Nachhaltig leben Teil 2 – Papier

Hallo ihr Lieben,

für diese Woche habe ich mir ein paar Gedanken über die Nachhaltigkeit von Papier gemacht. Das liegt höchstwahrscheinlich daran, weil sich auf mein Schreibtisch gerade wieder so einiges stapelt *lach*. Ganz grundsätzlich möchte ich etwas ändern, nicht nur auf meinem Schreibtisch.

Die Frage ist, wieviel Papier brauche ich eigentlich und wofür?

Ab jetzt mache ich mir eine Liste, um bewußter mit dem Thema “Papierreduzierung” umzugehen. Ich möchte probieren, unseren Papierkonsum um die Hälfte herunter zu drosseln, einfach so. Hast du auch Lust deinen inneren Schweinehund herauszufordern? Dann mach mit. :-)

Ziel ist es, den Papierverbrauch auf die Dauer zu senken, wenn es machbar ist ihn zu halbieren und zwar Zuhause und auch bei der Arbeit. Denn mehr als 400 Millionen Tonnen Papier werden weltweit jährlich produziert, 2012 waren es noch 350 Mio. [Quelle: Bureau of Int. Recycling]. Da muss ich an all die Bäume denken, an das Wasser und die Energie. Oh Schreck!!

Ich stelle mir gerade die Frage, wie es sein kann, dass sich der Papierverbrauch innerhalb von 6 Jahren um mehr als 50 Mio. erhöht? Warum ist das so? Zeitungen und Zeitschriften aus Papier sind rückläufig seit dem Zeitalter von Tablets und elektronischen Reader. Auch Bücher werden vermehrt digital gelesen. Also wofür verwenden wir so viel Papier? Hat jemand eine Idee?

Um mehr darüber herauszufinden, überlege dir einmal selbst, mit welchem Papier du dich umgibst und zwar überall, wo du dich aufhältst.

Papier im alltäglichen Bereich:

  • Druckerpapier
  • Kaffeebecher To-Go
  • Einwegbecher im Job
  • Lebensmittelkartons
  • Umverpackungen
  • Zeitungen/Prospektbeilagen
  • Zeitschriften/Bedienungsanleitungen
  • Bilder-Poster
  • Kalender
  • Küchenrollen/Servietten/Papier-Tischdecken/Papiertaschentücher
  • Pappteller und -becher
  • Geschenkpapier
  • Briefe und Briefumschläge
  • Bastelpapiere/Grusskarten, Postkarten
  • Notizblöcke/Hefte

Wie können wir Papier vermeidet?

  • unnötige Kataloge abbestellen
  • Aufkleber „keine Werbung einwerfen“ am Briefkasten anbringen
  • adressierten Werbesendungen mit  “Annahme verweigert” zurücksenden
  • Geschenke kreativ einpacken, z.B. mit Zeitungspapier oder Kalenderblättern
  • Briefumschläge aus schönem Papier wie z.B. Kalenderblättern basteln anstatt neue Briefumschläge
  • Mehrweg Tasse anstatt Einwegbecher
  • anstatt Tee- und Kaffefilter aus Papier einen Metallfilter verwenden
  • Brotdosen statt Butterpapier
  • bei jedem Ausdruck überlegen, ob er wirklich notwendig ist
  • z.B. Nähanleitungen etc. auf das Tablet laden, anstatt auszudrucken
  • Druckerpapiere beidseitig drucken
  • mehr Recycling Papier verwenden: Hefte, WC Papier, …

 

Ändern wir unser Konsumverhalten, besonders in Bezug auf online shopping. Warum Hobbyzeug z.B. Stoffe, Garn oder Bastelzeug online kaufen? Im Laden kann man sie mit den Händen “umschmeicheln”, bewundern und riechen, einfach ohne Verpackung mitnehmen, ohne Karton, ohne Ausdruck Rechnung und Werbezetteln. Also, regional Einkaufen.

Recycling Papier zu verwenden ist nicht ganz die Lösung aller Probleme. Aber es ist eine Möglichkeit die Ressourcen zu schonen und mit einer Papierreduzierung, wäre ein großer Schritt getan. Nachhaltig handeln bedeutet einfaches Umdenken und Gewohnheiten zu ändern. Weniger Papier bedeutet mehr Lebensqualität, für alle!! Geht doch mal auf die Suche nach Informationen über die Verwendung von Recycling Papier, ihr werdet erstaunt sein. Ich fange dann schon mal an dem Papierabbau. :-)

 

Wenn wir gerade über Papierreduzierung nachdenken, was liegt da näher, auch gleich noch den Schreibtisch, die Bastelecke mit zu entrümpeln und kreativ zu betrachten?

Das ist das Programm dieser Woche. :-)

Nimm jedes Teil in die Hand und stelle dir die Frage: „Bleibt es oder kann es weg?“ So fällt die Entscheidung leichter und du wirst schneller fertig!

