Gedanken sind der Anfang von Taten

Habt ihr euch Gedanken gemacht? Jetzt bin ich aber neugierig! 
In welches Land wirst DU umziehen???
Bei mir wäre es wahrscheinlich  Frankreich 🙂

 Ich hab auch schon mal angefangen – mit den Taten meine ich!

Am Sonntag war ich im Keller und habe aufgeräumt. 2 Stunden. Ihr glaubt ja
nicht wieviel
ich geschafft habe! Und vor allem wieviel ich weggeworfen habe! Es war so
einfach! Ihr
wollt wissen, wie es geht? Na dann mal los. Ich lasse euch an meinen
Gedanken teilhaben,
damit auch ihr jetzt Taten folgen lassen könnt.
Die Geschichte mit den vier Kisten kennt ihr
sicher.
Bei uns kommt noch ein großer, schwarzer Müllsack dazu. 
1. Großer schwarzer Müllsack. Der hat den Vorteil – rein damit und weg. 
Kisten haben eine viel zu große Öffnung! Man kann zu
gut sehen was drin ist und im schlimmsten Fall wieder etwas rausnehmen. 
2. Verschenkkiste. In die
Verschenkkiste kommt alles rein, was du weitergeben willst. Ich bringe solche
Sachen dann immer in den Socialladen. Sicher gibt es auch bei dir Einrichtungen die solche Sachen entgegennehmen, um sie an Bedürftige weiterzugeben.
3. Erinnerungskiste. Da kommt
alles rein, was du auf jeden Fall aufheben willst.
4. Reperaturkiste. Die darf gerne sehr klein ausfallen! Bei der
Reperaturkiste überlege genau, ob es sich wirklich lohnt das entsprechende Teil
zu reparieren. In diese Kiste alle halbe Jahre mal reinschauen und die ehrliche
Frage beantworten, ob du wirklich noch etwas davon reparieren willst und
kannst.
5. Übergangskiste. Was hat
es mit dieser Übergangskiste auf sich?
Dort kommen Dinge rein, von denen du dich noch nicht
trennen kannst. Schau nach einem halben Jahr in die Kiste und sortiere aus. Ein
Abschied auf Raten sozusagen. Vielleicht schaust du nach einem halben Jahr, aber
auch gar nicht mehr rein und schmeißt sie einfach so in den Müll…
Profis lassen diese Kiste einfach weg!

So Leute die Kisten stehen, und jetzt wird es ernst!

Wir machen uns an das Sortieren!
Beantworte dir bei jedem Stück folgende Fragen:
Werde ich es jemals brauchen?
Wann habe ich es zum letzten Mal benutzt?
 Habe ich es überhaupt schon mal benutzt?
 Wusste ich das ich es besitze?
 Funktioniert es noch?
 Habe ich einen Gegenstand mit gleicher Funktion?
Könnte ich es problemlos wiederbeschaffen?

Und die Joker-Frage:
 Würde ich es mir nochmal kaufen?
Bedenke dabei, wieviel Zeit dich dieser Gegenstand kostet. Er muss sauber
gehalten, aufbewahrt und eventuell gesucht werden. Ist dieser Gegenstand
es wirklich wert, aufbewahrt zu werden?
Kurzes Beispiel gefällig? Kennt ihr Glückstöpfe an Silvester? Ich kann mit
diesen Dingern nicht so viel anfangen, bekomme aber jedes Jahr mindestens zwei
geschenkt. Von meiner Mutter und von meiner Schwiegermutter. Ich will sie nicht
vor den Kopf stoßen und pflege sie eine Weile… aber eigentlich geben sie mir
nichts. Jedes Jahr also habe ich spätestens zwei Wochen nach Silvester zwei
kitschige Übertöpfe zwei Schorsteinfegerstecker… usw. Bisher habe ich das
immer aufgehoben. Kann man ja noch mal gebrauchen, wenn man selber so einen Glückstopf verschenken möchte. Dann fiel mir ein,
ich habe noch nie einen verschenkt, horte aber seit Jahren dieses Zeug. Weg
damit!!! Basta!
Die Härtefälle
Sich von Dingen trenne die mal viel Geld gekostet haben.
Sich von Dingen trennen, die man geschenkt bekommen hat.
Sich von Dingen trennen, an denen man SEHR hängt.

