gut, aber machmal auch daneben. 😀 )

Beruflich bin ich als IT-Dienstleisterin selbständig und sitze – wenn ich nicht gerade auswärts einen Kundentermin habe oder einen Workshop halte – daheim am Schreibtisch im Home-Office. Deshalb war es mir auch sehr wichtig, dass ich in unserer neuen großen Wohnung (vor eineinhalb Jahren sind wir hoffentlich zum letzten Mal in unserem Leben umgezogen) einen eigenen Büroraum habe, den ich abends verlassen kann und die Tür zumachen.

Mein Arbeits- und Nähzimmer

Ähem. Eigentlich ist der Raum – vom Volumen her, wenn ich ehrlich bin – ein Viertel Büro und drei Viertel Kreativ-Reich. (Mein Mann hat dafür eine Werkstatt im Keller, in der er auch abends fräsen oder bohren kann, ohne dass es jemand im Haus stört.)

Heute möchte ich Dir ein paar Strategien vorstellen, wie ich mit meinen Kreativ-Projekten umgehe.  Wobei ich nicht viel Unterschied zwischen UFOs (Unfertige Objekte), WIPs (Work in Progress) und NafOs (nicht angefangene Projekte) mache, sondern bei mir eigentlich alles Projekte in unterschiedlichen Stadien sind. Kaum UFOs, jeweils 1-2 WIPs und der Rest sind Materialien für Potenziale und Möglichkeiten.

Zuerst priorisieren und dann auf EIN Ding konzentrieren

Wie bei den meisten von Euch hat auch mein Tag nur 24 Stunden, meine Projektideen und Wünsche würden für mindestens drei Mal so viel Zeit reichen! Zusätzlich gibt’s noch Arbeit, Partner, Kinder, Eltern, Freunde, andere Hobbies und die aktive Mitarbeit in einem Verein. Puh!

Von all den vielen Ideen (nicht nur beim Nähen) fühlte ich mich früher häufig so erschlagen, dass ich vor lauter Überforderung im Endeffekt gar nichts gewerkelt habe, sondern ein Buch gelesen oder so. Meine zwei Strategien dagegen sind inzwischen: 1) Prioritäten setzen: Was will/muss ich bald machen, was kann warten? Und dann: 2) Jeweils nur EIN Nähprojekt am Nähtisch liegen haben. Ich habe meistens noch ein Häkel- oder Strick- oder Stickprojekt parallel laufen, mit dem ich gerne auf der Couch im Wohnzimmer rumlümmle, aber am Nähtisch und in seiner Umgebung darf nur immer ein Projekt liegen, nämlich das nächste.

Aber wie entscheide ich, was als nächstes dran ist? Alle Projekte und Ideen, die sonst in meinem Kopf herumflattern und sich um meine Aufmerksamkeit streiten würden, sammle ich auf einem so genannten „Board“ in einem To-do-Listen-System namens Trello. Dort habe ich Listen betitelt mit „Sommerprojekte“, „Nützliches“, „Winterprojekte“, eine Liste mit Ideen für Blogposts zu denen es noch kein konkretes Projekt gibt, und eine Liste mit den geplanten, chronologisch geordneten Blogposts für den jeweils laufenden Monat.

Mein Handarbeits- und Blog-Board auf Trello

Ständig kommen neue Ideen dazu, andere erledige ich, weitere lösche ich nach einiger Zeit wieder, wenn sie schon zu lange am Board rumlungern und mich eigentlich gar nicht mehr interessieren. (Insofern habe ich keine wirklich alten UFOs. Die sind schon lange als Projekt wieder aufgelöst.)

Die Ideen, die mich am meisten reizen, verschiebe ich auf den Listen nach oben – die Reihenfolge verändert sich also häufig. Und ein Mal im Monat wandern die obersten (also aktuell interessantesten) paar Projekte auf die Blogplan-Liste (hier nicht zu sehen, weil sie weiter links ist), wo sie einen Termin bekommen.

