QuiltCon 2022 in Phoenix – Das ist noch passiert

Hallo, da bin ich wieder.

Nachdem ich auf meinem Blog bug-and-bee Grundsätzliches über die QuiltCon erzählt und hier über die Quilts in der Ausstellung geschrieben habe, berichte ich heute davon, wie man sich die Zeit dort noch so vertreiben kann.

 

Shop till you drop

Auch wenn die Zahl der Verkaufsstände auf der QuiltCon nicht mit den großen traditionellen Quiltshows mithalten kann (wir reden hier von 100 versus 1.000 Verkaufsständen!) – arm werden kann man hier auch, gar kein Problem.

Es gibt Stoff, Zubehör, Longarmmaschinen, und alles, was man eben so erwartet. Natürlich auf den Geschmack moderner Quilter zugeschnitten. In diesem Jahr waren einige Händler, die sonst fest zum Bild der QuiltCon gehören, nicht angereist, aber wie gesagt, man konnte sein Geld schon gut loswerden.

Ich habe es zum ersten Mal geschafft, mir fast nichts zu kaufen – zum einen, weil ich ja immer zu den günstigen amerikanischen Preisen einkaufen kann, zum anderen, weil es wirklich keine guten Messe-Schnäppchen gab. Und außerdem sehe selbst ich ein, dass ich genug Stoff habe. Nur ein Fatquarter-Bundle habe ich mir kaufen müssen (ehrlich!), weil ich für einen Workshop, den ich nicht eingeplant hatte, Stoff brauchte. 

 

Programm

So ganz langsam lerne ich auch, mich nicht zu überbuchen. Bei der ersten QuiltCon hatte ich gerade mal ein paar Minuten, zwischendurch die Nase zu pudern, die Zeit war komplett mit Workshops und Vorträgen belegt, in der Mittagspause bin ich durch die Ausstellung gehechtet und habe nebenher einige der kostenlosen Demos in der Verkäuferhalle mitgenommen. Ernährt habe ich mich von Nüssen und Schokolade, das geht am schnellsten.

 

Workshops

Angeboten werden 3- und 6-stündige Workshops sowie 45-minütige Vorträge, für die man sich im Normalfall schon ein halbes Jahr im Voraus anmeldet. Bei 12.000 Besuchern aus aller Welt, aber ‚nur‘ gut 120 Workshops mit je rund 20 TeilnehmerInnen sind die Plätze schnell ausverkauft.

Ich hatte erstmal Glück, dass ich in alle meine Wunsch-Workshops hineingekommen bin. Aber im Januar wurde der ganztägige Kurs mit Sherri Lynn Wood zum Thema Jeans-Recycling abgesagt. Ich hätte mir einen Ersatzkurs aussuchen können, aber eigentlich war ich gar nicht so traurig, ich mag zwar Sherri Lynns Arbeit sehr, aber ich habe schon einige Workshops mit ihr gemacht, und auf diese Weise hatte ich einen ganzen Tag mehr Zeit, zum Beispiel für einen Ausflug mit Heike nach Taliesin West, dem legendären Winterdomizil des Architekten Frank Lloyd Wright. 

Auf den letzten Kilometern vor Phoenix bekam ich dann eine E-Mail, dass auch der dreistündige Abendkurs, ‚Craftivism – Crafting for Impact’ mit Shannon Downey am Donnerstag ausfiel, diesmal weil die arme Dozentin mit Covid in Kontakt gekommen war. Das war schon schade, denn Shannon kannte ich noch nicht. Aber dann hellte sich meine Laune schlagartig auf: Ich habe einfach mal gefragt, ob es zufällig etwas bei Heidi Parkes gäbe, und tadaa, es war ein Workshopplatz am Sonntagvormittag freigeworden. 

Der ganztägige Workshop am Freitag fand wie geplant statt. Ich hatte mich im Sommer zu dieser Sashiko-Klasse angemeldet, weil ich mir dachte, es wäre das Beste, als totale Anfängerin bei einem authentischen Vollprofi aus Japan zu lernen.

Am Freitagmorgen habe ich mich dann gefragt, wie ich auf die Idee gekommen bin, den ganzen Tag in dem Workshop zu sitzen und zu handarbeiten, während draußen das Leben tobt. 