Das hat so viel Geld gekostet! Ja, es hat viel Geld gekostet und in dem Moment wo du es gekauft hast, hast
du es auch wertgeschätzt. Aber was wäre es denn jetzt noch wert und vor allem
wem. Beispiel gefällig?

Mein Mann hatte im Keller Cowboystiefel – noch aus Studentenzeiten. Jedes
Mal wenn ich sie wegwerfen wollte sagte er: Ich kann sie nicht wegwerfen. Die
haben mal 350 DM gekostet, weißt du wie lange ich damals dafür gearbeitet habe?
Irgendwann ließ ich das Argument nicht mehr gelten und fragte: Wirst du sie
jemals wieder tragen? Nein. Meinst du, dass jemand anderes sie haben möchte?
Nein. Du willst sie aufheben damit sie weiter im Keller liegen…Nein. Können
sie jetzt weg? Ja. Verabschiede dich und bedank dich für die schöne Zeit – dann ist es leichter – und weg damit.
Das habe ich doch geschenkt bekommen! Du hast ein schlechtes Gewissen und ich verstehe das.
Aber weder dir noch demjenigen der es dir geschenkt hat bringt es was, wenn du es
aufhebst obwohl es dir nicht gefällt. Außerdem ist es DEINE Wohnung die
irgendwann voll ist mit Dingen die du nur aus Pflichtgefühl aufgehoben hast. Er
/sie muss es ja auch nicht wissen.
Meine schöne Sammlung, nicht die! Jetzt heißt es hopp oder top! Also entweder du liebst deine Sammlung, von
was auch immer, so dass du ihr einen Ehrenplatz in deiner Wohnung gibst oder…
nein, sie kommt nicht in den Keller. Wozu auch? Mach
ein Foto davon und verkaufe sie. Oder wirf es weg. Du hast das Foto und kannst
dich daran erfreuen wann immer du willst.

Das war jetzt ganz schön radikal, aber je radikaler du an die Sache rangehst 
um so leichter fällt es dir dich zu trennen, je mehr Platz wirst du bald haben, 
umso befreiter wirst du dich fühlen. Mir ging es jedenfalls am Sonntag so.
 Das war natürlich erst der Anfang aber diesmal fliegt wirklich viel mehr als 
sonst raus – Schluss mit faulen Komromissen die mir nichts als überflüssige
 Lagerhaltung bringen! 

Und jetzt kommen wir zu “der Zeit danach”.  Du willst ja nicht das alles umsonst
 war und du nach einem Jahr wieder von vorne anfangen musst. Deswegen kommen 
jetzt hier noch vier Tipps für deine aufgeräumte Zukunft.

Lege Gleiches zu Gleichem, dann findest du es schneller!

Bevor du etwas kaufst, überlege ob du es wirklich brauchst.


Für jedes neue Teil muss es einen Platz geben an den es gehört.

Für jedes Teil das du neu kaufst, sortiere ein altes aus.

Ihr Lieben, ich hoffe ich konnte euch etwas motivieren mit meinem Post.
Ich bin es jedenfalls. Wenn ihr jetzt richtig Lust habt, mitzumachen,
dann würde ich mich freuen, wenn die Eine oder Andere von euch 
bei meiner Facebook-Action mitmachen würde. Am 1.3. geht es los!

Bis dahin
Liebe Grüße aus Berlin
Doreen

verlinkt bei: 1000 Teile raus

8 Kommentare

  1. Ach ja, sehr brutal :0) die idee mit den kisten finde ich ganz prima, vielleicht werde ich das mal ausprobieren, einen vorteil hab ich ja hier: es gibt kaum häuser mit keller :0) unseres hat auch keinen…und auch keinen gebrauchbaren dachboden, hier stapelt sich momentan alles in der garage oder in unserer udestue, das muss sich auf jeden fall ändern, momentan ist es aber noch viel zu kalt, um in der garage rumzuwühlen, selbst mit dicker jacke! aber ich muss bald ran, danke für die tips, jetzt muss nur noch der innere schweinehund überwunden werden ;0) ganz LG aus Dänemark Ulrike :0)

