Ein Ausflug in die Kunsthalle, Lichtblicke und ein Weihnachtskleid

Ich bin euch noch ein Tragefoto schuldig, vom Weihnachtskleidsewalong. Aber, wo bitte findet man im Winter – bei Dauerregen – einen Platz zum Fotografieren? In der Kunsthalle! Das ich da drauf nicht gleich gekommen bin!

Gestern, als mir die Decke auf den Kopf fiel, vor lauter Regen und #stayhome hatte mein Mann die Idee, die Kunsthalle Mannheim zu besuchen. Die aktuelle Ausstellung „Mutter“ versprach Abwechslung.

Großartig viel möchte ich gar nicht über die Ausstellung schreiben, nur – es war sehr unterhaltsam und hat ein bisschen Licht in den grauen Alltag gebracht.

Einfach in eine andere Welt eintauchen, sich ablenken, kulturelle Impulse folgen, welch Wohlgefühl. Und, siehe da – es gab eine helle, weiße Wand – ideal, um ein Tragefoto zu knipsen. Ein kurzer Moment ohne FFP2-Maske und tadaa, hier ist mein versprochenes Weihnachtskleid an mir, mit besserer Beleuchtung. Unterm Weihnachtsbaum war es einfach zu schattig.

Ich bin zufrieden mit dem Weihnachtskleid, und es hat mir auch viel Freude gebracht es auszuführen. Was für ein Lichtblick!  Der Romanit-Jersey ist total kuschelig und wärmend zugleich. Schade nur, dass er ausverkauft ist. Gerne hätte ich ihn noch in einem anderen Farbton gekauft.

Ich hatte beim Nähen noch ein paar Passform Probleme. Da musste doch tatsächlich der nahtverdeckte Reißverschluss (einen Tag vor Heiligabend) nochmal wieder komplett rausgetrennt werden. Das Rückenteil war einfach zu weit und oben stand der U-Boot Kragen im Nacken richtig ab. Das habe ich korrigiert, indem ich bis zur Mitte des Rückenteils an beiden Teilen ca.  je 1,5 cm Stoff (mit der Overlook) verschmälerte. Danach passte es wesentlich besser. Hätte ich doch nur eine Schneiderpuppe, bei der sich die Körpermaße einstellen lässt, dann wäre das nicht passiert. Sich selbst am Rücken zu vermessen ist einfach schwierig.

Zur Info, ich hatte aus dem Buch: Das perfekte Kleid von Evelien Cabie aka Sewbidoo das taillierte Kleid Aiko, mit U-Bootausschnitt, A-Linie Rock, ohne Kragen und mit 3/4 Ärmeln genäht. Die Kleidergröße für das Kleid ist unterschiedlich, das Oberteil hat die Größe 40 und das Rockteil 42. Wobei ich das nächste Kleid eher etwas enger nähen würde. Der Rock könnte etwas mehr auf Figur geschnitten sein. Größe 40 reicht vollkommen aus.

Gesäumt habe ich zum ersten Mal mit der Overlook, und zwar mit einem Blindstich, dass ging wirklich gut. Gut, dass ich im Sommer gleich ein komplettes Nähfüsschen Set mit gekauft hatten. Für den Blindstich benötigt man nämlich einen Blindstichfuss. In dem Collagenbild kann man ganz rechts nur die feinen senkrechten Fäden sehen, das hat mich gefreut.

Nach der Fotosession widmete ich mich wieder der Kunst. Leider war das Fotografieren der Ausstellung nur für private Zwecke erlaubt. Also habe ich mich zurückgehalten. 😉 

Interessante Bereiche der Ausstellung waren u.a. für mich z.B. die Rolle der Hausfrau. Die 1970er Jahre waren im Hinblick für die Frauenbewegung eine wichtige Zeit.

Erst 1977 wurde die im Eherecht verankerte Hausfrauenehe abgeschafft, durch die Frauen zur Haushaltsführung verpflichtet wurden. – So lange ist das noch gar nicht her!

 

Wenn ihr Zeit habt, schaut euch die Ausstellung an, es lohnt sich.

 

 

Im Eingangsbereich gibt es eine Zettelwand, wo Besucher ihre Gedanken niederschreiben können. Natürlich ist das Thema: Die Mutter. 

 

Wir haben viel gelesen, bewundert, geträumt, überlegt und uns erinnert, wie es war in der Kindheit mit der eigenen Mutter. Und der Himmel wurde heller.