Aber bezahlt ist bezahlt, dann geht man da auch hin. Und das war auch gut so, denn der Workshop war richtig klasse. Atsushi Futatsuya hatte uns schon im Vorfeld mit teilweise kryptischen Emails versorgt: Wir mussten unbedingt sein Kit kaufen, und es musste weißes Garn sein, und genau diese Nadel, wir würden dann schon verstehen, warum… Ein bisschen habe ich befürchtet, dass er das Ganze vielleicht zu ernst nimmt.

Das Kit – die Vorfreude kam mit der Post. Und ich habe es geschafft, nicht reinzuschauen!

Aber das Gegenteil war der Fall. Während er uns mit einer Engelsgeduld seine Nähtechnik beibrachte (Er fragte uns: „Ist das jetzt richtig unangenehm für euch? Habt ihre Probleme, diese Technik umzusetzen? Super, sonst bräuchtet ihr ja diesen Workshop und mich gar nicht“), hat er wahnsinnig spannend aus seinem Leben erzählt, über die japanische Kultur, Philosophie, Psychologie und natürlich die Geschichte des Sashiko. Er ist der älteste Sohn einer traditionellen Sashiko-Familie und sollte das Geschäft übernehmen. Was er nicht getan hat. Ich hätte ihm gut noch einige Stunden länger zuhören können, der Tag ist wie nichts verflogen. 

Atsushi im Einsatz – keine langweilige Minute

Ja, und am Sonntag dann Heidi Parkes live und in Farbe. Ich verfolge sie schon länger, habe bei der online QuiltCon together 2021 alle ihre Beiträge aufgesogen und versucht, an ihrem Vignettes-Quilt SewAlong mitzumachen. Das ist dann allerdings daran gescheitert, dass ich einfach nicht die Muße hatte, mich so intensiv auf den Gestaltungsprozess einzulassen. Umso besser war es jetzt, sich persönlich von ihr inspirieren zu lassen und mir ihre Quilts, die sie dabei hatte, mal ganz genau anzuschauen. Sie hat uns einige ziemlich unaufregende Handnäh-Grundlagen gezeigt, nichts Weltbewegendes – eigentlich. Aber es war trotzdem unglaublich bereichernd, warum, kann ich nicht genau sagen, aber nach den drei Stunden war ich so voller Energie und Nählust, dass ich am liebsten nach Hause geflogen wäre, statt noch satte 3000 Kilometer mit dem Auto zu fahren.

Ach, und hier wäre auch fast das erwähnte Fatquarter-Bundle zum Einsatz gekommen. Als ich es aus der Tasche geholt habe, ging schon ein Raunen um meinen Tisch, aber als ich es dann zum Nähen benutzen wollte, sagte die ältere Dame neben mir: „Um Himmels Willen, hast du das extra gekauft? Schneid da nicht rein, tu dir nicht weh. Hier, ich habe alten Stoff mitgebracht, nimm den“. Die anderen beiden an unserem Tisch stimmten ihr sofort zu, dass ich auf keinen Fall diesen schönen Stoff zum Üben nehmen dürfte und gaben mir von ihren Resten. Und da bin ich schon wieder bei meinem Lieblingsthema: Das Teilen liegt den Quilterinnen im Blut: Stoff, Ideen, Zeit, Zuneigung.

Heidi mittendrin

 

Lectures und Tours

Vorträge habe ich mir in diesem Jahr nur zwei angehört. Einmal Melissa de Leon Mason über Appropriation – wann nutzt man zum Beispiel die Kultur einer schwächeren Ethnie für seine eigenen Zwecke oder Gewinnabsichten aus, wann lässt man sich von ihr inspirieren und zollt der Quelle der Inspiration den gebührenden Respekt? Klassisches Beispiel: Stoffe bedruckt mit Symbolen, die indigenen Stämmen heilig sind. Am besten noch als Karnevalsklamotte. Das ist ein sehr emotionales und umstrittenes, nichtsdestotrotz ein super wichtiges Thema.

Als positives Beispiel nannte Melissa (die selbst als amerikanische Mexikanerin oder mexikanische Amerikanerin die Untiefen dieser Gewässer gut kennt) Tighe Flanagan, der sich gerne von anderen Kulturen inspirieren lässt, das aber auch klar kommuniziert.

So macht man es richtig, Tighe Flanagan

 

Der andere Vortrag drehte sich um die Frage, wo Quilts in der Kunstwelt einzuordnen sind. Kunst oder Handwerk? Avantgarde oder Folklore? Diese Stunde war nicht nur immens spannend, sondern auch extrem unterhaltsam, denn die Rednerin war Mary Fons, der ich einfach gerne zuhöre.