  2. Guten Morgen liebe Doreen,
    Alle Achtung, bei dir geht es ja ganz schön zur Sache! Deine Vorschläge und Taten sind sehr überzeugend!
    Danke dir für die konstruktive Vorarbeit, ich glaube am Wochenende geht es wieder an die Arbeit, ich sage nur "5 Kisten". ?
    Schade, dass wir keinen Keller haben, da könnten die Kisten gut länger stehen bleiben. Obwohl andererseits, …. ;-). Nee, ist schon gut so! Du Liebe, ich wünsche dir einen wunderschönen Tag und vielen Dank nochmal, deine zwei Beiträge sind super!!!
    Bis dann zum 1.3. auf FB! Wir sehen uns! ?

    Herzliche Grüße aus Heidelberg in meine Lieblingsstadt,
    Annette

  3. Liebe Doreen,
    Die Kisten schneiden bereit! Bei uns steht im Laufe des Jahres ein Umzug an und ich werde definitiv vorher aussortieren und ausmisten, mich gerne erinnern und auch sehr gerne trennen. Zum Glück fällt mir das nicht so schwer, nur erstmal den Hintern hochbekommen und anfangen bei so vielen anderen Dingen Ist das Problem.
    Vielen Dank für deine Tips, toller Post!
    LG Kathrin

  4. Liebe Doreen,
    der Post ist ja echt der "Brüller zum Frühstück": "Er muss sauber gehalten, aufbewahrt und eventuell gesucht werden." – Kennst Du unser Haus etwa? Guckst Du manchmal heimlich durch die Fenster? Woher weißt Du das alles? Vielleicht sollte ich tatsächlich mal mit Kartons in den Keller gehen… aber da darf Herr B. nicht zu Hause sein!! (unser Keller hat 120m²……..)
    Und ich brauche jetzt noch einen Zusatztipp für einen besonderen Härtefall: Was macht man eigentlich mit Dingen, die einem der Liebste geschenkt hat, die bestimmt viel Geld gekostet haben und die man nicht mag???
    Herzliche Grüße und immer noch breit grinsend
    Valomea

  5. Liebe Doreen,
    deine Entschlossenheit gefällt mir.
    Beim Aussortieren gehe ich auch ziemlich radikal vor und sortiere in `schöne Erinnerung´, `kann ich verschenken´und `kann weg´.
    Danach fühle ich mich pudelwohl.
    Nur bei Stoffen und allem, was man vernähen kann, tue ich mich etwas schwerer. Das ist aber schon besser geworden. 😉
    Herzliche Grüße von Heike

  6. Liebe Doreen,
    wow, Deine vorgehensweise gefällt mir und ist genau nach meinem Geschmack. Ich bin bei entrümpel/aussortieren auch immer sehr radikal…sonst bringt es aber auch wirklich nichts. Okay ich gebe zu, bei meinem Dekogedöns und meinen Handarbeitsutensilien sieht das anders aus…aber da geht es jetzt auch dran…im Sommer stell ich mich dan damit auf den Trödel und alles was keinen neuen Besitzer findet, wandert direkt zur AGA
    Ich wünsch Dir ein zauberhaftes Wochenende
    Liebe Grüße
    Bettina

  7. Herzblatt, du motivierst mich auch extrem. Ich bin nur leider so erfinderisch in Gründen, wozu man Dinge noch gebrauchen kann. Frag mal Henryk. Da gibt es dringenden Diskussionsbedarf, wenn du kommst. Mach dich drauf gefasst. Aber 2 Gründe haben mir bisher gut geholfen, mich zu trennen. 1. Wenn ich es verschenken kann und wenn ich mir sage, es hat seinen Zweck erfüllt.
    Dicken Drücker
    Grit

  8. Liebe Doreen,
    du bist ja fest entschlossen alles aufzuräumen. Wenn dir diese Ordnung eine Hilfe ist ist es ja wunderbar. Thomas und ich haben uns schon lange angewöhnt von oben bis in den Keller von Zeit zu Zeit zu gehen und aus zu sortieren und auf zu räumen ganz konsequent. Ich wünsch dir viel Erfolg.

    Liebe Grüße Marita

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