Liebe Me Made Mittwoch – Organisatorinnen, herzlichen Dank, dass ihr den Weihnachtskleid Sewalong auch in diesem Jahr wieder möglich gemacht habt!

Nun schauen wir doch mal nach, ob sich weitere Weihnachtskleider in der Linkparty auf dem MMM-Blog eingefunden haben. 

Ich wünsche euch einen schönen Jahresausklang, macht es euch fein.

Einen guten Rutsch und alles Gute zum neuen Jahr! 

Liebe Grüße 

Annette

 


Hier meine Historie zu diesem Weihnachtskleid Sewalong:

10 Kommentare

  1. Schick ist dein Kleid geworden und schön, dass du es auch ausführen konntest. Der Besuch einer Kunstausstellung hätte mir auch Freude gemacht. Aber es kommen bessere Zeiten. Da bin ich mir sicher.
    Liebe Grüße
    Renate

  2. Hallo Annette,
    ein schönes Kleid, nur die Schuhe :-)), die gefallen mir zu diesem schönen Kleid gar nicht.
    Nicht böse sein.
    Der Stoff ist auch sehr schön und ich würde am Kleid eine Kette oder eine schöne Brosche tragen.
    War sicherlich viel Arbeit und ist bestimmt toll genäht, vielleicht könnte ich es, aber es würde bei mir ewig dauern und auch keinen Spaß machen.
    Szczęśliwego Nowego Roku
    das ist polnisch und heisst ein gutes neues Jahr.

    Liebe Grüße Eva

  3. Liebe Annette,
    Dein Weihnachtskleid ist so perfekt genäht und steht Dir sehr gut!
    Ich wünsche Dir und Deiner Familie einen guten Rutsch ins Jahr 2022. Lassen wir uns miteinander aufs neue Jahr ein, bleiben gesund und kreativ in jeder Lebenslage!
    Herzliche Grüße aus dem ostfriesischen Drosselgarten von Traudi.♥

  4. Liebe Annette,
    das war eine gute Idee, ins Museum zu gehen – das schöne Weihnachtskleid auszuführen und die Ausstellung zu genießen! Vielen Dank auch für den Tipp zum Blindstich-Versäubern. Ich wusste gar nicht, dass das mit der BabyLock geht. Wieder was gelernt …
    Einen guten Rutsch und viel Glück im neuen Jahr
    Julia

  5. Das kann ich gut nachvollziehen, dass der Ausflug ins Museum gutgetan hat…
    Da hast Du wirklich einen ausgesprochen schönen Romanit aufgetan und ein wunderbares Kleid daraus genäht, dass Dich sicherlich oft begleiten wird. Dir einen guten Rutsch & liebe Grüße Manuela

  6. Das Kleid ist wirklich total schön, mit Interesse habe ich von der Ausstellung gelesen, ist garnicht so weit weg und fast wären wir vor ein paar Tagen nach Mannem gefahren, gut, dass es erstmal verschoben wurde, so gibt es noch einen interessanten TOP, lg Anja

  7. Dein Kleid ist sehr gelungen. Stoff und Schnitt passen super zusammen. An dem Kleid wirst Du sicher lange Freude haben. Die Hausfrauenehe gabe es übrigens nur im Westen. Dort sind Frauenrechte viel länger mit den Füßen getreten worden als in der ehemaligen DDR. Ihren Job kündigen durfte im Westen auch nur mit Einwilligung des Gatten. Man stelle sich das mal vor: Selbst wenn ihr der Chef an die Wäsche ging, durfte sie ihm nicht einfach eine kleben und sagen: „Du Drecksack, ich komme nicht wieder“ sondern brauchte ein schriftliches Einverständnis. Das finde ich so gruselig! Wir haben einen ganz schön weiten Weg zurückgelegt seither, das wird viel zu oft vergessen.
    Liebe Grüße, Stefanie

  8. Wie schön, dass das Kleid noch ein eigenes Fotoshooting bekommen hat. Da kommt der schöne Stoff gebührend zur Geltung und auch die sehr gut Passform ist bestens zu erkennen. LG und ein gutes neues Jahr! Kuestensocke

  9. Liebe Annette, dein Kleid gefällt mir ausgesprochen gut an dir, auch die Stiefel finde ich super dazu; das gibt dem Ganzen so einen entspannten coolen Look 🙂
    Einfach alles richtig gemacht. Hoffe du hattest einen guten Start ins neue Jahr.
    Ganz liebe Grüße
    Bianca

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