So plane ich jeweils am Ende des Monats für die nächsten vier Wochen, was ich wann werkeln und anschließend möglichst am Blog präsentieren möchte. Dabei versuche ich realistisch abzuschätzen, wie viel Zeit ich überhaupt aufbringen kann. Derzeit reichen meine Ressourcen für ca. einen Blogpost und ein bis zwei Näh-Projekte die Woche plus ein bisschen Handarbeiten am Sofa. Vieles, was ich gemacht habe, schafft es dann auch gar nicht auf den Blog; schlicht, weil mir die Zeit zwischen den Fingern zerrinnt. Aber ich habe eine Struktur und eine Reihenfolge, die mir sehr dabei hilft, dass ich ganz vieles gemächlich aber kontinuierlich abarbeite, ohne mich überwältigt zu fühlen. Und ich mag auch sehr die Verzahnung von Werkeln und am Blog Zeigen; das greift bei mir ineinander und ergänzt sich sehr fein: Das eine spornt das andere an.

Wobei ich auch noch dazu sagen muss: Die Liste ist für mich ein Plan, der mich leitet. Aber ich halte mich nicht sklavisch dran. Wenn sich spontan eine Idee in den Vordergrund drängt, wird es meist sehr gut sprich: produktiv, wenn ich diesem Impuls nachgebe und die Kreativität sprudeln lasse.

Die Struktur in den Listen finden sich auch im Nähzimmer wieder. Auf der Liste gibt es eine „Inbox“ auf der die neuen Ideen landen, bevor sie einer der Listen zugeordnet werden. Im großen Regal gibt es eine Kiste „Inbox“, in der vorwiegend zu reparierende Sachen landen, damit sie nicht nicht irgendwo sonst zu stapeln beginnen. Auch diese „Inbox“ leere ich regelmäßig. Ich mag nämlich keine unübersichtlichen Stapel und Haufen.

Stehend statt liegend aufbewahren

Früher hatte ich überall Stapel mit angefangenen oder möglichen Projekten herumliegen. Aber Stapel sind der Tod eines Projektes. Du weißt nie genau, was drinnen steckt, dann kommen sie vielleicht noch ins Rutschen, alles kommt durcheinander. Brr.

Vor einiger Zeit habe ich dann bei einer anderen Bloggerin (leider weiß ich nicht mehr, bei wem) gelesen, dass sie ihre Stoffe mittels eines Kartonstückes in gleich große Stoffbündel faltet und diese dann in Schubladen unterbringt. „Genial!“ dachte ich, und hab genau das gleiche mit allen meinen Stoffen für Kleidung und Stoffen für Patchwork und andere kleinere Projekte gemacht. (Auch die derzeit sehr gehypte Marie Kondo propagiert die stehende Aufbewahrung von allem Möglichen, unter anderem Shirts im Schrank.)

Am liebsten bewahre ich die Sachen „stehend“ auf: Patchworkstoffe und Kleidungsstoffe in Schubladen, Schnittmuster in Klarsichthüllen in Zeitschriftensammlern.

So ist praktisch alles in meinem Nähzimmer griffbereit: Ich kann einen Stoff aus der Kiste nehmen, ohne dass der Stapel zusammenbricht und alles ins Rutschen kommt.

Die Zutaten für die Projekte auf der jeweiligen Monatsliste (Stoff plus zugehöriges Schnittmuster bzw. Anleitung), bereite ich meist ebenfalls Anfang des Monats vor und „stelle“ sie nebeneinander in die Kiste „aktuelle Projekte“. Ich finde es praktisch, wenn ich nicht erst lange suchen muss sondern alles mit einem Griff beieinander habe, wenn ich Zeit zum Nähen habe.

Die Projekte stehen in der Box „Aktuelles“

Bei vielen anderen lese ich, dass sie sich beim Nähen super entspannen können. Für mich ist Nähen viel anstrengender als zum Beispiel Stricken oder Häkeln. Ich muss mich konzentrieren und mich selbst überlisten, indem ich die Hürde des Anfangens so klein wie möglich mache. 😉

Das war’s von meiner Seite zum Thema Ordnung und UFOs bzw. Projektplanung. Ich bin gespannt auf Eure Kommentare. Vielleicht wollt Ihr mir erzählen, was Ihr vom senkrecht Aufbewahren und Sammeln aller Projekte in flexiblen Listen haltet?