Perfektes Edutainment: Mary Fons

 

Das habe ich auch am Samstagmorgen getan. Bevor die Ausstellung für die Besucher geöffnet wird, gibt Mary ihre Führungen durch die Sonderausstellungen. Das ist immer einfach nur genial, weil sie sehr schnell sehr viele Informationen teilt, das mag ich.

Dieses Mal war die Führung aufgeteilt, und Susan Hudson hat als Künstlerin durch ihre eigenen Quilts und die anderer indigener Quilter geführt. Das war so interessant.

Susan Hudson

 

Die Sonderausstellung war eine Verneigung vor den 22 Stämmen, die eigentlich auf dem Gebiet des heutigen Arizonas gelebt haben. Und einige der Quilts gingen ganz schön unter die Haut, wie der von Susan, der auf das Verschwinden und die Ermordung indigener Kinder aufmerksam macht. Diese Verbrechen werden von den Institutionen ignoriert bzw. geduldet, und zwar immer noch. Ihr Schluss-Satz klingt bei mir jeden Tag nach: ‚Macht heute Eure Vorfahren stolz‘.

Keine leichte Kost: Missing and Murdered Indigenous Children: Robbed of Their Innocence, Susan Hudson

 

Volunteer

Einige Monate vor Beginn der QuiltCon kommt die Email mit dem Aufruf mitzuhelfen. Im Jahr 2020 gab es rund 4.000 Freiwilligenstunden, und es werden wirklich viele Hände gebraucht, um so ein Riesenunternehmen zu wuppen. Besonders beliebt (und auf eine Schicht pro Person beschränkt) sind die Dienste als Assistenz in einem Workshop. Man checkt die TeilnehmerInnen ein, geht den LehrerInnen zur Hand, hat manchmal gar nichts zu tun, manchmal aber auch Stress. In der Regel kann man aber den ganzen Workshop umsonst miterleben. Ich hatte einen Workshop-Dienst ergattert, und auch wenn man im Vorhinein nicht für einen bestimmten Kurs eingeteilt wird, habe ich dann am Samstag doch gefragt, ob ich nicht den Kurs bei Kitty Wilkin übernehmen kann, weil da Heike und Sandra (hohenbrunnerquilterin) Teilnehmerinnen waren. Das war auch kein Problem, die beiden haben gelacht, als sie mich in meinem schicken T-Shirt vor dem Kursraum sahen. Nun ist es so, dass Kitty stark schwerhörig ist. Deswegen kommt ihr Mann mit, dolmetscht auf Gebärdensprache und hilft. Ich hatte vorher gehört, dass unten in der Ausstellung HelferInnen abgesprungen waren, und als klar war, dass Kitty und ihr Mann auch gut ohne mich klarkommen, bin ich zurück und habe mich für die White-Glove-Duty gemeldet, war also QuiltEngel. Das sind die Menschen mit den weißen Handschuhen, die bei Bedarf die Quilts anfassen und umdrehen dürfen, damit die BesucherInnen sich die Rückseite anschauen können.

Ich durfte mit Frau Hansons Fokus #2 kuscheln

 

Die meisten fragen nicht, ob man einen Quilt für sie umdrehen kann, sondern schlendern nur so durch die Reihen. Und eigentlich wollte ich ja die ganze Zeit neben den Quilts stehen, deren Macherinnen ich kenne und nach Strich und Faden damit angeben, aber dann bin ich über den Quilt „Radical Acceptance“ von Laura Hartrich gestolpert.

Radical Acceptance, Laura Hartrich

 

Er gefällt mir schlicht und ergreifend gut, weil er schön aussieht. Ein riesiger LogCabin, nur in fast monochromen lachs-orange-pink-senf-Tönen.

Aber da ist mehr: Der Logcabin besteht aus 365 schmalen Streifen – einen für jeden Tag des Jahres.

Also, Vorderseite: schön. Aber es war die Rückseite, die mich fasziniert hat. 

Zuerst fällt das handgestickte Label ins Auge. Laura hat erst vor kurzem eine Lecture für meine Modern QuiltGuild hier in Ann Arbor gehalten (auf Zoom), über ihr Herzensthema Quiltlabels. Sie macht tolle Labels und spricht sehr eindringlich und unterhaltsam darüber, wie wichtig es ist, dass wir alle unsere Quilts wichtig genug nehmen, um ihnen Labels zu machen, damit auch später noch nachvollziehbar ist, wer sie wann wo warum und/oder für wen gemacht hat.

