Exkursion: Kugurizashi sticken – Gastbeitrag von Jennifer aka yokokudo88

Ich bin’s nochmal, Eure Jennifer! 🙂

Ich habe Euch in meinem letzten Gastbeitrag bei Annette in die Welt des Sashiko entführt. Jetzt möchte ich Euch noch ein Muster zeigen, welches schnell gestickt wird und einen tollen Effekt hat.  Hier kommt meine Anleitung  dazu… 

Wir werden ein Kugurizashi sticken. 

Bildquelle: Jennifer Daum – yokokudo88

Anmerkung: Ich zeige Euch hier die einzelnen Schritte, wie sich das Muster entwickelt. Ich benutze es gerne für Akzente in meinen Projekten, also besteht meine „Leinwand“ aus Stoff und Vlies. Wenn es ein Akzent für einen Quilt ist, selbstverständlich aus Vorderseite, Vlies und Rückseite. Klassischerweise besteht ein Sashiko Projekt aus 2 Lagen Baumwollstoff, ohne Vlies. 

Materialien:

  • Baumwollstoff
  • Vlies
  • Sashiko Garn in 2 Farben, alternativ Perlgarn oder Spaghetti von Wonderfil Thread
  • Markierstift
  • Inch Lineal
  • Sashikonadel, alternativ eine lange Nähnadel

Schritt 1: Es wird ein Raster auf den Stoff gezeichnet. Das Muster wirkt von 1/8″ bis 1/4″ größer, würde ich das Raster nicht machen, da die Stiche länger werden und man könnte daran hängen bleiben und sich das Muster verziehen. 

Schritt 2: Es werden horizontale Linien gestickt.

Bildquelle: Jennifer Daum – yokokudo88

Schritt 3: Es folgen die vertikalen Linien, hier in Rosa dargestellt:

Bildquelle: Jennifer Daum – yokokudo88

Schritt 4: Nun beginnt schon das Weben. Nehmt Eure Nadel und webt mit der stumpfen Seite, Grund dafür ist, dass Ihr mit der Stumpfen Seite nicht hängen bleibt, beim Gestickten. Hier in Orange dargestellt. 

Bildquelle: Jennifer Daum – yokokudo88

Schritt 5: Wenn Ihr am Ende jeder Reihe angekommen seid, stecht Ihr in den Stoff ein und geht ein Rasterkästchen weiter, wieder nach oben und könnt so die nächste Reihe anfangen.  

Bildquelle: Jennifer Daum – yokokudo88

So sieht dann Eure fertige, vertikale Webung aus:

Bildquelle: Jennifer Daum – yokokudo88

Schritt 6: Nun wird das Ganze noch einmal in der Horizontalen gemacht, hier in Lila dargestellt.

Bildquelle: Jennifer Daum – yokokudo88

Und das ist dann Euer fertiges Muster. 🙂

Bildquelle: Jennifer Daum – yokokudo88

Wenn Ihr Eurer gesticktes Stück verarbeiten wollt, dann näht mit der Nähmaschine einen Rand drumherum, damit sich beim Zuschneiden/Verarbeiten das Muster nicht auflöst. Das ist mir damals passiert. Am besten ist, wenn Ihr Euer Schnittmuster auf Euer Projekt legt und es auf das Projekt übertragt und mit einer 1/8″ Nahtzugabe näht.

Und nun wünsche ich Euch ganz viel Spaß beim Ausprobieren des hier gezeigten Kugurizashi. Gerne könnt Ihr mich bei Instagram taggen, damit ich Eure Werke und Farbkombinationen bewundern kann. Ich bin gespannt, was Ihr mit dem Muster zaubert. 🙂

Bis dahin

viele Grüße Eure Jennifer 

 


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Zur Sammlung der Gastbeiträge bitte hier entlang …

2 Kommentare

  1. Liebe Jennifer,
    vielen Dank für dieses tolle Tutorial und dem letzten Artikel! Das macht wirklich Lust, es mal auszuprobieren.
    LG Rike

  2. Liebe Frau yokokudo88,
    etwas Hintergrundwissen interessiert mich sehr, bringt es doch in die herumschwirrenden Begriffe mehr Klarheit.
    Ich besuche zwar gerade einen 3-Tages-Kurs mit Jude Kingshott im Textilstudio Speyer & bestaune, wie diffizil ihre Werke sind. Aber im Anschluß muß es jetzt endlich einmal etwas Sashiko sein. Da nehme ich doch gleich mal das hier vorgeschlagene Muster & nicht nur, um endlich etwas Sashiko zu lernen, sondern auch, um mich beim Sticken ein wenig treiben zu lassen! Dankeschön, zwei tolle Beiträge.

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