Danke fürs Lesen, und liebste Grüße von
Gabi (made with Blümchen)

 

 

Linked: Let’s finish old stuff – Die UFO Linkparty Dings vom Dienstag, Creadienstag

 

Blogger Mitmachaktionen

Samstagsplausch {23/19}

Es freut mich sehr wenn wir uns bei Andreas Samstagsplausch treffen. Schön ist es zu lesen wie es euch geht und womit ihr gerade beschäftigt seid. Meine Woche war ganz angenehm.

Am Montag traf ich mich mit Angelika im Gartencafé und anschließend mussten wir all die wunderschönen Blumen mit der Kamera einfangen. Am Nachmittag gab es einen kleinen Schauer, der sich trotz des schwülen Wetters nicht zu einem Gewitter durchringen konnte. Das kam hier erst ein paar Tage später an.

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Letzte Woche hatte ich mich so über Ingrids Post gefreut. Sie schrieb übers Bloggen und auch noch von ihren Blogrolleinstellung in der Sidebar. Da hat sie nämllich dynamischen Bilder eingebunden. Natürlich musste ich das gleich ausprobiere. Es hat auch gut geklappt, nachdem ich mich bei Moni eingelesen hatte. Hach, ich war überglücklich, nur es gibt einen Nachteil. Der Aufbau der Webseite verlangsamt sich merklich durch diese Einstellungen. So entschloss ich mich dazu, das Plugin wieder zu deaktivieren. Leider bin ich nicht der Crack und weiß auch nicht, wie ich das beheben kann. Aber vielleicht hat eine von euch die gleichen Erfahrungen gemacht und erzählt mir von der Problemlösung? Würde mich freuen von euch zu lesen. Schade, ich hätte es mir so sehr gewünscht wie bei dem Blogger Blog eine dynamische Leseliste zu erhalten. Vielleicht liegt es aber auch an meinem Theme, dass es nicht einwandfrei funktioniert. Wie dem auch sei, ein Versuch war es wert und gedanklich ist es noch nicht ganz abgeschlossen.

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Sehr habe ich mich über die Verlosung bei Karin „Frau Freut sich“ gefreut. Da wurde mein kunterbunter Jersey ausgewählt und zwar von Julia aka Hügelring. Herzlichen Glückwunsch nochmals und ganz viel Freude beim Vernähen. Juhu, und wieder habe ich einen Stoff weniger im Kellerregal liegen *hihi*, ich sage nur 1000 Teile raus!!

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Am Dienstagmorgen hatte ich meine erste Feldenkraisstunde, wegen meiner Ohrgeräusche, die mich schon eine ganze Weile nerven. Verspannungen im Nackenbereich sollen der Grund sein. Ich bin gespannt wie sich die Behandlung auswirkt. Die Therapeutin meine, anschließend sollte ich nichts schweres Heben oder auch keine Gartenarbeit ausüben. Na prima, dann ist das schon mal geklärt *lach*, keine Gartenarbeit am Dienstag und Mittwoch. Beim HNO Arzt hatte ich natürlich alles abklären lassen, der Gute hat aber nichts gefunden. – Tja, wir werden alle älter.

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Ein bisschen genäht habe ich diese Woche auch noch. Erst an der braunen Leder Dany #5, die ein Geschenk wird, also darf ich sie noch nicht zeigen und an dem Juni Swap für Ingrid.

Bei einer längeren Autofahrt bekam ich glücklicherweise wieder Lust mit meinen African flowers weiterzumachen. Jetzt sind etwa 60 Blümchen fertig. Für die Häkeldecke benötige ich allerdings noch eine paar mehr. 😉

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Und ich habe Post bekommen, von Katharina. Schaut mal, die zwei farbenfrohen Lesezeichen haben mir so gut auf Instagram gefallen, dass ich mir welche von ihr gewünscht hatte. Tadaa, sie sind angekommen!! Einfach toll. Sie sind aber viel zu schade um in einem Buch zu verschwinden. Ich werde sie mir einrahmen und über den Nähplatz hängen. Dann kann ich sie immer sehen und mich freuen.