Aber das ist noch nicht alles: Laura hat auf das Batting, entlang der Streifen, jeden einzelnen Tag einen selbstbestätigenden Satz geschrieben: Ich akzeptiere meine Stärke, Ich akzeptiere unproduktive Stunden, Ich akzeptiere….

So habe ich einen Gutteil meiner Schicht dazu genutzt, alle PassantInnen am Kragen zu packen und ihnen die Rückseite aufzunötigen. Und auch wenn manche ein bisschen irritiert waren, dass ich so aufdringlich war: Ich glaube, alle waren nachhaltig berührt von dem Gedanken, dass man sich einfach in Positivität einwickeln kann, wenn man es braucht. Und da sind wir wieder bei dem Zauber, der Quilts innewohnt.

 

Trends in der Modernen Welt

Manche haben schon gefragt, ob es irgendwelche Trends auszumachen gab. Das ist jetzt zwar sehr subjektiv, aber ich glaube schon, dass man Entwicklungen erkennen kann:

Ich hatte das Gefühl, dass bei unglaublich vielen Quilts Big Stitch bzw. Handquilting zu sehen war. Außerdem finde ich, dass sich die Farben ändern, dunkler werden, und vor allem nicht mehr (gefühlt) alle Hintergründe weiß sind. Man sieht immer öfter handgefärbte Stoffe. Am meisten glaube ich, dass die Bedeutung von minimalistischen, graphischen, klaren Formen auf viel negativem Raum etwas abnimmt. Man sieht mehr ungewöhnliche Stoffe, die nicht Quilting-Baumwolle sind, Nachhaltigkeit durch das Benutzen vorhandenen Materials. Und Metallic-Garne zum Quilten (wie bei Carson Converse). Und verknotete Quilts. Facing statt Binding.

Details aus
links: „Breaking Tradition #2“, Hillary Goodwin – rechts: „Poof, There It Is“, Laura Loewen

 

Nichts davon ist komplett neu, 2016 hat Melissa Averinos mit dem Quilt ‚My Brother’s Jeans‘, den sie tatsächlich mit Jeans ihres verstorbenen Bruders gemacht hatte, Best in show gewonnen, im gleichen Jahr hatte Heidi Parkes zwei platzierte Quilts und seither immer wieder. 

Wie auch immer, es bleibt spannend und sehenswert. Und das ist ja auch gerade der Reiz am Quilten: Es gibt endlos viele Ideen, die so verschieden sind wie die Köpfe, in denen sie entstehen.

Und das hier hat Hillary Goodwin, die Gewinnerin des Best in Show, geschrieben: 

Erinnert Ihr Euch noch an die QC, bei der wir alle Masken getragen haben? Wo die Leute, die sich sicher genug gefühlt haben, wie im Rausch waren, weil sie zwei Jahre lang kaum rausgekommen waren? Das Jahr, in dem ich einem Quilt gemacht habe, den ich so schrecklich fand, dass ich ihn verbrennen wollte und fast nicht eingereicht hätte, der dann aber zu meiner großen Überraschung so gut ankam, weil er unser kollektives Trauma ansprach? Das Jahr, in dem das Licht durch die bedrückenden Themen der gezeigten Werke schien? Das Jahr, in dem wir gequiltete Kleidung trugen, weil es damals gerade super angesagt war? Ich glaube, die Bilder dieser letzten QC können unseren zukünftigen Ichs wichtige Geschichten erzählen. Ich freue mich schon auf etwas andere Bilder im nächsten Jahr!

Und ich hoffe, dass die Bilder vom nächsten Jahr schon alleine deshalb anders sind, weil wieder viele deutsche QuilterInnen mit dabei sein können.

Das Foto hat jemand mit Claras Handy gemacht, und ich habe es von Sandras Instagram geklaut

 

Auf meinem Instagram-Feed findest Du noch endlos viele Bilder von den sagenhaften Quilts der QuiltCon 2022 – komm vorbei und freu Dich daran. 