Bei der Antwort „Jein“, also kein eindeutiges Ja oder NEIN, kommen die Sachen in eine Kiste, die beiseite gestellt wird.

Ganz zum Schluss geht man die Kiste ein zweites Mal durch und entscheidet eindeutig!

Falls ihr viele einseitige Ausdrucke habt, verwendet sie als Schmierpapier, Malpapier für die Kinder, als Notizzettel oder auch für eigene Entwürfe.

Wenn du Lust hast deinen Schreibtisch oder auch die Bastelecke in dieser Woche zu entrümpeln, dann berichte am Ende der Woche darüber und verlinke deinen Betrag in der 1000 Teile raus Linkparty. Es ist nicht notwendig Bilder zu zeigen, erzähle einfach über deine Fortschritte, die dich glücklich gemacht haben und was du erreicht hast! Ihr Lieben – viel Spaß bei eurer ganz persönlichen 1000 Teile raus Aktionswoche!!

 

 

Ich wünsche euch eine gute Woche und viel Spaß bei allen Dingen, die euch wichtig sind. ;-)

Liebste Grüße,

Annette

verlinkt:

DienstagsDinge

einfach nachhaltig besser leben

15 Gedanken zu „Nachhaltig leben Teil 2 – Papier

  1. Liebe Annette,
    du trifft wieder mal den Punkt. Warum der Papierverbrauch so steigt kann ich mir vorstellen. Ich kenne Menschen die müssen jede Anleitung ausdrucken, jeden Artikel. Bei mein Mann im Job ist es ähnlich. Statt im Gottesdienst oder im Kindergarten Gesangbücher oder Liederbücher anzuschaffen die Generationen halten, gibt es Liederzettel die nach 1mal Gebrauch weggeworfen werden. Da kommt eine Menge zusammen.
    Notizzettel habe ich noch nie gekauft. Ich nehme die Werbung und die Fehldrucke vom PC.
    Die Zeitung habe ich mit meiner Mutter zusammen. Nach einmal lesen sind die Buchstaben ja nicht raus. Das spart auch noch Geld und geht auch mit Nachbarn. 😉 Macht ca. 310 Zeitungen im Jahr weniger.
    Um Onlinebestellungen komme ich leider nicht herum. Ich bekomme hier nicht einen Bruchteil den ich brauche, sei es fürs Hobby oder auch oft so. Z.B haben wir hier nicht mehr ein vernünftiges Haushaltswarengeschäft. Nein, da ist nicht der Onlinehandel schuld. Die haben lange vorher zu gemacht. Karstadt war billiger.
    Liebe Grüße, Marita

  2. Hallo Annette, Papier ist auch so eine Leidenschaft von mir, ich liebe es…. Gehe dennoch sehr sorgsam damit um….. Dass der Papierverbrauch steigt, ist schon paradox… Es gibt kein papierloses Büro, im Gegenteil, Mails werden ausgedruckt und archiviert und lauter so Zoigs… Alltagspapiere handhabe ich ähnlich wie Marita, nur gibt es schon seit Jahren keine Tageszeitung mehr (Wir hatten mal drei abonniert) und Werbeblätter kommen mir eh nicht ins Haus…
    Es ist aber auf jeden Fall wichtig, den eigenen Umfang mit diesem Material immer wieder zu hinterfragen … Danke für diesen Denkanstoß!!!
    Ganz liebe Grüße aus Franken, Katrin

  3. Oh ja der Papierverbrauch. In meinem Leben habe ich auch schon so einiges geändert bzw. erst gar nicht angefangen. Keine Coffee-to-go-Becher. Ich trinke meinen Kaffee bzw. Tee zu Hause oder im Dienst aus einer Tasse. Für unterwegs brauche ich das nicht. Meine Brote nehme ich schon ganz lange in einer Brotdose mit in den Dienst. Für meinen losen Tee habe ich ein Teesieb. Bei meinen eBooks drucke ich nur den Schnitt aus. Zeitschriften als solche habe ich keine. Nur meine Handarbeitszeitungen und die sammle ich alle. Kataloge habe ich alle abbestellt.
    Woran aber m.E. gearbeitet werden muss, ist der Supermarkt und Co. Viel zu vieles ist bereits abgepackt. Das stört mich schon ewig!

    Gruß Marion

    1. Liebe Marion,
      schon hier von dir zu lesen :-) und Dankeschön ♥. Daumen hoch, für deine Papiereinsparung!!
      All diese Umverpackungen stören mich auch total, deshalb kaufe ich am liebsten regional ein. Ich wünsche dir einen schönen Tag.