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So, jetzt möchte ich euch noch schnell meine schönste Pfingstrose zeigen und euch frohe Pfingsten wünschen.

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Hier wird es auch ein bisschen ruhiger, denn es sind Pfingstferien. Da hat die Familie Vorrang. Macht es euch fein und genießt die Feiertage. Einen lieben Gruß an euch, ich setzt mich noch ein bisschen zu Andrea. Wir lesen uns. 🙂

Blogger Mitmachaktionen

Die Kreative Sommerzeit … und ein Sangria Rezept

Für die „Kreative Sommerzeit“ habe ich diesmal ein sommerliches Party-Schlürf-Getränk, eine weiße Sangria, für euch. Das Rezept präsentiere ich mit passenden sommerlichen Glasuntersetzern, die bei mir von der Stickmaschine gehüpft sind. Das Zitronendesign hat mich sofort angesprochen. Und, dass frische GELB passt doch ganz gut dazu, was meint ihr? Hmm ich liebe süße Früchte ….

In der Erdbeerzeit schmeckt die weiße Sangria total lecker mit reifen, süßen Früchten. Überrascht eine liebe Freundin mit dem Mädelsgetränk! Ein schöner Sommerabend, die beste Freundin einladen und sich einfach mal Zeit füreinander nehmen. Das ist Sommerzeit!

Zutaten:

  • 2 Pfirsiche
  • zwei Handvoll Erdbeeren
  • je eine Zitrone und eine Limette
  • 40 g Zucker (oder 1/2 Zucker und 1/2 fl. Süßstoff)
  • 40 ml Aprikosenlikör (20 Vol. Prozent)
  • 1 Flasche trockenen, vorgekühlten Weißwein
  • 1 Flasche Bitter Limone
  • Eiswürfel

Zubereitung:

Die Früchte waschen. Pfirsiche erst in Scheiben schneiden und dann halbieren, Erdbeeren vierteln und alles in kleine, mundgerecht Stücke schneiden. Die Zitrusfrüchte in dünne Scheiben schneiden, ggf. vierteln. Alles zusammen mischen und mehrfach umrühren, damit sich der Zucker auflöst.

Das schmeckt nach Sommer, Sonne und ist erfrischend.

Salute!

Genießt die schöne, kreative Sommerzeit.

Annette

 

{Verlinkt mit den Stick-Freuden und der kreativen Sommerzeit.}

Stickdatei: Citrus hier gekauft: https://www.emblibrary.com


Die Kreative Sommerzeit!!

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Der Sommer kommt ….. und wir haben Spaß an unserer kreativen Sommerzeit!!

Die Kreative Sommerzeit ist eine Hobby-Bloggeraktion von Sonja aka Crafting Café & Padermama, Ingrid aka Nähkäschtle, Sandra aka Eule im Schlafanzug, Marita aka MaritaBW, Tatjana aka Zum Nähen in den Keller und mir. Im Mai und Juni zeigen wir euch jeweils am Mittwoch kreative Sommerideen, die wir uns für euch ausgedacht haben. Manche von uns schreiben immer mittwochs im Mai, andere im Juni und ihr dürft natürlich auch eure Beiträge bei uns in der Linkparty verlinken…

Eure Beiträge könnt ihr bei Pinterest im Gruppenboard der kreativen Sommerhits und auch in der „Kreative Sommerzeit“ einfügen. Die Linkparty bleibt drei wunderschöne Sommermonate geöffnet. Ich wünsche euch eine gute Unterhaltung. Ganz liebe Grüsse von mir. 🙂


Mit der Teilnahme/Verlinkung erklärt ihr euch mit der Verarbeitung eurer Daten bei inlinkz einverstanden. Nähere Infos: http://www.inlinkz.com (Impressum/Datenschutzerklärung). Über das Anklicken des Buttons mit dem Frosch gelangt ihr zu den Linkpartys bei Inlinkz.


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