 


Weitere Gastbeiträge aller Gastautoren auf diesem Blog findet Ihr im Archiv. 

verlinkt bei: Patchen & QuiltenCreativsalat, HoT, Dings vom Dienstag,  froh und kreativ, HandmadeOnMonday, Designer Wall Linkparty, Small Quilts and Doll Quilts, Monday making, Oh Scraps!, Quiltingpatchwork 

10 Kommentare

  1. Wow, was für ein beeindruckender Bericht aus einer mir doch fremden Welt. Ich bin schwer begeistert und bewundere die Kunst des Quiltens sehr. Ja für mich ist es Kunst, Bildermalen mit Stoff. LG Undine 🤗

    1. Hallo Undine, danke schön. Und danke, dass Du es so nennst: Kunst! Nur weil man Quilts benutzen kann, heißt es ja noch lange nicht, dass sie nur Gebrauchsgegenstände sind. Es gibt Quilts, die absolut genau so aussehen wie abstrakte Gemälde in den Museen dieser Welt – nur, dass diese Quilts viel älter als die Gemälde sind!!!
      Bildermalen mit Stoff, das gefällt mir :o)
      Liebe Grüße,
      Nico

  2. Liebe Nico, was für ein großartiger zweiter Teil deines Berichtes! Ich bin begeistert von deinem profunden Wissen, deiner flotten Schreibweise und von allem, was du da berichtest. Eine ganz neue Welt tut sich auf, dabei dachte ich, dass ich mich in der Szene schon halbwegs auskenne. Weit gefehlt! Kunst in Stoff, genau das sind Quilts für mich auch, immer mehr. Toll. Danke für deine wunderbaren Berichte! Liebe Grüße, Gabi

    1. Liebe Gabi,
      jetzt bin ich aber ziemlich stolz auf mich, so ein Lob aus erfahrener Bloggerinnen-Feder, puh, danke schön!!! So langsam merke ich selbst, dass die vielen Jahre hier, in denen ich mich so richtig in die Quiltwelt gekniet habe, Spuren hinterlassen. Als ich 2015 herkam, hatte ich ja wirklich überhaupt keine Ahnung von gar nichts. Ich weiß noch, dass bei einem der ersten Workshops hier bei meiner Gilde die Kursleiterin abgefragt hat, wer wie lange quiltet: die meisten haben sich bei 2-6 Jahrzehnten gemeldet, ich war die einzige – weit abgeschlagen – im einstelligen Jahresbereich. Ich war so tief beeindruckt, dass das Quilten für alle dort so eine große und selbstverständliche Rolle in ihrem gesamten Leben spielt. Ich bin zwar immer noch im einstelligen Bereich, aber ich habe alles aufgesogen, was ich irgendwie über das Quilten finden konnte. Und freue mich wie verrückt, dass ich etwas davon mit Euch teilen kann!
      Ganz liebe Grüße zurück,
      Nico

  3. Deinen Bericht zu lesen hat viel Spaß gemacht. Schön, das Ereignis aus deinem Blickwinkel zu sehen. Und: Du hast einen wunderbaren Schreibstil!

    1. Irgendwie stehe ich mit Kommentaren so was von auf Kriegsfuß – aber das weißt Du ja schon, Clara :o). Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass ich Dir schon geantwortet hatte, aber pfffffffff, scheinbar nicht. Also: DANKE, es hat mir große Freude bereitet, über die QuiltCon zu schreiben, es war, als würde ich in Gedanken wieder durch das Kongresscenter laufen, nochmal hier schauen, nochmal darüber lächeln. So Erinnerungen sind schon eine feine Sache :o)
      Ganz liebe Grüße nach NY,
      Nico

  4. Es muss wunderbar sein in diese riesige Quiltwelt einzutauchen mit allen Facetten – danke für den so lebendigen und persönlichen Bericht! Viele Grüße Ingrid

    1. Das ist wirklich ein Eintauchen, Ingrid, und das ‚Nach-QuiltCon-Loch‘ ist ein feststehender Begriff – wenn wir alle aus dieser heilen, bunten und fröhlichen Welt wieder auftauchen und der Alltag denkt, wir könnten einfach weitermachen. Aber man kann dann ja von der nächsten QuiltCon träumen und ein bisschen nähen :o)
      Liebe Grüße,
      Nico

  5. Hallo Nico, ich bin ganz geflasht: was für ein interessanter und ausführlicher Bericht über die QuiltCon und freu mich sehr, dass du dir die Mühe gemacht hast so nett davon zu erzählen.
    LG eSTe

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