      Herzliche Grüße,
      Annette

  4. Halloole,
    ja, ich reduziere meinen Papierbedarf schon lange und drucke auch keine Kontoauszüge usw. mehr aus.
    Da ist bei der Bank sehr gut aufgehoben. Aber auch schriftliches speichere ich auf dem PC in spezielle Dateien ab.
    Ich scanne vieles ein und mein Sohn hat auch auf schriftliches am PC Zugriff. Also soviel speichere ich jetzt nicht mehr.
    Früher hatte ich für jeden Pups einen Ordner, heute habe ich au 5 Stück reduziert.
    Für habe ich alles Kontoauszüge abgeheftet, die liegen bei der Bank besser. Also ich bin jetzt fast papierfrei.

    Ja, ich versuche auch beim Einkaufen auf wenig Plastik zu achten aber das gelingt halt nicht immer.
    Viele Produkte sind teuerer, wenn sie nicht verpackt sind. Aber das ist egal, ich bin es inzwischen leid, wenn ich eingekauft habe, fast genausoviele Plastikmüll zu haben.
    Joghurt kaufe ich – wenn – nur noch in Gläsern, da ist zwar auch teuerer, aber unweltschonender.
    Plastikflaschen, in denen Mineralwasser ist, kaufe ich schon lange nicht mehr, sondern in Glasflaschen.
    Ist zwar schwerer aber auch unweltschonender. Hier fängt es auch an.

    Lieben Gruß Eva

    1. Liebe Eva,
      schön dich hier wieder zu lesen :-), danke für deinen netten Kommentar. Kontoauszüge, ach Gott ja!!
      Schön, du bist gut dabei, das freut mich. :-D Prima, ich wünsche dir einen angenehmen Tag, vielleicht hast du ja wieder Zeit für eine schöne Radtour, ich wünsch es dir.

      Liebe Grüße,
      Annette

  5. Liebe Annette,
    da musste ich doch gleich mal bei dir vorbei schauen, wenn du mich schon so lieb besucht hast – vielen Dank dafür ♥ Ja ich sehe auch wieviel Papier v.a. im Büro einfach so vergeudet wird – da werden Dinge 3-4 ausgedruckt … kostet ja nix *seufz* Bei uns persönlich ist Müllvermeidung schon lange ein Thema – auch wenn es immer noch ausbaufähig ist – aber die ersten Schritte sind getan (nur mehr feste Seifen und Shampoos, eigene Einkaufstaschen mitgenehmen, alles was geht lose kaufen …) Luft noch oben ist aber immer noch genug ;)
    Spannendes Thema.

    Alles Liebe und bis bald ;)
    nima

    1. Liebe Nima,
      ach wie lieb von dir ♥ mich zu besuchen. Da freue ich mich auch. :-D
      Ja, bleib dran – es lohnt sich bewusster zu leben. Finde ich gut, das dir das auch wichtig ist. Genieße den Tag und mach es dir fein.

      Viele, liebe Grüße,
      Annette

  6. Ja, das ist so eine Sache mit dem vielen Papier. Puuuuh, was sich schon ohne Lebensmittelverpackungen zuhause ansammelt in jeder Woche, ist wirklich erstaunlich. Ich hatte schon die Tage vor, mir meinen Schreibtisch vorzunehmen, doch dann kam das Leben in Form von Sonnenschein und Freibadwetter zurück und der Schreibtisch muss bis zum Wochenende warten. Aber dann ist dort den Zetteln und Co. der Garaus angesagt! Ich habe schon vor langer Zeit ziemlich viele Kataloge abbestellt, das war schon ein Anfang. Auch versuche ich, Rechnungen nicht mehr auszudrucken und abzulegen, sondern diese nur noch digital zu speichern. Bei teureren Sachen (irgendwelche Gerätschaften mit längerer Garantie o. ä.) jedoch mag ich doch die (teils zusätzliche) Papierablage dennoch. Kontoauszüge usw. speichere ich längst nur noch digital. Ziel meines Anliegens ist Platz zu schaffen, indem Ordner für Papierablage entfallen. Ich bin auf dem Weg!
    Viele Grüße und danke wieder einmal für deinen Gedankenanstoß zum Thema ♥ Anni

    1. Liebe Anni,
      sich über das Thema Gedanken zu machen ist ganz sinnig, besonders wenn man den Schreibtisch immer so voll mit Papier hat *lach*. Lieben Dank für deinen Kommentar, ja WIR sind auf dem Weg, aber genieße ruhig noch die schönen Tage. Schmuddelwetter kommt noch genug und das ist die beste Zeit, zum Auszusortieren. ;-)

      Viele, liebe Grüße,
      Annette

  7. Liebe Anette,
    Papier könnte man wirklich eine Menge sparen. Zu Hause brauchen wir gar nicht soviel Papier, aber wir bekommen jede Woche um circa 10 Prospekte in den Briefkasten, die wir ungesehen direkt in Mülleimer werfen, da hilft auch keine “Bitte keine Werbung” Schild. Noch schlimmer ist es aber in der Firma, was hier an Papier verbraucht wird ist unglaublich.
    Ich wünsche Dir noch eine schöne Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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